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Du betrachtest gerade Wie alles begann und niemals enden soll

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Für Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst ist die Rheinlandliga mittlerweile ein festes Zuhause geworden. Einst aus der A-Liga mit einem zweifachen Durchmarsch 2010 aufgestiegen – spielt man aktuell in der vierzehnten Saison in Folge. 14 Jahre Rheinlandliga – der Liga-Dino von der Trierer Höhe ist kaum noch wegzudenken, steht jene Klasse aktuell aber wieder ganz bitter auf dem Spiel.

Wir verlassen das Jahr 2024 und begeben uns auf eine lange Reise zurück ins Jahr 2008 – genauer gesagt in die Saison 2008/2009. Der FSV Trier-Tarforst mutierte unlängst zu einer festen Größe in der Kreisliga-A Trier/Saarburg – spielte man in dieser Runde aber einen ganz besonders starken Fußball und ließ sämtliche Konkurrenz im Schatten verdunsten. Die frühzeitige Meisterschaft mit am Ende starken 59 Punkten war schon sicher und wurde spätestens am letzten Spieltag nach einem 2:2-Remis beim SV Pölich-Schleich mit reichlich Sekt begossen. Der Aufstieg in die Bezirksliga-West war perfekt – allen voran mit Meistertrainer Dirk Fengler, der beim FSV längst als Stratege mit harter Gangart gefeiert wurde.

Seine Arbeit hinterließ Spuren – auch wenn sich der Ton oftmals rau und hart anhörte. Die Spieler hatten Respekt – zeigten reichlich Zufriedenheit und münzten diese schließlich auf dem Platz in Erfolg um.
Denn auch im darauffolgenden Aufstiegsjahr – noch immer hielt Fengler die Zügel in den Händen, spielten die Trierer Höhenkicker eine beachtliche Saison in Deutschlands zweithöchster Verbandsklasse. Das Ziel war damals klar – den direkten Wiederabstieg mit aller Macht vereiteln. Doch vor dieser möglichen Tristesse war der FSV meilenweit entfernt. Der Blick ging stattdessen nach oben – und das über einen längeren Zeitraum. Nach der Winterpause vermuteten Kritiker jedoch einen Einbruch – schon oft gesehen bei noch euphorischen Aufsteigern. Doch auch dieses Szenario blieb den Tarforstern erspart. Statt einem Einbruch im sportlichen Sinne – stürmte der FSV auch nach der winterlichen Abstinenz allen davon und lieferte sich gemeinsam mit der Mosella aus Schweich ein bis zum letzten Spieltag stattfindendes Kopf an Kopf Rennen der besonderen Art. Das beste Heimteam der Liga aus Tarforst – gegen das beste Auswärtsteam der Liga aus Schweich. Für den Thron reichte es jedoch nicht. Am Ende sprang ein starker zweiter Rang heraus und die damit verbundene Relegationsrunde im Kampf und einen möglichen Aufstieg in die Rheinlandliga. Die beste Ausgangsposition – den Traum eines lupenreinen Durchmarsches zu verwirklichen, hatte letztendlich der FSV Trier-Tarforst, der zunächst zum Auftakt im Rahmen der Relegation gegen Metternich mit 3:2 und anschließend mit 3:0 gegen Hundsangen gewonnen hat. Zum letzten Spiel des Viererkampfs musste der FSV nach Neitersen. Auf der Emma – so heißt der damalige Hart- und heutige Kunstrasenplatz der Westerwälder, wollte man das heimische Sommermärchen küren. Der Kader war bereit und voller Euphorie – konnte man sich schließlich auch in diesem Unterfangen sicher behaupten und nach einem torlosen Unentschieden den Aufstieg in die Fußball-Rheinlandliga perfekt machen. Es folgte Party – ein Autokorso und eine unvergessliche Nacht mit einer Mannschaft, der wir bis heute noch tief verbunden sind.

Aber auch die erste Rheinlandliga-Saison in der Geschichte des FSV konnte sich sehen lassen. Noch von reichlich Euphorie getragen – durchlief man schließlich mit einem breiten Grinsen zahlreiche Spieltage und landete am Ende als Aufsteiger auf einem starken fünften Tabellenplatz. Es folgten weitere gute – aber auch schwierige Jahre, in denen man aber immer sportlich auf einem Level mithalten konnte. Spieler mit Charakter untermalten zudem immer wieder die Stärke des FSV in der Rheinlandliga.

Heuer spielen die Kicker vom Trierer Berg im vierzehnten Jahr – zuvor hagelte ein gewaltiger Umbruch auf die Höhenkicker nieder. Viele Leistungsträger kehrten dem Verein den Rücken zu – die Schwere der aktuellen Runde war schließlich geboren. Jeder wusste das es schwer werden würde. An ein Wunder glaubte wohl keiner. Der Blick richtete sich nach unten – wo Tarforst auch aktuell mit allen Kräften verweilt. Oftmals ist es nur eine reine Kopfsache – denn auch der aktuelle Kader bringt genügend Qualität mit sich, um einmal mehr diese Klasse zu halten. Schwer ja – unmöglich nein! Noch haben es die Kicker um Chef-Trainer Holger Lemke selbst in den Händen das große Märchen Rheinlandliga fortzusetzen. 15 Jahre in Serie wären schön – steht aber auch im Gegenzug ein Abstieg im Raum. Momentan führen die Kicker aus dem Trierer Höhenstadtteil 31 Punkte und rangieren noch auf dem ersten Nichtabstiegsplatz dieser Liga. Der Abstand nach unten mittlerweile klein bis dünn – müssen somit dringend Punkte her, um den Tarforster Traum nicht platzen zu lassen. Die letzten beiden Spiele auswärts in Niederroßbach (1:4) und zuhause gegen Andernach (1:8) waren denkwürdig und machten sprachlos zugleich – doch sollte man auch nach solchen negativen Erfahrungen niemals den Kopf endgültig in den Sand stecken. Die Truppe ist stark und bewies in der aktuellen Runde schon oft das man durchaus mit den Großen der Rheinlandliga-Zunft mithalten kann. Der Glaube an sich selbst versetzt bekanntlich Berge. Raus aus dem Tief – hinein ins Hoch. Punkte müssen her – auch bei den noch bevorstehenden schweren Aufgaben, die im April und Mai auf den FSV warten. Denn in Tarforst möchte man schließlich auch weiterhin das Rheinlandliga-Herz schlagen hören – auch wenn es in jener Phase ein wenig kränkelt und stolpert. AM

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