Den Status als zweitschlechteste Defensive der Liga möchte der FC Germania Metternich schnell verlieren. Zweiundfünfzig Gegentore – zu viel für das Germania Herz, soll die Restsaison schließlich besser werden. Die erste „richtige“ Saison nach dem Aufstieg 2020 – zuvor wurden zwei Spielzeiten coronabedingt abgebrochen, könnte weitaus besser laufen. Ein wenig fehlt die Konstanz – wobei die Offensive sich durchaus sehen lassen kann. Hier pflegt man nämlich den Namen des bisher bestens Sturms, der mit aktuell neunundvierzig erzielten Toren mehr als aussagekräftig in Richtung des Gegners schallt. In der Tabelle selbst platziert man nur den zehnten Rang – gefolgt von sechsundzwanzig Punkten.
Trainer Patrick Kühenreich verfügt über ein junges und starkes Team. Eine gute Moral und Kampfgeist obendrein – bekamen auch die Kicker des FSV Trier-Tarforst den eisernen Willen der Germania schon zu spüren, als man sich damals im Hinspiel nach einem harten Kampf mit einem 2:2-Remis trennte. Eine frühe Tarforster Führung dank Nico Neumann nach bereits zwei Minuten – wurde kurz vor der Pause durch Metternich egalisiert. Die zweite Führung des FSV – dieses Mal mit Handschrift Benedikt Decker, fand erneut keinen finalen Jubel, da die Germania wiederum zum Ausgleich einschob.
Unangenehm – quirlig und oftmals auch erfolgreich vor dem Tor. Brandgefährlich und risikofreudig – ist und bleibt aber die Defensive das wohl größte Problem in Metternich. Denn schon gleich im ersten Auftritt des neuen Jahres unterlag man deutlich dem „Nachbarn“ aus Montabaur mit 3:6. Das darauffolgende Spiel ging siegreich an die Germania – die zuhause über Neitersen mit 2:1 gewann. Jüngst jedoch zahlte man wieder bitteres Lehrgeld – als man bei der SG Ellscheid mit 1:3 unterlag.
Die Vorzeichen stehen also nicht wirklich auf Besserung. Auch wenn der Kampfgeist mehr als geweckt ist – sucht man weiterhin die Konstanz. Am Sonntag – im Heimspiel gegen den FSV Trier-Tarforst, möchte man schließlich nicht nur zünden, sondern auch seinen Namen als stärksten Sturm einmal mehr untermauern. Konnte man sich im Hinspiel noch einst die Punkte teilen – würde die Germania den Dreier im Rückspiel doch dieses Mal gerne in Metternich halten. AM





















