Die Nachwehen fernab der Hessenstraße halten an – auch wenige Tage nach der düsteren 1:4-Pleite beim Tabellenschlusslicht FC HWW Niederroßbach. Der Stachel sitzt tief – der Abstiegskampf wird brutaler, empfangen die Trierer Höhenkicker nun am kommenden Samstag (13. April) um 17:30 Uhr den Tabellenneunten SG 99 Andernach (Rasenplatz).
Stets bemüht ist halb verloren – so oder so etwa fühlte sich die zurückliegende Pleite an der Hessenstraße an, wo die Tarforster vom Tabellenletzten sportlich vorgeführt wurden. „Uns hat man allen nach dem Spiel die Enttäuschung angesehen. Es war extrem bitter. Eine gründliche Selbstkritik folgte – ebenso die Tatsache, dass wir uns voll und ganz dem Spiel gegen Andernach widmen. Diese Niederlage haben wir somit abhakt und wollen schon gleich am Samstag zuhause gegen Andernach eine brutale Reaktion zeigen“, betont Chef-Trainer Holger Lemke.
Andernach selbst kommt als Neunter mit einer überschaubaren Portion Druck auf den Trierer Berg. Die letzten vier Partien allesamt ohne Niederlage bestritten – sammelten die Bäckerjungen immerhin nach zwei Remis und zwei Siegen acht wichtige Punkte und markieren momentan mit 38 Zählern den neunten Platz der Rheinlandliga. Anfällig dürfte allerdings die Andernacher Defensive sein – die bislang schon 78 Gegentore aufweist und folgend auch die momentan zweitschlechteste Abwehr der Liga einnimmt. „Wir spielen zuhause und wollen somit auch dieses Spiel mit aller Macht gewinnen“, setzt Lemke überzeugend nach, der die SG 99 aber dennoch als schwieriges Gegenüber betrachtet, wie er weiter ausführt: „Andernach ist immer eine sehr ungemütliche Mannschaft. Sie haben sich in der Vergangenheit personell ein wenig verändert und präsentieren sich als eine sehr robuste und kämpfende Truppe. Besonders was Standards betrifft – gilt bei dieser Elf größte Vorsicht.“
Wie gefährlich die Bäckerjungen sein können bekam der FSV schon einst im Hinspiel zu spüren – als man damals am linken Rheinufer deutlich mit 2:4 unterlag. In der Gesamtvita jedoch pflegen die Tarforster einen leichten Vorteil – die aus bisher insgesamt fünfzehn gemeinsamen Pflichtspielen achtmal als Sieger hervorgingen. Zwei Unentschieden und fünf Siege für Andernach stehen außerdem zu Buche. Auch sagt die Vita aus – dass Andernach in jenen Spielen noch nie auf Tarforster Boden gewinnen konnte. Ein gutes Omen – dass Holger Lemke mit seiner Elf auch am kommenden Samstag gerne fortsetzen möchte, wie er abschließend untermauert: „Bisher sahen unsere Spiele zuhause gegen Andernach immerhin gut aus. Diese Elf konnte uns noch nie auf heimischen Boden schlagen. Das macht uns sehr viel Mut und bringt uns Selbstvertrauen für Samstag, wo wir mit einem starken Fußball überzeugen wollen. Wir müssen einfach unsere Fehler – die jedem meiner Spieler bewusst sind, abstellen und unsere geballte Qualität entfalten. Gelingt uns das – werden wir am Samstag einen Dreier in eigener Festung einfahren.“
Personell liegt zudem Entspannung in der Luft. So muss der Liga-Dino von der Trierer Höhe mit Ammar Cisse – Jeremy Kaiser und mit Nathan Benndorf nur auf drei Spieler verzichten. AM























