Für die Germania aus Metternich stehen harte Zeiten bevor. Sportlich noch weit hinter den eigenen Erwartungen – stottert auch nach Abschluss des neunten Spieltags der blaue-weiße Motor an vielen Ecken. Besonders defensiv noch zu löchrig – immerhin zählt man schon zweiundzwanzig Gegentore, muss der Trend für die Elf um Trainer Patrick Kühnreich schnell wieder nach oben gehen, um nicht noch tiefer in die Abstiegszone zu geraten. Aktuell schreibt man zehn Punkte und Platz dreizehn.
Sportlich könnte es nach fünf Niederlagen – zwei Unentschieden und erst drei Siegen deutlich besser laufen. Oft zu unsicher – ein fehlender Mut samt Konzentration. Ein einstelliger Tabellenplatz dürfte das diesjährige Saisonziel krönen – schloss man die Vorsaison immerhin als Tabellenelfter ab. Die Wende muss her – schnell, erfolgreich und wenn möglich mit weniger Gegentoren. Ein trüber Auftakt für die jungen „Germanen“ – die es letztendlich in den Folgespielen richten sollen. Mut dürfte dagegen der letzte Auftritt machen – als man in Ellscheid mit 5:0 gewann. Ein Lichtblick – ein Anfang und die mögliche Wende mit Blick nach oben? Kein Gegentor – dass eigene Torkonto stark ausgebaut, soll der positive Trend schließlich auch am kommenden Samstag anhalten, wenn die Mannen um Trainer Patrick Kühnreich einen momentan auswärts schwächelnden FSV Trier-Tarforst empfangen. Und trotzdem dürfte auch diese Hürde für die Germania ein erhöhtes Level darstellen – denn einen Sieg konnten die Koblenzer Vorstädter gegen den FSV noch nie einfahren. Bislang stehen aber auch erst zwei gemeinsame Duelle unterm Strich. Eine noch kleine Bilanz – wo neben einem Tarforster Sieg auch ein Unentschieden den Platz ausfüllt. Das letzte Duell in Metternich gegen Tarforst stand lange auf der Kippe um sich in beide Richtungen zu neigen. Metternich agierte stark – Tarforst tat sich schwer, gewann am Ende aber dann trotzdem dank einem späten Treffer von Nicola Rigoni mit 1:0.
Die Germania ist auf einem guten Weg – sollte es auch gegen Trier-Tarforst gelingen. Das 5:0 in Ellscheid bestätigen – einige Plätze in der Tabelle gutmachen, und schon könnte der holprige Auftakt schnell wieder ins Vergessen geraten. Metternich kann mehr – und verfügt auch in dieser Saison über einen qualitativ starken Kader und dürfte wohl auch in dieser Runde nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen, sollte man nun schnell zur Konstanz und Stabilität zurückfinden. Patrick Kühnreich selbst ist seit der letzten Saison Trainer der Germanen und beerbte Dominik Treis an der blaue-weißen Seitenlinie. Ein Wunschkandidat mit regionalen Wurzeln – der mit diesem Traditionsverein noch einiges vor hat. „Die Germania ist ein Verein mit großer Tradition – der mittlerweile über eine überragende Infrastruktur verfügt“, ließ Kühnreich damals durchblicken, der mit seiner Elf nun schnell den Weg zum Erfolg zurückfinden möchte. Der Kantersieg über Ellscheid liebäugelt als sportlicher Anfang, möchte man dieses torreichen Ritt nun auch zuhause gegen Trier-Tarforst bestätigen, wo man den FSV zwar mit Respekt, aber ohne Angst empfangen wird. AM





















