Trotz starker Leistung und einer Reaktion einer gewünschten Moral – unterlag Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst am späten Sonntagnachmittag auswärts dem TuS Kirchberg knapp mit 2:3. Ferner war es die vierte Niederlage in Folge für den abstiegsbedrohten FSV, der in der ältesten Stadt des Hunsrück an der Seitenlinie von Co-Trainer Patrik Kasel, Team-Manager Sven Haubrich und Torwart-Trainer Johannes München interimsweise geleitet wurde.
Ein „lustlos“ gab es im Schatten des Wasserturms nicht. Es wurde gekämpft und geackert. Trotz einem miesem Spätwinter mit Hagel und einer ziemlich kalten Temperatur – bewiesen die Jungs von der Trierer Höhe Klasse und gingen somit auch schon bereits nach neun Minuten in Führung, als Florian Weirich im Anschluss einer Ecke und einer starken Ball-Verlängerung von Maximilian Hoffmann mit einem Drehschuss zum 1:0 vollstrecken konnte (9.). Der Kampf des FSV war sichtbar – und das trotz Kälte, hielt man sich Kirchberg zunächst erfolgreich vom Leib. Erst nach einer guten halben Stunde glichen die Hausherren zum 1:1 aus (34.). Zuvor schickte der TuS einen Kopfball direkt an die Latte – anschließend diente Florian Daum als Nutznießer, der den Ball aus kurzer Distanz nur noch locker zum Ausgleich ins Tor unterbringen musste. Doch Tarforst gab prompt die Antwort. Eiskalt – so wie man die Höhenkicker kennt, brachte Elias Heitkötter den Rheinlandliga-Dino erneut in Führung, nachdem er zuvor klasse von Noah Schuch über die Außenbahn bedient wurde (38.). Das 2:1 war perfekt – jedoch hielt die Freude nicht lang, da Kirchberg fast zeitgleich mit dem Pausenpfiff nach einem Eckball dank Jannik Auler erneut in Richtung des 2:2 ausgleichen konnte (45.).
Nach der Pause kam der Oberliga-Absteiger nun ein wenig besser ins Rollen. Spielerisch dominierte nun Kirchberg an vielen Ecken des Platzes – tat sich aber dennoch schwer durch ein enges Tarforster Abwehrbollwerk zu kommen. Bitter wurde es auch wieder zwanzig Minuten vor Schluss – als der Platzhirsch einen Tarforster Abwehrfehler keck ausnutzte, sodass Dennis Schröder mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 3:2 für den TuS aufdrehen konnte (70.). Es war ein Wendepunkt des Spiels. Tarforst geriet nun immer öfter in große Bedrängnis – hielt aber dennoch mit Kampf und Leidenschaft dem Gegner stand. In den letzten Minuten versuchte man alles auf Biegen und Brechen doch noch den Ausgleich zu erzielen. Verdient hätten die Tarforster ihn allemal – da der Kampf und der Wille trotz der knappen Niederlage zu jeder Zeit im Schatten des Wasserturms zu sehen war. „Ich bin natürlich sehr enttäuscht – da hier und heute etwas möglich gewesen wäre. Wir haben zweimal geführt – und zweimal lassen wir uns diesen Vorsprung dann wieder vom Brot nehmen. Moralisch haben unsere Jungs aber dennoch eine Reaktion gezeigt und fußballerisch bewiesen, dass es was den Kampf und den Willen betrifft, in die richtige Richtung geht“, betont Co- und Interimstrainer Patrik Kasel nach Spielende, dessen Mannschaft nun weiterhin mit 31 Punkten Platz vierzehn der Rheinlandliga markiert. Weiter geht es nun am Samstag in einer Woche (27. April) – wenn man dann um 17:30 Uhr in einem Heimspiel den Ahrweiler BC empfängt. AM
Spiel-Infos
So spielte der FSV Trier-Tarforst: M. Neumann – Quint – Hoffmann (90. Clement) – Schmitt – Schuch (62. Böhme) – Herrig – Arnold – N. Neumann – Heitkötter – Kiesewetter – Weirich
Tore: 1:0 (9. Weirich) – 1:1 (34. Daum) – 2:1 (38. Heitkötter) – 2:2 (45. Auler) – 2:3 (70. Schröder)
Schiedsrichterin: Naemi Breier
Zuschauer: 110






























