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Du betrachtest gerade „Müssen wieder füreinander durchs Feuer gehen“

Seit nun mehr als vier Spieltagen in Folge wartet man bei Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst auf einen Sieg. Zwei Remis stehen zwei Niederlagen gegenüber. Spielerisch zudem im Wankel-Bereich zuhause – lässt man die einst starke Leistung im Tarforster Dress derzeit vermissen. Die Stimmung wirkt getrübt, dass Umfeld ratlos. Auch in der Tabelle zeigt die Fieberkurve trotz 41 Punkten nach unten. Was ist bloß los im Trierer Höhenstadtteil? Dieser Fragen wollten wir nachgehen und sprachen mit FSV-Kapitän Sebastian Stüber (Bild rotes Trikot):

Hallo Sebastian! Im KFZ-Bereich würde man sagen der Motor stottert. Im Fußball gibt diesbezüglich mehrere Begriffe. Zwei Niederlagen und zwei Remis in Folge stehen jüngst unterm Strich. Spielerisch ausbaufähig, lässt euer Team momentan so einiges vermissen. Wie bilanzierst du als Kapitän die letzten Wochen?

Sebastian Stüber: Wenn man aus den letzten vier Spielen von möglichen zwölf Punkten lediglich zwei Zähler einfährt – kann man als Spieler einfach nicht zufrieden sein. Wir hängen deutlich hinter unseren eigentlichen Ansprüchen zurück – dass muss nun jedem Spieler in unseren Farben bewusst werden. Der absolute Tiefpunkt war dann schließlich am letzten Wochenende das Heimspiel gegen Wirges. In meinen Augen als Kapitän ein absoluter Offenbarungseid – besonders was die Einsatzbereitschaft und das spielerische Auftreten des gesamten Teams angeht. Ohne dem Gegner aus Wirges zu nahe treten zu wollen, aber dieses Spiel muss man zuhause einfach gewinnen. Da haben wir als Kollektiv komplett versagt. So darf man nicht auftreten – dass muss jedem von uns jetzt endlich bewusst werden.

Wo siehst du die Gründe jener Flaute und wie ist aktuell die Stimmung im Team?

Sebastian Stüber: Für die Flaute gibt es aus meiner Sicht mehrere Gründe. Auf die verletzungsbedingten Ausfälle möchte ich gar nicht eingehen. Hinter dieser Ausrede sollten wir uns nicht verstecken. Sicherlich fehlt uns der ein oder andere wichtige Spieler, aber wir haben immerhin fünfzehn einsatzfähige Spieler die allesamt für sich einfordern auf dem Platz zu stehen. Was das Spielerische betrifft tun wir uns im Moment enorm schwer Chancen herauszuspielen. Offensiv sind wir derzeit so harmlos wie eigentlich noch nie. Uns fehlen die Ideen im Spiel – denn “Kick-And-Rush-Fußball“ kann und darf nicht unser Anspruch sein. Hinzu kommen dann noch haarsträubende individuelle Fehler im eigenen Defensiv-Bund, die die Gegner praktisch zum Toreschießen einladen. Das müssen wir dringend abstellen. Sollte uns dies nicht gelingen, wird es gegen jeden Gegner schwer zu gewinnen. Das sollten wir spätestens seit dem letzten Samstag gelernt haben. Die Stimmung selbst im Team ist der sportlichen Situation entsprechend. Mit der momentanen Tabellensituation kann keiner zufrieden sein. Aber jetzt in Selbstmitleid zu verfallen ist sicherlich die falsche Reaktion. Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Möglichkeiten diese Saison zu beenden. Die eine ist, dass man die restlichen Spiele einfach abspult und froh ist wenn diese Spielzeit vorüber ist. Die andere Möglichkeit ist jedoch, dass sich jeder einzelne Spieler mal hinterfragt ob seine Einstellung im Spiel und im Training noch stimmt. Denn ich finde, die Einstellung vereinzelter Spieler innerhalb der Mannschaft, war nämlich ab und an nicht mehr der Rheinlandliga würdig. Da lag der Fokus mehr neben statt auf dem Platz und genau das sollte sich ändern. Wir verfolgen alle die gleiche Leidenschaft und tragen alle die gleichen Farben. In meinen Augen ist das eine reine Charakterfrage. Denn diese Mannschaft hat deutlich mehr drauf als nur mal eben ein gutes Spiel abzuliefern.

Was muss geschehen um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren?

Sebastian Stüber: Ales erstes müssen wir wieder dahin kommen, was den FSV jahrelang ausgezeichnet hat. Wir müssen unseren unbändigen Willen wieder wecken, neunzig Minuten Vollgas geben und füreinander durchs Feuer gehen. Genau das habe ich in den letzten Wochen mehr als vermisst. Genau dies muss wieder die Basis unseres Spiels werden. Ferner dürfen Einzelschicksale keine Rolle mehr spielen. Wer sich dem Erfolg dieser tollen Mannschaft nicht unterordnet – ist in meinen Augen hier fehl am Platz. Was das Spielerische betrifft, müssen wir einfach im Training Vollgas geben und diverse Übungen bis zum Erbrechen einstudieren. Das wird sicherlich nicht von heute auf morgen alles wieder funktionieren. Aber um da die Leichtigkeit vergangener Tage wieder zu erreichen, ist nun auch das Trainerteam gefordert.

Okay Sebastian, ich danke dir für diese deutlichen Worte und wünsche dir und deiner Mannschaft wieder baldigen Erfolg!

Sebastian Stüber: Danke ebenfalls!

Das Interview wurde geführt von André Mergener

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