Mittwoch, 22 November 2017 10:10

Mythos ''zweites Jahr'' macht sich in Windhagen bemerkbar

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In Windhagen wird die Luft dünn. Für die dort ansässige Eintracht brechen schwierige Zeiten an – nachdem man die Vorsaison als Aufsteiger auf Platz vierzehn abschloss. Nun rangiert man im verflixten zweiten Jahr in Folge in Deutschlands höchster Verbandsklasse und bekommt die Abstiegsangst nun mehr denn je zu spüren. Tabellenletzter mit gerade einmal erst zehn Punkten auf dem Konto. Zwei Siege, vier Unentschieden und schon elf Niederlagen spiegeln für die Eintracht ein eher enttäuschendes zweites Rheinlandligajahr wider. Defensiv oft zu fahrlässig und offensiv zu harmlos. Neunzehn selbst erzielte Tore – stehen im Gegenzug zweiundvierzig kassierten Buden gegenüber. Meist fehlte auch nur das Glück – denn bekanntlich reicht auch das Können allein im Sport nicht aus.

Eine Phase die Angst macht und die Gemüter betrübt – bleibt aber zumindest der gute Teamgeist trotz der heiklen Phase weitestgehend erhalten. Für die Rückrunde gelobt man sich nun Besserung. Raus aus dem tiefen Keller heißt die Devise – möchte man zudem so schnell wie möglich auch die rote Laterne wieder abgeben. Doch die derzeit sportliche Situation blieb nicht folgenlos. Windhagens Vorstand zog einen Strich unter die bedrohliche Tristesse und trennte sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Labinot Prenku, der die Eintracht im Sommer 2015 übernahm. Ein Neuer war schnell ausgemacht. Lothar Paulsen, ein altbekannter in dieser Region – wird künftig die Geschicke an der Seitenlinie in Windhagen übernehmen. Als Aktiver war Paulsen einst ein kompromissloser Verteidiger in der Oberliga und folgenden Trainerstationen bei Beuel 06, Siegburg 04 und wiederkehrend bei seinem Heimatverein Honnefer FV.

Windhagens Vorstand erhofft sich nun mit dieser Entscheidung eine Wende im Kampf gegen den Abstieg. Die rote Laterne muss weg – egal wie, egal mit welchen Mitteln. Mit einem Sieg am kommenden Sonntag könnte dies auch gelingen – sollte der Tabellennachbar aus Badem patzen. Doch die Hürde die zu einem möglichen Sieg führen könnte – heißt FSV Trier-Tarforst, der nun mit zwei Siegen in Folge und breiter Brust nach Windhagen reist. Insgesamt standen sich beide Clubs schon dreimal gegenüber. Während Tarforst bislang schon zweimal die Punktzahl ernten konnte – gelang der Eintracht dagegen erst ein Sieg. 2016 vor Windhagens Kulisse – als man damals über die Trierer Höhenkicker mit 3:1 gewann. Das Hinspiel heuer endete dagegen zu Gunsten des FSV mit einem knappen 1:0-Erfolg. (am)

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