Die Jugendarbeit beim FSV Trier-Tarforst blüht und gedeiht. Starke Jahrgänge werden geboren – talentierte Spieler geformt, die langsam und gezielt auf den Seniorenbereich vorbeireitet werden. Auch in der letzten Saison konnten starke Ziele der Tarforster Nachwuchsschmiede erreicht werden. Wir sprachen mit Jugendleiter Steffen Hilmer über die letzten Wochen und Monate – und blickten mit ihm auch auf die kommende Spielzeit.
Hallo Steffen! Unsere Nachwuchsschmiede blickt auf eine sehr erfolgreiche letzte Saison zurück – in der nicht nur die B1 Großes erreichen konnte, sondern auch andere Teams. Mit welchen Gefühlen blickst du zurück?
Steffen Hilmer: Mit Stolz auf das – was wir mit allen Beteiligten in der Jugendabteilung geleistet haben. Es sind nicht nur die tabellarischen Erfolge – die wir in den Fokus stellen müssen. Klar – fällt der Erfolg dann deutlicher auf. Unsere D1 hat in der Bezirksliga ungeschlagen die Meisterschaft geholt – die B1 einen überragenden Erfolg mit dem Aufstieg erreicht, dass sind tabellarische Erfolge, die nach außen wirken. Unsere A-Jugend hat eine mega Vernetzung zum Herrenbereich erreicht und dadurch die individuelle Förderung auf ein neues Level gehoben. Die B2 hat eine Top-Saison in der Bezirksliga gespielt und auch hier erneut eine super Vernetzung zur B1 geschaffen – die C1 hat nach anfänglichen Schwierigkeiten einen super Lauf im Jahr 2023 gehabt, gekrönt mit dem frühzeitigen Klassenerhalt in der Rheinlandliga. Unsere E1 spielte in der Kreismeisterstaffel gegen Top-Teams aus der Stadt und schlug sich hier richtig gut. Die Entwicklung der Spieler in allen Altersstufen steht im Vordergrund und hier können wir schon stolz auf die Entwicklung der Spieler sein. Und nicht zu vergessen sind unsere E-Mädchen, die stetig wachsen und ebenfalls eine sehr tolle Entwicklung nehmen. An dieser Stelle muss ich allen Trainerinnen und Trainern für die geleistete und extrem aufwändige Arbeit danken. Ohne die ehrenamtliche Arbeit können wir nicht funktionieren.
Man sieht stetig eine Entwicklung – angefangen bei den ganz Kleinen, bis hinauf zur A-Jugend. Was ist aktuell der Schlüssel zum Erfolg?
Steffen Hilmer: Wir gehen positiv mit unseren Herausforderungen um und versuchen das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen. Wir suchen keine Ausreden und gehen auch kritisch mit uns um. Wir wollen uns alle verbessern – ganz oben im Verein aber eben auch jede Trainerin und jeder Trainer und eben auch jede Spielerin und jeder Spieler. Das ganze gepaart mit einem guten Zusammenhalt, Austausch und einer Menge Spaß ist ein gutes Grundrezept.
Welche Herausforderungen im Jugendbereich siehst du mit Blick auf die kommende Saison?
Steffen Hilmer: Die B-Jugend-Regionalliga wird eine Herausforderung – der wir uns mit Freude stellen, genauso die D-Jugend-Rheinlandliga. Grundsätzlich wird es wieder kein Selbstläufer – dass hohe Level, dass wir inzwischen haben, zu halten. Den Anforderungen und Ansprüchen Gerecht zu werden – gerade im Winter mit nur einem Kunstrasen und dem Kleinspielfeld, wird sportlich eine Challenge, die es aber zu meistern gilt. Wir freuen uns alle auf diese Herausforderungen – die wir wieder gemeinsam meistern werden.
Zudem warten viele Highlights auf die Spieler und Zuschauer. Neben der B1 – die in der kommenden Runde in der Regionalliga gegen namhafte Clubs ran müssen, dürfte es aber auch bei anderen Teams richtig spannend werden. Wie sehr freust du dich auf die kommende Spielzeit – und wo liegen die Ziele beim FSV-Nachwuchs?
Steffen Hilmer: Wir freuen uns alle sehr auf die neue Saison – insbesondere, weil wir in den letzten Jahren ein gutes und stabiles Fundament aufgebaut haben. Wir möchten auch im nächsten Jahr allen Spielerinnen und Spielern eine gute Ausbildung nicht nur im Fußball bieten. Wir bilden Spieler aus und betreiben einen großen Aufwand in allen Altersstufen – für diesen möchten wir uns in der kommenden Saison mit einer positive Grundstimmung mit erneut tollen Erfolgen belohnen. Das Wir-Gefühl im Verein soll gesteigert werden und der Stolz der Spieler – beim FSV zu spielen, soll weiter steigen.
Während die B1 den Aufstieg gepackt hat – und auch die A-Jugend fast eine Liga höher hätte spielen können, am Ende sprang nur Platz zwei heraus, konnte auch die C1 jüngst dank einem starken Endspurt die Klasse in ihrer Liga halten. Wie schwer wird für die jeweiligen Teams die kommende Saison – insbesondere bei der B1, auf die wohl eine richtig schwere Aufgabe warten dürfte?
Steffen Hilmer: Die C1 wird mit vielen Spielern im jüngeren Jahrgang agieren – was es nicht einfach macht. Aber die sportliche Qualität und auch die Ausbildung durch das Trainerteam wird am Ende dafür sorgen, dass das Team eine äußerst positive Saison spielen wird. Die B1 wird sich dem Abenteuer Regionalliga stellen und mit einer guten Moral und sportlicher Qualität angehen. Hier wollen wir auf jeden Fall eine gute Rolle spielen und uns nicht unter Wert verkaufen, auch wenn es einige sehr große Herausforderungen geben wird. Für die A1 sollte auf jeden Fall das Erreichen der Meisterrunde das klare Ziel sein und hier dann möglichst lange oben mitzuspielen. Auch mit unserer B2 und A2 in der Bezirksliga möchten wir nichts mit der unteren Tabellenregion zu tun haben und einen guten Unterbau für die Leistungsmannschaften darstellen. In der D-Jugend möchten wir den Spielern eine gute Grundlagenausbildung bieten und die individuellen Fähigkeiten jedes Spielers steigern, unabhängig von Ergebnissen. Gleiches gilt ungemein für unsere E- und F-Jugend. Sportlicher Ehrgeiz ist wichtig, aber dieser sollte sich nicht an Ergebnissen orientieren. Siege und Niederlagen gehören dazu, sollten aber niemals der Gradmesser sein. Das sollten die Kinder früh lernen.
Ziel des Vereins ist es – stetig junge Talente an den Seniorenbereich heran zu führen. Wie gut ist dem FSV dies heuer gelungen – bzw. wie viele Spieler werden künftig auf Seniorenebene spielen?
Steffen Hilmer: Wenn man sich das Durchschnittsalter in den Spielen der zweiten Mannschaft anschaut, kann man sagen, dass es uns gelungen ist. Auch stand heute gibt es bei den A-Jugendlichen, die in den Herrenbereich kommen, keine Abgänge. Dies kann sich studienbedingt jedoch zum Oktober noch ändern. Es läuft bei weitem noch nicht alles so, wie es sein sollte. Wir sind aber auf einem guten Weg, auf dem aber auch wir als Verein weiter lernen und jedes Jahr neu reflektieren und unsere Rückschlüsse ziehen. Wichtig ist es, dass auf allen Ebenen die Bedeutung der Jugend bewusst und präsent ist. Wir bauen in der nächsten Saison bewusst Spieler aus unserer A-Jugend auch direkt in die Erste Mannschaft ein, das ist ein gutes Zeichen. Weiter werden wir auch die Durchlässigkeit zwischen der zweiten und ersten Mannschaft forcieren, denn der Sprung von der A-Jugend zu den Senioren, insbesondere in die Rheinlandliga, ist enorm und nicht mal eben so zu erledigen. Hier ist eine insgesamt positive Tendenz zu erkennen und auch bei den jungen Spielern eine gute Einordnung in genau diesem Übergangsbereich zu erkennen.
Okay Steffen – ich danke dir für das Interview und wünsche dir weiterhin eine erfolgreiche Arbeit in unserer Jugendschmiede!
Seffen Hilmer: Danke!
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