
Für ein Testspiel war am Freitagabend in Tarforst mächtig viel los. Die Parkplatzsuche war eine große Hürde – hinzu kam eine starke Kulisse von knapp 500 Zuschauern, die eine Trierer Eintracht sahen, die zwar am Ende mit 4:1 gewinnen konnte, sich phasenweise aber gegen einen leistungsstarken Tarforster Tross schwer tat.
Drei Klassen liegen zwischen beiden Clubs. Der SVE zuhause in der Regionalliga-Südwest – der FSV nach dem Abstieg nun künftig in der Bezirksliga-West unterwegs. Trotz des ungleichen Duells legten die Gastgeber aber besonders im ersten Durchgang eine lupenreine Leistung aufs heimische Parkett. Die Defensive sicher und kompakt und im Vorwärtsgang schnell und brandgefährlich. Man bot den 05ern Paroli und das auf jeder Position. Der Regionalligist tat sich zunächst schwer. Offensiv hatte man bislang wenig zu bieten und defensiv ließ man sich zu oft vom FSV auf der fußballerischen Nase herumtanzen. So erhaschten die Tarforster schon nach fünf Minuten die erste Chance im Spiel – als Nico Neumann eine gestochenscharfe Flanke von Moritz Hannappel frei vor dem Tor nur haarscharf verpasst hat (5.). Besser machte es Hannappel dann selbst nach zwanzig Minuten – als der Routinier aus seitlicher Position einen Distanzschuss auf die Reise schickte und keck zur 1:0-Führung einschob (20.). Tarforst führte und das keineswegs unverdient. Nach vorne ging einfach mehr. Erst kurz vor der Pause erhöhte die Eintracht den Druck – wobei auch in dieser Phase der FSV rein gar nichts anbrennen ließ.
Die Pause diente nun nicht nur dem Verschnaufen – es kündigten sich auch einige Wechsel an, und das in den Trikots beider Clubs. Auch die Gäste aus dem Moselstadion kamen nun besser ins Spiel. Offensiv machte man nun einen gehörigen Dampf und glich immerhin zehn Minuten nach Wiederanpfiff auch zum 1:1 aus, nachdem Dominik Kinscher einen direkt verwandelten Freistoß sicher und eiskalt in die Tarforster Maschen segeln ließ (56.). Der Druck des Regionalligisten wurde nun sichtlich immer größer. Oftmals hatte Trier nun die Führung auf dem Fuß – scheiterte aber nun mehrmals an Keeper Mike Neumann, der mit guten Paraden glänzte und seinen FSV noch im Spiel hielt. Eine Viertelstunde vor Schluss passierte es aber dann doch. Wieder ein Standardtor für die Eintracht und die Führung zum 2:1 nach einem sicher verwandelten Handelfmeter aus der Produktion von Kinscher (75.). Kurz darauf trafen die Gäste auch zum 3:1 nach einer Unachtsamkeit im heimischen Defensivbund. Torschütze hier war Tim Sausen (78.). Dem FSV gingen nun auch langsam die Körner aus. Die Puste lief im Dauerbetrieb und die Muskeln wurden schwerer. Kurz vor Schluss fiel dann auch das 4:1 für den SVE – als Robin Garnier im Anschluss an einen Eckball den Endstand auf Tarforster Boden markierte (90.). Alles in allem aber ein gelungener Test für den Bezirksligisten von der Trierer Höhe – wie auch Cheftrainer Patrick Zöllner nach Spielende einräumt: „Für uns selbst war es ein richtig gutes Event, gegen so eine starke Mannschaft spielen zu können. Wir haben es gerade in der ersten Halbzeit hervorragend gemacht und gingen dann auch verdientermaßen mit einer 1:0-Führung in die Pause. Wir haben uns gut verkauft und sehr wenig zugelassen. Im zweiten Durchgang ließen uns dann auch wie zu erwarten die Kräfte im Stich. Trier kam dann besser ins Spiel und hat es dann auch am Ende clever über die Zeit gespielt. Letztendlich gerieten wir dann durch zwei Standards auf die Verliererstraße. Es ist zwar ärgerlich – aber im Großen und Ganzen war es trotzdem ein super Event für uns, in dem wir uns sehr gut präsentiert haben. “
Weiter geht es für den FSV gleich am Mittwoch (23. Juli) – wenn man dann in einem weiteren Testspiel um 19:30 Uhr in Tarforst auf den A-Ligisten SV Trier-Irsch trifft.
„Wir sind bislang voll im Soll – wissen aber auch, dass wir bis zum ersten Pflichtspiel noch einiges an Arbeit haben werden“, setzt Zöllner abschließend nach. AM
UPDATE
Am Samstag durchlief der FSV zudem ein weiteres Testspiel. Zu Gast war man beim luxemburgischen Club Union Mertert/Wasserbillig, den man am Ende mit einem deutlichen 7:1-Sieg bezwingen konnte.



































