Auch im vierten Spiel in Folge blieb Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst ungeschlagen. So erkämpfte sich die junge Truppe um Chef-Trainer Christian Esch am Samstagabend im Verfolger-Duell gegen den TuS Mayen ein starkes 1:1-Unentschieden in sprichwörtlich letzter Minute.
Wenig Chancen & starke Szenen
Wenn der Tabellenvierte den Tabellendritten empfängt ist Spannung vorprogrammiert. So auch am Samstagabend in Trier-Tarforst – wo der dort ansässige FSV einem starken TuS Mayen im kleinen Spitzenspiel bestens Paroli bot. Starke Mittelfeldszenen, harte Zweikämpfe und ein hohes Tempo – bekamen die rund 120 Zuschauer in der Tarforster Arena vor die Linse. Sparsam gingen beide Clubs im ersten Durchgang dagegen mit Torchancen um – hier bekleckerte sich weder Tarforst noch Mayen mit Ruhm. Ruhmreich wurde es dagegen erst kurz vor der Pause (44.) – als Mayens Tim Schneider die 0:1-Führung für sein Team erzielte.
„Unterm Strich wäre zur Halbzeitpause ein torloses Resultat gerecht gewesen. Mein Team agierte im ersten Durchgang stark und zeigte sich vor allem nach Standards sehr gefährlich. Leider fingen wir uns so kurz der Pause das Gegentor – was uns aber auch im zweiten Durchgang nicht aus dem Trott brachte“, bilanzierte Christian Esch den ersten Part des Spiels.
Später Ausgleich dank Taktikfuchs Esch & Joker Galle
Nach Wiederanpfiff passierte zunächst nicht viel. Mayen stark und Tarforst bemüht den Ausgleich zu erzielen. Leider bis dato ohne Erfolg. Hitzig wurde es dagegen erst wieder in den Schlussminuten. Zwanzig Minuten vor Ende sahen die Tarforster ein Mayener Handspiel im Strafraum. Zu Gunsten der Gäste blieb die Pfeife aber lautlos. Kein Handelfmeter – trotz lautstarkem Protest der Hausherren. Jetzt erst recht lautete nun die Marschroute – die Christian Esch als raffinierter Taktikfuchs in den letzten Schlussminuten erfolgreich einläutete. Der 38-Jährige stellte mit einer 3 – 5 – 2 Taktik um auf offensiv. Zudem brachte er den großgewachsenen Verteidiger Philipp Galle ins Spiel und beorderte ihn keck in die Spitze als zweiten Stürmer. Esch hatte mit Galle einen richtigen Riecher – der sich fast zeitgleich mit dem Schlusspfiff als Joker entpuppte und im Anschluss einer Standardsituation den erlösenden 1:1-Ausgleich markierte.
„Mit Philipp Galle habe ich den richtigen Spieler zur richtigen Zeit eingewechselt. Aber dies war nicht der Erfolg von einem einzigen Spieler – sondern unterm Strich der Lohn einer starken Mannschaftsleistung. Mein Team hat gegen einen starken Gegner eine tolle Moral bewiesen sowie mit reichlich Leidenschaft gespielt und am Ende somit auch einen Punkt gerettet. Nun wollen wir diesen Schwung mit ins nächste Spiel nehmen – und schon gleich am Mittwoch im Rheinlandpokal-Achtelfinale gegen Burgbrohl eine ebenso starke Leistung abrufen und einen möglichen Viertelfinal-Einzug perfekt machen“, fügte Christian Esch abschließend hinzu.
Verdacht auf Muskelfaserriss !!! Lukas Herkenroth fällt länger aus
Neben der Freude über den Punktgewinn hinterließ das Match gegen Mayen jedoch auch einen Wermutstropfen. Stürmer Lukas Herkenroth (Bild2 – musste verletzt vom Platz) verletzte sich ohne Fremdeinwirkung schwer und dürfte nun für eine lange Zeit ausfallen. Der Verdacht beruht auf einem Muskelfaserriss. Eine endgültige Diagnose steht aber noch aus.
Trauriger Abschied… – DANKE MARTIN !!!
Ebenso traurig der Abschied von FSV-Eigengewächs Martin Gorges (Bild1 – rotes Trikot) – der im Anschluss des Spiels im kleinen Mannschaftskreis gebührend verabschiedet wurde. Gorges verlässt das Team für zwei Jahre studienbedingt in Richtung Tübingen – wo er seinen Master im Bereich des Sportmanagements absolvieren wird.
Weiter geht es für die Tarforster gleich am kommenden Mittwochabend (12. Oktober) – wenn man zuhause im Rheinlandpokal-Achtelfinale den klassenhöheren Oberligisten SpVgg Burgbrohl empfängt. Anstoß ist um 19:30 Uhr in der autoland-Arena zu Trier-Tarforst. (am)






















