• Beitrags-Kategorie:Fußball
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Es ist keine Überraschung, dass eine Überraschung am Sonntagnachmittag ausblieb. Man hatte praktisch fußballerisch nichts zu verlieren. So lange wie möglich die Rakete des FC Cosmos Koblenz am Boden halten, war das große Ziel von Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst. Am Ende hob sie aber dennoch mit reichlich Dampf und Feuer ab und schlug den FSV einmal mehr deutlich mit 4:1 auf den Trierer Berg zurück.

Das Seufzen nach Spielende war laut. Nicht nur wegen der „Nullnummer“ bei Cosmos – viel mehr, weil man nun endlich die Schwergewichte (Ahrweiler & Cosmos) der Liga hinter sich hat, gegen die es jeweils nichts zu holen gab. Mit dem Zweitplatzierten aus Koblenz stand dem FSV immerhin die zweitbeste Offensive sowie die beste Defensive der Liga gegenüber. Trotz Hoffnung und dem Streben nach Glück – packten es die Trierer Höhenkicker aber nicht, das namhafte Team vom Deutschen Eck zu bändigen, auch wenn die Tarforster im Vergleich zum Ahrweiler-Spiel nicht komplett chancenlos agierten.

Die Hoffnung auf eine mögliche Überraschung hielt sich nicht lange über Wasser. Die ersten Minuten waren „okay“ – erst dann schlugen die Cosmonauten eiskalt zu und profitierten besonders von groben Fehlern der Gäste aus Trier-Tarforst. So klingelte es erstmals nach acht Minuten im Tor des FSV – als Kelvin Lunga einen denkwürdigen Ballverlust und Fehlpass des Gegenübers keck ausnutzte, frei vor dem Tor sich aufbäumte und gekonnt zum 1:0 vollstreckte (8.). Cosmos war nun mit allen Sinnen auf dem Platz – und sorgte fünf Minuten später sogar für den zweiten Treffer, den Luan Krasniqi mustergültig ins Gehäuse von Luca Merling eindrosch (13.). Tarforst wirkte nun an vielen Fronten des Spiels überfordert. Hinten zu langsam und fahrlässig und vorne komplett harmlos. Die Koblenzer legten sich die Gäste regelrecht zurecht. Fast wie im Training – nur mit ein wenig mehr Dampf und Härte. Ein kleiner Hoffnungsschimmer hagelte immerhin nach einer guten halben Stunde auf den Drittletzten der Fußball-Rheinlandliga nieder – als Luca Herrig einen Abschluss aus der Distanz wagte, der gerade noch so vom Koblenzer Keeper zur Ecke pariert werden konnte (34.). Eine Minute später versuchte es auch Noah Schuch – doch sein Distanzschuss wurde zu lasch auf die Reise geschickt – somit kein Problem für Torwart Josue Duverger.

Aber auch nach der Pause machte Cosmos grob gesagt kurzen Prozess mit den Trierer Höhenkickern. Körperlich – fußballerisch und auch mit „Köpfchen“ – war Cosmos weitaus überlegen gewesen, drehte noch einmal auf und erhöhte kurz nach Wiederanpfiff durch Arnaud Antonie Fezui auf 3:0 (52.). Der letzte Treffer aus Sicht der Gastgeber fiel schon drei Minuten später – den dieses Mal Tony Djim zum 4:0 über die Tarforster Torlinie drückte (55.). In dieser Phase des Spiels agierte Tarforst nur noch als Statist. Die guten Ideen und das gewisse Etwas im fußballerischen Sinne fehlten an allen Ecken. Erst zwanzig Minuten vor Schluss kam der FSV nun ein wenig besser ins Rollen – wobei grobe Ballverluste immer noch nicht vermieden wurden. Im Endspurt wurden auch mit Joel Schneemilch – Dustin Knürr, Leonard Reh und Lewin Raithel – vier Youngsters eingewechselt. Reh und Raithel hatten zudem ihr Rheinlandliga-Debüt und machten ihre Sache gar nicht mal so übel. Während den Cosmonauten gegen Ende dann doch so langsam die Puste ausging, tauchten die Gäste vom Trierer Berg nun immer häufiger vor dem Cosmos-Gehäuse auf. Viele gute Chancen – wie etwa von Luis Böhme und Nico Neumann – ließ man jedoch wehmütig auf der Strecke liegen. Zehn Minuten vor Schluss gelang aber dann doch ein guter und finaler Angriff der Gäste – als Schneemilch eine zielgenaue Flanke von Knürr eiskalt zum 1:4-Anschlusstreffer verwehrten konnte (80.). Es war eine Momentaufnahme, die gefiel – wenn auch am Ende ohne Nutzen, unterlag man trotzdem deutlich dem FC Cosmos Koblenz mit 1:4. Kurz darauf sah Noah Schuch auch noch dank eines wiederholten Fouls die gelb/rote Karte und wurde des Platzes verwiesen. Was blieb, war schließlich ein leichter Sonnenbrand bei bestem Wetter Ende April – nicht mehr und nicht weniger. Schon am Samstag in einer Woche (03. Mai) tanzt man dann in den für den FSV so wichtigen Mai, der viele Punkte bringen muss, um einen Abstieg nach 15 Rheinlandligajahren in Folge noch irgendwie zu verhindern. Gegner dann um 17:30 Uhr ist die SG Schneifel. AM

Spiel-Infos

So spielte der FSV Trier-Tarforst: Merling – Quint – Schuch – Herrig – Böhme (70. Schneemilch) – Arnold – N. Neumann – Heitkötter (58. Knürr) – Suder – Kiesewetter (78. Reh) – Müller-Adams (66. Raithel)

Tore: 0:1 (8. Lunga) – 0:2 (Krasniqi) – 0:3 (52. Fezui) – 0:4 (55. Djim) – 1:4 (80. Schneemilch)

Schiedsrichter: Michele Abbondanza

Zuschauer: 100

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