Dreizehn Spiele – zwölf Niederlagen und die Sorgen beim TSV Emmelshausen reißen nicht ab. Für den Oberliga-Absteiger stehen die Zeiten auf düster – und das mit einem wehmütigen Blick in Richtung eines erneuten Abstiegs. Vom einst erfolgreichen Fußball ist derweil wenig zu sehen – verloren die Kicker in den letzten Monaten nicht nur jedes Spiel, sondern mussten auch vor der Saison reichlich Qualität ziehen lassen. So standen gleich zwölf Abgänge – also praktisch eine halbe Mannschaft, geschrieben. Im Gegenzug verpflichtete man aber auch zwölf Neue – fünf davon aus der eigenen Reserve bzw. Jugend. Auch Trainer Julian Feit kehrte dem TSV den Rücken zu – für ihn steht nun Nicolai Foroutan an der Seitenlinie. Ein gigantischer Umbruch – der bei den Rhein-Hunsrücker nicht spurlos vorüber ging.
Ein Wunder – oder besser ausgedrückt, die große Wende muss her, möchte man nicht komplett den Anschluss zum rettenden Ufer verlieren. Bei gerade einmal sieben erzielten Toren – und schon dreißig Gegentreffern, keine leichte Aufgabe, die Foroutan mit seinem Team zu bewältigen hat. Dabei war aber nicht immer alles düster und schlecht. In vielen Spielen konnte man gut mithalten – einige Chancen verbuchen und fast zum Erfolg finden. Oftmals ging man nur knapp als Verlierer vom Platz. Spiele die Mut und Hoffnung machen – ist das Selbstvertrauen jedoch stark der Schwerkraft gebeugt, auch nach dem jüngsten und ersten Erfolg dieser Saison, den man am letzten Wochenende im Kellerduell gegen Ellscheid mit einem 3:1-Sieg für sich entscheiden konnte. Der Anfang Richtung Wende – oder doch nur eine Momentaufnahme gegen eine ebenfalls akut abstiegsbedrohte Elf? Die nächsten Spiele werden es zeigen wohin die Reise des TSV gehen wird. Schwere Hürden – und eine wacklige Elf, empfängt man am kommenden Samstag mit dem FSV Trier-Tarforst nun die nächste schwere Kost in dieser Runde.
Insgesamt standen sich beide Clubs schon zehnmal gegenüber. Vier Siege für den FSV – drei Unentschieden und drei Siege für den TSV, schreiben die gemeinsame Vita beider Teams. Noch ist in Emmelshausen aber nichts verloren. Der Kampfgeist – gerade nach dem jüngsten Erfolg gegen Ellscheid aufs Neue geweckt, könnte auch gegen Trier-Tarforst eine Überraschung gelingen. Gerade auswärts bewiesen die Tarforster nämlich mit erst vier erzielten Punkten nur eine magere Ausbeute – trägt der TSV somit reichlich Hoffnung und Mut in dieses Spiel, dass schwer, aber nicht unlösbar für den Vorletzten ist. In diesem Spiel kann die Elf aus Emmelshausen nur gewinnen – die trotz eines schweren Umbruchs und reichlich Pleiten, sportlich, zumindest nach dem Ellscheid-Erfolg, auf einem guten Weg ist. Denn vieles läuft gut – oftmals fehlte nur das berühmte Quäntchen Glück. AM






















