Wenn Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst am kommenden Sonntag (27. April) um 15:00 Uhr auswärts beim FC Cosmos Koblenz gastiert, ist klar: Auch in diesem Spiel laufen die abstiegsbedrohten Trierer Höhenkicker als krasser Außenseiter auf. Nur eine Woche nach der dicken Osterpackung zuhause gegen den Ahrweiler BC (1:5) stehen die Tarforster nun erneut einem Topteam gegenüber. LIVE-TICKER

Ohne große Erwartungen – dafür aber mit einer gehörigen Portion Mut und Leidenschaft – möchte man die Rakete der Cosmonauten am Boden halten. Natürlich peilt man aus Sicht des FSV eine Überraschung beim Überflieger an – ist sich aber auch bewusst: Im Hinspiel kam Cosmos im Tarforster Wohnzimmer nicht über ein 1:1-Remis hinaus und musste am Ende sogar noch um einen Punkt zittern. Gerne möchte man dieses Ergebnis samt Leistung wiederholen. Es wäre ein „Big Point“ im Kampf gegen den Abstieg – wohlwissend aber auch, die entscheidenden Spiele für Tarforst kommen allerdings erst im Mai. „Für uns wird es eine riesige Herausforderung, gegen dieses Spitzenteam zu bestehen. Wir gehen als klarer Außenseiter in die Partie, haben dadurch aber auch nichts zu verlieren. Der Fokus im Training lag diese Woche ganz klar auf unserer Defensivarbeit. Wir wollen als Mannschaft enger zusammenstehen, kompakter verteidigen und insgesamt ein unangenehmerer Gegner sein. Unser Ziel ist es, in den Zweikämpfen präsenter zu werden, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten und uns mutig zu präsentieren“, betont Cheftrainer Patrick Zöllner selbstbewusst und setzt nach: „Dieses Spiel dient für uns auch als wichtige Vorbereitung auf die vier entscheidenden Spiele gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, bei denen wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen wollen. Trotzdem werden wir auch am Wochenende alles raushauen und versuchen, für eine Überraschung zu sorgen.“
Eine Aufgabe, die es in sich haben dürfte. Cosmos pflegt einen bärenstarken Fußball – grüßt mit 64 Punkten vom zweiten Rang, notiert die drittbeste Offensive der Liga (71 Tore) und im Gegenzug mit erst 26 Gegentoren das beste Bollwerk. Zudem ist die Mannschaft um Trainer Yusuf Emre Kasal seit nun mehr als 18 Spielen in Folge ungeschlagen. Mehr Dominanz geht nicht – wie auch Zöllner weiter ausführt: „Cosmos ist seit 18 Spielen in Serie ungeschlagen, hat 14 davon gewonnen und kämpft aktuell um den Aufstieg in die Oberliga. Die Mannschaft verfügt nicht nur über spielerische Qualität, sondern hat sich in der Winterpause nochmal gezielt verstärkt. Neben erfahrenen Spielern mit Regionalliga- und sogar Champions-League-Erfahrung unterstreicht das den klaren Anspruch, in die nächste Liga aufzusteigen.“
Für Tarforst ist klar: Alles außer einer Niederlage wäre eine dicke Überraschung. Doch die peilt man zweifelsohne an – auch wenn die Hürde nicht höher sein könnte. Wenn verlieren – dann mit Würde. Kampf und Leidenschaft werden das Zünglein an der Waage sein – um immerhin gestärkt in einen brutal wichtigen Mai zu starten, der nicht nur schönes Wetter bringt, sondern auch die Gewissheit, ob es für Tarforst in der kommenden Saison in der Rheinlandliga weitergeht. Denn aussterben möchte der Liga-Dino in der 6. Liga nicht. Zu gerne ist man Teil dieser Riege – immerhin schon 15 Jahre in Folge. Noch ist alles möglich – rechnerisch sowieso, möchte man schließlich aber schon am Sonntag bei den Cosmonauten zeigen, was wirklich im Tarforster Trikot fußballerisch alles möglich ist. Personell verzichten muss der FSV mit Moritz Hannappel, Jonas Witz, Matthias Finsterwalder (alle drei wegen privater Gründe) und mit Niklas Gouverneur (Oberschenkelprobleme) auf vier Spieler. AM






















