180 Kilometer – eine Fernbeziehung und dennoch im Herzen und in der Sache tief verbunden. Wenn die Spielgemeinschaft aus Neitersen und Altenkirchen und der FSV Trier-Tarforst aufeinandertreffen, ist das mehr als als nur ein Fußballspiel. Inzwischen pflegen beide Clubs eine innige Fan-Freundschaft. Gastfreundlich, gemütlich, sympathisch und meist feuchtfröhlich. Man versteht sich, unterhält sich, freut sich und drückt dem anderen jeweils die Daumen. Doch für neunzig Minuten wird auch einmal die beste Freundschaft auf Eis gelegt. Wenn es um Punkte geht – schenken will man sich ja bekanntlich nichts, liegt der Fokus einzig und alleine auf dem eigenen Erfolg.
Sportlich dagegen läuft es im Westerwald. Nach einer eher turbulenten Vorsaison – hat sich die Elf um Trainer Cornel Hirt im zweiten Rheinlandliga-Jahr in Folge ein wenig eingependelt. Sogar die angestrebten 44 Punkte liegen schon längst auf der Emma. Aktuell führt man 50 Zähler und Platz 10. Stolz, zufrieden und mit breiten Schultern, wird man somit auch diese Saison einmal mehr ohne Abstiegsangst überwinden. Zuletzt durfte man auch wieder jubeln – als man eine Woche nach der deutlichen 1:5-Packung bei der TuS Koblenz II – zuhause gegen den TSV Emmelshausen mit 2:1 gewann.
Doch die Ära Hirt wird im Mai 2017 enden. Schluss – aus vorbei, Cornel Hirt wird die sympathische Spielgemeinschaft verlassen und ab der kommenden Saison den Liga-Konkurrenten aus Mendig trainieren. Auf der Emma folgt anschließend ein Trainergespann. Bekannt und keineswegs fremd, übernehmen Maik Rumpel und Lukas Haubrich künftig die Aufgaben bei der Spielgemeinschaft. Rumpel kam vor elf Jahren nach Neitersen und Altenkirchen wo er als Spielertrainer gleich im ersten Jahr maßgeblich am größten Erfolg der Vereinsgeschichte beteiligt war. Nun kehrt er zurück und möchte gemeinsam mit Lukas Haubrich die alte und ehrwürdige Emma weiter Richtung Erfolg tragen.
Auf den kommenden Gegner aus Trier-Tarforst traf man bislang schon siebenmal. Während der FSV erst zweimal eine Jubeltraube bilden konnte – gelang den Westerwäldern dagegen schon dreimal die volle Punkteausbeute. Zudem notiert die gemeinsame Vita zwei Unentschieden – so auch im Hinspiel, als man damals “Auf der Emma“ nicht über ein 1:1-Remis hinaus kam. (am)





















