Trotz ein halbes Dutzend Toren versäumte Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst am Samstagabend einen Heimsieg und kam vor rund 100 Zuschauern gegen eine quirlige Elf aus Emmelshausen nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus.
Blitzstart bei tropischer Hitze
Eigentlich war alles gedeckt. “Perfektes“ Fußballwetter, ein Quecksilber bis weit an die 40-Grad-Grenze und reichlich Tore. Am Ende fehlte nur der Sieger. Dabei mussten die Zuschauer im sonnenverwöhnten Tarforst sage und schreibe nur eine Minute warten, ehe das erste Tor seitens der Trierer Höhenkicker fiel. André Thielen hieß der Schütze – der den Blitzstart seines Teams einleitete (1.). Doch für die Elf aus dem Rhein-Hunsrück, die bis dato noch den Weg ins Spiel suchte, kam es fünf Minuten später noch dicker, als der Platzhirsch im Tarforster Dress dank Lauritz Meis auf 2:0 erhöhte (6.). Alles roch nun nach einer leichten Hürde. Emmelshausen wie von der Rolle und Tarforst eiskalt im Abschluss. Eiskalt ging man aber auch nach einer Viertelstunde mit Sebastian Stüber ins Gericht – als Tarforsts Neuzugang unlieb von den Beinen genommen wurde. Für ihn war der Spaß vorbei. Er musste verletzungsbedingt weichen und machte Platz für Marcel Mühlen. Prompt gab der FSV Antwort auf das “böse“ Foul und schraubte erneut durch Lauritz Meis das Ergebnis auf 3:0 an (20.). Für den TSV aus Emmelshausen war dies wohl der Gnadenstoß – dachten sich zumindest Fans und Zuschauer auf den nur mäßig gefüllten Rängen. Doch die Gäste um Spielertrainer Julian Feit warfen nicht das Handtuch. Ganz im Gegenteil – man trotzte dem scheinbar uneinholbaren Rückstand und belohnte sich schließlich nach rund einer halben Stunde dank dem 3:1-Anschlusstreffer von Tobias Schinnen (30.). Mit einer tollen Moral spielte Emmelshausen auch in den Folgeminuten die Tarforster regelrecht schwindelig. Quirlig und siegessicher glaubte man an die eigene Stärke und traf kurz vor dem Pausentee erneut – als Spielertrainer Julian Feit das 3:2 markierte (45.). Ärgerlich – kurz vor dem zweiten Tor der Gäste hätte Lauritz Meis den Sack schließen können – als er frei vor dem Tor den Ball nur knapp über das Gehäuse lenkte (44.).
Emmelshausen belohnte sich dank starker Willenskraft
Nach Wiederanpfiff machte die Feit-Elf genau dort weiter wo man im ersten Durchgang aufhörte. Tarforst hingegen tat sich schwer. Oft schlief die Abwehr und hatte mächtig Dusel. Glück, Fortuna – oder wie man es halt nennen mag. Emmelshausen war dicht am Ausgleich dran. Auf den Rängen hielt man sich oft die Augen zu. Was war los im Tarforster Defensivbund? Die Antwort konnten uns nur die Spieler selbst geben, die auch dank einem starken Keeper Johannes München oftmals aus der sprichwörtlichen “Sch..ße“ gezogen wurden. Zehn Minuten vor Schluss kam es schließlich wie es kommen musste – Emmelshausen glich dank Yannick Bach zum 3:3 aus (80.) und hatte selbst noch in den Schlussminuten den möglichen Siegtreffer auf der Rechnung.
Christian Esch: „Knackpunkt war die Verletzung…“
„Der Knackpunkt des Spiels war aus meiner Sicht glasklar die verletzungsbedingte Auswechslung von Sebastian Stüber, da wir ab diesem Zeitpunkt an keinen richtigen Zugriff mehr im Mittelfeld bekommen haben. Auch wenn wir vorne über reichlich Qualität verfügen, fehlte uns nicht nur heute – sondern auch in den Spielen zuvor, die richtige Balance. Gerade in solchen Spielen erhoffe ich mir dann auch mal den kämpferischen Kampfgeist einzelner Spieler. Sven Haubrich hat es heute vorgemacht, andere haben es dagegen leicht vermissen lassen. Leistungstechnisch wünsche ich mir dann mal das mehr Spieler in die Breche springen, auch wenn man mal keinen guten Tag hat. Nichtsdestotrotz darf man sich eine 3-Tore-Führung bei solch eine Hitze nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Wir haben heute drei Punkte versäumt – trotz zahlreichen Chancen“, resümierte Chef-Trainer Christian Esch den Punktgewinn/verlust.
Danke Lauritz
Für Lauritz Meis war dies auch das letzte Spiel im Trikot des FSV Trier-Tarforst. Nach vier Jahren beendet der 25-Jährige seine fußballerische Karriere im Trierer Höhenstadtteil und verabschiedet sich aus beruflichen Gründen in Richtung Ruhrgebiet. Im Interview stand uns Meis ein letztes Mal Rede und Antwort – zu lesen am Sonntagabend auf www.fsv-trier-tarforst.de !
Weiter geht es für den Tarforster Tross bereits schon am kommenden Freitagabend (02. September), wenn man in einem weiteren Heimspiel und Lokal-Derby auf die bis dato noch punktlose SG Saartal trifft. Anstoß ist um 19:30 Uhr in der autoland-Arena in Trier-Tarforst.
Spiel-Infos
So spielte der FSV Trier-Tarforst: München – Hassani – Haubrich – Gorges – Schirra (60. Decker) – Thayaparan – Thielen – Meis – Stüber (15. Mühlen) – Herkenroth (85. Galle) – Thömmes
Tore: 1:0 (1. Thielen) – 2:0 (6. Meis) – 3:0 (20. Meis) – 3:1 (30. Schinnen) – 3:2 (45. Feit) – 3:3 (80. Bach)
Schiedsrichter: Athanasios Fasoulas (Ahrbrück)
Zuschauer: 100
Aus Trier-Tarforst berichtete André Mergener






















