Mit einem 2:1-Sieg über den Ligakonkurrenten FC Bitburg machte Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst am späten Mittwochabend in eigener Stube den Einzug ins Rheinlandpokal-Viertelfinale perfekt.
Tarforst bleibt im Rheinlandpokal weiterhin ungeschlagen. Ein guter Start gelang den Gastgebern auch gegen Bitburg – die mit Spielkontrolle und Leidenschaft einen ambitionierten Ex-Oberligisten zunächst in die fußballerischen Schranken gewiesen haben. Erst im weiteren Verlauf kam der FCB besser ins Rollen und erhaschte sich nach einer guten halben Stunde auch die erste Chance des Spiels – als Simon Floß einen gewaltigen Abschluss an die Latte ballerte (33.). Zehn Minuten später (43.) machten es die Tarforster aber besser. Einem starken und schnellen Angriff des FSV folgte eine ebenso starke und zielgenaue Flanke von Luca Quint auf Nils Kieswetter, der goldrichtig im Strafraum hochstieg und via Kopf die 1:0-Führung für sein Team im Bitburger Tor unterbringen konnte.
Nach der Pause ging das muntere Treiben im Dress des FSV auch nahtlos weiter. Kurz nach Wiederanpfiff jubelten sich die Trierer Höhenkicker zum zweiten Tor – nachdem Florian Weirich nach einer stark ausgeführten Ecke von Noah Schuch mit seinem Kopf das 2:0 markierte (48.). Bitburg taumelte – während Tarforst wieder in den Modus „Powerplay“ schaltete. Die Hausherren spielten schnell – clever und mit der berühmten Portion Leidenschaft. Hinten zudem sicher wie ein Bollwerk und vorne immer wieder brandgefährlich. Zwischenzeitlich vergab auch Bitburgs Joshua Bierbrauer – dessen Abschluss nur haarscharf am FSV-Tor vorbeirollte (63.). Zwanzig Minuten vor Schluss hatte Tarforst nach einem Foul im Strafraum zudem die große Chance, via Elfmeter einen weiteren Treffer zu landen. Doch dieser blieb aus – Nico Neumann scheiterte an FCB-Keeper Max Becker, der keine Probleme hatte, jenen „Elfer“ zu halten (70.). Fünf Minuten später hagelte dann die nächste Chance auf den FSV nieder – als Noah Schuch mit einem strammen Schuss das Lattenkreuz ins Wanken brachte (75.). Tarforst kontrollierte in vielen Bereichen – während Bitburg sich enorm schwer tat. Gegen Ende jedoch wurde es dann doch noch einmal spannend – nachdem Bitburg aus dem Gewühl heraus dank Bierbrauer auf 1:2 verkürzte (92.). Einen Tick später dezimierten sich die Gäste allerdings mit knallrot – nachdem Benedikt Häb als „letzter Mann“ kurz vor dem Strafraum ein Foul tätigte. Die Folge: Rote Karte und Platzverweis. Trotz Unterzahl versuchte Bitburg nun in der Nachspielzeit – die immerhin fast acht Minuten dauerte – auf Biegen und Brechen den Ausgleich zu erzwingen. Im Dress der Gäste jedoch ohne Erfolg – der Abpfiff besiegelte nicht nur das Pokalaus für den FCB, sondern auch den Viertelfinal-Einzug des FSV, der nun entweder auf den TuS Immendorf oder den TuS Kirchberg trifft.
„Sicherlich sind wir alle sehr froh, gegen so eine ambitionierte Mannschaft wie Bitburg eine Runde weitergekommen zu sein. Diese Elf verfolgt ja schon höhere Ziele und war somit für uns jetzt schon der dritte Hochkaräter, den wir aus dem Pokal geschossen haben. Das macht uns natürlich alle extrem stolz. Aber dennoch muss man die Leistung auch noch kritisch hinterfragen – da nicht alles gegen Bitburg aus meiner Sicht gut verlaufen ist. Es gab Phasen, die waren gut – aber es gab auch Phasen, die mir überhaupt nicht gefallen haben. Dass dieses Spiel hinten heraus noch unnötig spannend wird, ist natürlich eine Sache, da wir dieses Spiel schon vorher mit dem dritten oder vierten Tor hätten entscheiden müssen“, betont Chef-Trainer Patrick Zöllner, dessen Mannschaft am kommenden Samstag (02. November) um 18:00 Uhr nun auswärts bei der SG Schneifel gastiert. AM
Spiel-Infos
So spielte der FSV Trier-Tarforst: M. Neumann – Quint – Schmitz – Schuch (88. Suder) – N. Neumann (85. Böhme) – Finsterwalder – Schneemilch (68. Hannappel) – Knürr (53. Heitkötter) – Kiesewetter – Cisse (81. Kaiser) – Weirich
Tore: 1:0 (43. Kiesewetter) – 2:0 (48. Weirich) – 1:2 (92. Bierbrauer)
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Benedikt Häb (95.)
Schiedsrichter: Ingo Kreutz
Zuschauer: 200





















