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Den Gastgebern aus Kirchberg reichte am Ende eine nur mäßige Leistung – um den wertvollen Dreier im Hunsrück zu halten. Unterm Strich grüßte mit knirschenden Zähnen ein 2:3 aus Sicht des FSV, der im Schatten des Wasserturms dann doch die ein oder andere Träne in der ältesten Stadt des Hunsrück zurückließ.
 
Während man im Pokal weiterhin im Gleichschritt kickt – geht das Trübsal auf Ligaebene dagegen weiter. Ein trauriger Abend in Kirchberg – hatte man sich gerade für dieses so enorm wichtige Spiel einiges vorgenommen. Sich absetzen von unten war das große Ziel – stattdessen steckt man weiter tief im Tabellenkeller der Fußball-Rheinlandliga fest.
 
Sportlich ging die Reise in Kirchberg für Tarforst schon ziemlich mies los. Gerade einmal eine Minute war gespielt – wo der heimische TuS die Führung markierte, als Florian Daum nach einem guten Freistoß via Kopf die Tarforster Elf schon früh in Schockstarre versetzte (1.). Daum konnte zu frei agieren – eine richtige Manndeckung suchte man vergeblich. Die Blitzführung für Kirchberg somit verdient. Trotz Rückstand kämpfte Tarforst aber um jeden Meter des Platzes. Zwar häuften sich viele Fehler in Pässen und Abstimmung – die gute Moral war den Gästen vom Trierer Berg aber nicht mehr zu nehmen. Spielerisch hatten die „Rothosen“ die Feldüberlegenheit im Visier. Kirchberg agierte bislang eher harmlos – außer bei Standards, da galt große Vorsicht im Tarforster Bund. Obwohl es fußballerisch augenscheinlich aus Sicht des FSV gut aussah – fehlten den Tarforstern die guten Ideen. Stattdessen – und das fast wie aus dem Nichts – erhöhte Kirchberg kurz vor der Pause sogar auf 2:0, Torschütze hier war Jonas Heimer, der dank eines groben Abwehrfehlers seinen Club erneut jubeln ließ (44.). Einen Wimpernschlag später gab Tarforst aber die passende Antwort – Noah Schuch verkürzte auf 1:2, vorausgegangen war eine zielgenaue Flanke von Joel Schneemilch (45.).
 
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Auch nach der Pause kamen die Trierer Höhenkicker steil ins Rennen und erwischten sogar den besseren Start. Der Ausgleich kurz nach Wiederanpfiff dank Elias Heitkötter – der zuvor stark von Nico Neumann bedient wurde (48.). Tarforst war wieder im Geschäft und machte auch im weiteren Verlauf mächtig Dampf. Man war aggressiver – fußballerisch einen Tick raffinierter – und dennoch ging Kirchberg nach einer guten Stunde wieder in Führung, als Daum nach einem Konter mit seinem zweiten Treffer des Spiels zum 3:2 aus Sicht des TuS ausholte (66.). Es folgten nun viele gute Aktionen des FSV – Chancen obendrauf, die beste Möglichkeit hatte wohl Heitkötter kurz vor Schluss (80.). Kirchberg parkte hinten nun den Bus. Alle Mann verteidigten die knappe Kiste – während Tarforst mit Vollgas auf den erhofften Ausgleich drückte, der letztendlich den Gästen vom Trierer Berg aber verwehrt blieb. Eine schmerzhafte Niederlage folgte mit dem Abpfiff – wo Tarforst zwar kämpferisch gut agierte, vor dem Tor jedoch mehr als nur das berühmte Quäntchen Glück vermissen ließ.
 
„Unsere Geschichte wiederholt so ein bisschen in der Meisterschaft – obwohl wir spielerisch klar überlegen waren, konnten wir aber dennoch Kirchberg nicht bezwingen. Gerade im zweiten Durchgang haben wir klar dominiert und hochkarätige Chancen liegen lassen. Hier war durchaus mehr möglich gewesen als diese knappe Niederlage“, betont Cheftrainer Patrick Zöllner, dessen Mannschaft weiterhin mit erst sieben Punkten den vorletzten Rang der Rheinlandliga markiert. Weiter geht es nun am Samstag in einer Woche (19. Oktober) – wenn man auswärts um 17:30 Uhr beim Ahrweiler BC gastiert. AM


Spiel-Infos

So spielte der FSV Trier-Tarforst: M. Neumann – Quint (83. Stüber) – Schmitz – Schuch – N. Neumann (64. Böhme) – Heitkötter – Suder – Schneemilch (79. Witz) – Hannappel – Kiesewetter – Cisse

Tore: 0:1 (1. Daum) – 0:2 (44. Heimer) – 1:2 (45. Schuch) – 2:2 (48. Heitkötter) – 2:3 (66. Daum)

Schiedsrichter: Ralf Volk

Zuschauer: 115


 

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