Meist ist das zweite Jahr nach einem Aufstieg das Schwerste. Während man noch im Aufstiegsjahr dank der Euphorie Woche für Woche getragen wird – liegt die Messlatte im darauffolgenden Jahr dagegen deutlich höher. So schreibt es zumindest die Erfahrung im Fußball. Nicht immer trifft diese Regel zu – schon gar nicht am linken Rheinufer, bei der dort angesiedelten SG Andernach. Nach der ersten Saison im Anschluss des sensationellen Aufstiegs packte die SG Andernach um Trainer Franz Kowalski im Vorjahr mit starken fünfzig Punkten auf dem Konto frühzeitig den angepeilten Klassenerhalt.
Heuer, im sprichwörtlich “verflixtem“ zweiten Jahr – ist von Abstiegsangst und dicken Pleiten zumindest bis dato ebenfalls keine Spur. Andernach scheint sich wohl zu fühlen in Liga sechs und fährt auch aktuell im ruhigen Gewässer. Sechzehn Punkte sowie ein Platz im sonnigen Tabellenmittelfeld lautet das Resultat einer bisher entspannten zweiten Rheinlandliga-Odyssee. Momentan jedoch durchlaufen die Bäckerjungen eine kleine wenn auch punktarme Durststrecke. So wanderten aus den letzten fünf Begegnungen nur magere drei Punkte ans linke Rheinufer. Zwei Niederlagen standen hier drei Unentschieden gegenüber.
Positiv auch – die geringe Flukuation vor der Saison. Kowalski kann demnach auch in dieser Rheinlandliga-Runde auf den fast gleichen Kader des Vorjahres bauen. Notiert wurden im Sommer 2016 drei Neuzugänge – im Gegenzug ließ man nur vier Akteure ziehen. Optimistisch auch das von Franz Kowalski ausgerufene Saisonziel. Ein einstelliger Tabellenplatz gilt es zu erreichen – im Vorjahr reichte es immerhin für Platz neun.
Auf den kommenden Gegner aus Trier-Tarforst trafen die Andernacher Bäckerjungen erst zweimal. Ausgeglichen auch die gemeinsame Bilanz. Während der FSV im Vorjahr das Hinspiel mit 3:1 gewann – behielt im Rückspiel Andernach die Nase vorn und siegte am Ende mit 4:3. (am)





















