Irgendwie ist der Puls schon jetzt auf Betriebstemperatur – und das nur gedanklich mit Blick auf den bevorstehenden Saisonauftakt. Noch alle haben den finalen Jubel bestens in Erinnerung – als man nach einem starken 1:0 über Andernach den großen Sprung in die Regionalliga gepackt hat. Als wäre es gestern erst gewesen – zumindest gefühlsmäßig. Auch Wochen und Monate danach – gleicht dieser geschichtsträchtige Streich immer noch einem großen Traum, der zwar Realität wurde, aber irgendwie doch einem verschwommen erscheint.
Die kurze Sommerpause galt der Verarbeitung. Schwer zu fassen – und dennoch geschehen, spielt die B1 künftig Regionalliga. Die Jungs um Trainer Mats Rambusch und Rene Juchmes haben es nach einer starken Saison gepackt – und dürfen sich nun künftig mit den großen Clubs messen. Zum Start empfangen die Trierer Höhenkicker am ersten September-Wochenende den 1. FSV Mainz 05 II – am zweiten Spieltag geht es dann zur Wormatia aus Worms.
Stolz – pure Freude, aber auch ein riesengroßer Respekt, möchte man nun die schwere Mission in dieser stark besetzten Liga angehen. Konzentriert und fleißig durchlaufen die Tarforster dagegen die hiesige Sommervorbereitung. Viele Ziele – viele Gedanken und ein Kollektiv, dass bereit und fit genug ist, diese große Hürde zu stemmen.

Große Anspannung spürt man im Lager der B1 aber noch nicht. Auch nicht am Montagabend– wo Rambusch und Juchmes eine weitere Einheit mit den Jungs absolviert haben. Eine kurze aber detaillierte Analyse vorab – anschließend ein lockeres aber intensives Training. Schon jetzt sieht vieles gut aus – auch wenn noch eine Menge Arbeit im Raum steht. Die Zufriedenheit genießt jedoch große Wellen – sieht Rambusch seine Elf auf einem sehr guten Weg, wie der Jung-Coach optimistisch bekundet: „Ich blicke auf den bisherigen Verlauf unserer Vorbereitung sehr positiv. Trotz anfänglichen Startschwierigkeiten – bedingt durch die Integration der Neuen und das Anheben der eigenen Fitness, konnten wir uns stetig steigern und auch die Integration vieler neuer Spieler bestens vorantreiben. Aktuell befindet sich meine Elf in einem sehr guten Zustand – man könnte sagen wir sind voll im Soll. Gute Trainingsbeteiligungen – alle ziehen bestens mit und auch die Motivation ist riesig. Es macht Spaß – und wir freuen uns alle sehr auf diese aufregende Saison.“
Seine Worte sind klar und deutlich – seine Ziele realistisch. Mats Rambusch schwört seine Jungs nicht nur sportlich, sondern auch mental ein, wie er weiter ausführt: „Eine große Anspannung oder Aufregung ist derzeit nicht zu spüren. Meine Jungs absolvieren die Sommervorbereitung relativ locker. Natürlich versprühen wir jetzt schon reichlich Respekt mit Blick auf die kommende Runde – dennoch kennen wir auch unsere Qualitäten, um gegen starke Mannschaften gut mithalten zu können.“
Vor der B1 liegen schließlich nur noch wenige Wochen – bis endlich der Startschuss in der Regionalliga ertönt. Wochen – in denen man nochmals Vollgas geben möchte, und kleinere Fehler beseitigen will. „Luft nach oben gibt es immer. Sicherlich sind wir sportlich und was den Teamspirit betrifft – schon sehr weit. Dennoch liegt noch einiges an Arbeit vor uns. Wir gehen in den sogenannten Feinschliff über“, untermauert Rambusch folgend.

Eine Saison – die wohl einiges an Hürden mit sich bringen dürfte. Schwere und namhafte Gegner – weitere Fahrten und mittendrin statt nur dabei, der FSV Trier-Tarforst. „Ich denke was für uns über allem steht – es wird auf jeden Fall eine unvergessliche Saison werden, und das unabhängig vom sportlichen Ausgang. Regionalliga gab es noch nie für Tarforst – von daher steuern wir schon auf etwas sehr Besonderes zu. Es wird eine Zeit des Lernens werden – wo jeder einzelne Spieler auch seine persönliche Entwicklung finden wird. Unser Ziel ist zweifelsfrei der Klassenerhalt. Es wird schwer – aber keineswegs unlösbar. Wir wollen alles reinhauen und unser Bestmögliches geben“, fügt der Jung-Coach abschließend hinzu.
Und so folgen noch zahlreiche weitere Trainingseinheiten – ehe Anfang September der finale Startschuss in die Saison ertönt. Nach zwei Wochen Trainingspause – nahmen die Schützlinge der B1 schließlich das Training wieder am 07. August auf. Zuhause pflegten die Jungs individuelle Trainingspläne. Hausaufgaben getreu der Fitness – dürfte man wohl aber auch diese kleinere Pause bestens genutzt haben, um sportlich weiter in der Gunst zu steigen. Die Freude auf das was kommt ist riesig – ebenso der Stolz auf das was man bezüglich des Aufstiegs erleben durfte. Erinnerungen die gefallen – und wohl keiner mehr vergessen wird. Die B1 marschiert Richtung „Abenteuer“ – dass man mit Leistung, Spaß und dem nötigen Respekt letztendlich gut stemmen möchte. AM

































