Ein gelungener Abschluss trotz klirrender Kälte. Im letzten Testspiel der diesjährigen Wintervorbereitung trotzte Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst dem Südwest Verbandsligisten SC Idar-Oberstein ein starkes 2:2-Unentschieden ab.
Man könnte sagen – die Generalprobe ist geglückt, wenn auch ohne Sieg, dafür mit vielen guten Erkenntnissen. „Ich war mit diesem Testspiel sehr zufrieden. Es war ein gelungener Abschluss unserer Vorbereitung“, war sich auch Chef-Trainer Holger Lemke einig, der an dem Spiel seiner Jungs Gefallen fand, auch wenn wieder viele Leistungsträger im Abschlusstest gegen die Kicker aus der Edelsteinstadt verletzungsbedingt gefehlt haben. „Gegen Idar-Oberstein standen uns lediglich dreizehn Spieler plus zwei Torhüter zur Verfügung“, wirft Lemke wehmütig hinterher.
Und trotzdem machte sein Team gegen eine Top-Mannschaft aus dem Südwesten eine gute Figur. Zwar fand der SC spielerisch den zunächst besseren Start – die erste Chance samt Tor jedoch wanderte auf das Konto des FSV, als Nicola Rigoni im Alleingang nach bereits acht Minuten zur 1:0-Führung ausholte (8.). Im Gegenzug folgte aber auch der schnelle Ausgleich. Nur sieben Minuten später (15.) – als Idar-Oberstein zum 1:1-Ausgleich einschob.
Es entwickelte sich ein offenes Spiel. Munter im Schritt – und kalt der Kunstrasen. Tief durchatmen konnte Tarforst immerhin nach knapp einer halben Stunde – als Idar-Oberstein zur möglichen Führung ansetzte, an FSV-Keeper Johannes München jedoch scheiterte, der die gute Chance der Gäste noch in letzter Sekunde parieren konnte (25.). Zehn Minuten später (35.) durfte aber auch der FSV noch einmal – als Mohammad Rashidi den Ball nur knapp neben das Tor bugsierte.
Aber auch im Verlauf des zweiten Durchgangs konnten die Trierer Höhenkicker gut Schritt halten mit dem Team aus dem Südwesten, dem man noch in der letzten Sommervorbereitung deutlich mit 1:7 unterlag. Von dem damaligen Schützenfest war zumindest bei der Neuauflage in Trier-Tarforst keine Spur. Beide Teams traten ebenbürtig auf – wobei der FSV auch im zweiten Abschnitt des Spiels die besseren Chancen aufs Parkett legte. So versäumte erst Bernhard Heitkötter – der zuvor von Nicola Rigoni über außen bedient wurde, eine mögliche Führung (59.). Anschließend war es Rigoni selbst – der einen Wimpernschlag später das runde Leder knapp über das Tor beförderte (60.). Besser machte es – und das nur fünf Minuten später, Elias Heitkötter – der nach einer starken Vorlage von Nicola Rigoni mit dem 2:1 die erneute Führung für sein Team erzielte (65.). Aber auch hier war die Freude nicht lange von Dauer. Idar-Oberstein glich wieder aus – und das nur zwei Minuten nach dem Heitkötter-Treffer (67.).
Am Ende blieb es beim gerechten 2:2-Unentschieden – auch wenn dem FSV in den Schlussminuten noch einige gute Chancen – darunter auch ein Lattentreffer, durch die Lappen gegangen sind. Die Zufriedenheit war groß – nicht nur bei den knapp 65 Zuschauern, sondern auch beim Trainer selbst, wie Holger Lemke abschließend untermauert: „Wir waren von Anfang an im Spiel und haben unterm Strich auch ein sehr gutes Spiel gemacht. Der Gegner selbst war stark. Für uns war dieses Spiel ein richtiger Härtetest – den wir in meinen Augen aber auch sehr gut geleistet haben.“
Der Test gegen die Edelsteinkicker war die Generalprobe der hiesigen Wintervorbereitung. Noch eine Woche liegt vor der Brust – ehe gegen den SV Mehring am 19. Februar um 17:30 Uhr das erste Pflichtspiel des Jahres auf die Trierer Höhenkicker zurollt. In der finalen Woche – die für den FSV am Montag startet, erfolgt der letzte Feinschliff. Trotz Personalsorgen ist man im Lager des FSV aber gut gestimmt – erfolgreich und mit ganz viel Leidenschaft das Derby gegen Mehring zu bestreiten. Große Hoffnung hat Holger Lemke aber auch – dass der ein oder andere Spieler gegen Mehring dann wieder auflaufen kann. AM
Bilder vom Spiel
(Wolfgang Ziewers)





















