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Mit einem 4:1-Sieg beim SV Mehring startete Fußball-Bezirksligist FSV Trier-Tarforst am späten Freitagabend nach Maß in die neue Saison.

Es war ein hartes Stück Arbeit und das auf allen Ebenen. Wer an einen lockeren Spaziergang dachte, wurde übelst enttäuscht. Vom Favoriten aus Tarforst war zunächst nämlich nicht viel zu sehen. Das Tarforster Spiel wirkte nervös – getragen von Hektik und zu ungenauen Pässen. Hinzu kamen fehlende Ideen bis hin zu groben Ballverlusten. Willkommen in der Bezirksliga – dachten sich nun die Anhänger des SV Mehring, die immerhin eine kämpfende Truppe in Blau-Weiß bestaunen konnten. Der Aufsteiger machte es dem FSV nämlich sehr schwer. Man störte früh den gegnerischen Aufbau – brachte Härte ins Spiel und biss um jeden Meter des Platzes. Eigenschaften – die man bislang im Trikot der Gäste nicht wahrnehmen konnte. Es fehlte mehr als nur ein Tor. Körpersprache – Dominanz und besonders Ordnung im Aufbau – waren nur einige von vielen Dingen, die man beim einstigen Rheinlandliga-Dino vermisste. Und so kassierte der FSV auch ein frühes Gegentor nach bereits sechs Minuten. Verdient – erkämpft und mit reichlich Jubel begrüßt. Mehring lag nach einem schnellen Konterangriff in Front – als Jan Niedenführ Abwehr und Torwart überwinden konnte und keck zum 1:0 aus Sicht des SVM einschob (6.). Die erste nennenswerte Chance im roten Dress sahen die gut besuchten Ränge allerdings nach zehn Minuten – nachdem Moritz Hannappel einen Abschluss wagte und gerade noch so am Keeper scheiterte (10.). Besser machte es schließlich fünf Minuten später Nicola Rigoni, als der Stürmer eine Flanke von Felix Stüber goldrichtig verwertete und zum 1:1-Ausgleich ausholte (15.). Optisch machte Tarforst das Spiel – und trotzdem war das Auftreten der Gäste noch weit weg von perfekt. Immer noch machte man zu viele Fehler und lud den Gegner ungewollt zu Konterangriffen ein. Mehring jagte den FSV über den Platz und störte weiterhin den Spielaufbau des Gegenübers. Grob gesagt: Der Platzhirsch machte in der Rolle des Underdogs alles richtig. Man feierte praktisch jeden Ballgewinn und natürlich auch die herbeigeführten Ballverluste des FSV. Kurz vor der Pause wäre es dann auch fast wieder passiert – doch dieses Mal rettete FSV-Keeper Felix Kloy mit Stärke und hielt seinem FSV ein weiteres Gegentor von der Backe (40).

Die Pausenansprache des FSV scheint wohl gewirkt zu haben. Nach Wiederanpfiff lief der Ball im Trikot der Gäste besser und das mit Erfolg, als Hannappel kurz nach der Halbzeit dank einer lupenreinen Flanke von Luca Heintel aus der Distanz zum 2:1 vollstreckte (49.). Das Tarforster Spiel wirkte nun cleverer. Auch die guten Ideen fanden nun Gefallen – schien es, als seien die Tarforster nun endlich im Spiel angekommen. Nach vorne ging nun mehr und das mit Ruhe und Genauigkeit. Mehring gingen auch langsam die Körner aus – erhöhte der FSV zwanzig Minuten vor Schluss sogar auf 3:1 nach einem Kopfballtreffer von Felix Stüber. Ein guter und schneller Angriff und eine ebenso starke Flanke aus der Produktion des Kapitäns Benjamin Arnold mit den Koordinaten Richtung Stüber, der abhob und das mit schneebedeckten Schultern. Sein Kopfball zielgenau und unhaltbar für Mehrings Keeper (70.). Mehring pfiff nun aus allen Löchern und Tarforst gab weiterhin Vollgas. Jetzt wollte man die Entscheidung und das aus der Kategorie „deutlich“. Nachdem Arnold zunächst das vierte Tor verpasst hatte (72.) und anschließend auch Rigoni an einem weiteren Treffer vorbeischrammte, machte es dann Fabian Wey zwölf Minuten vor Schluss besser – als er nach einem guten Angriff an den Ball kam und mit einem Heber über den Torwart zum 4:1-Endstand einschob (78.). Das erste „wacklige“ Ausrufezeichen ist somit gesetzt. Tarforst gewann den Auftakt beim SV Mehring – nach einem Spiel unter dem Motto „Erst pfui, dann hui!“

„Grundsätzlich haben wir uns zum Ziel gesetzt, von Anfang an dominant zu spielen. Das ist uns ehrlich gesagt in der ersten Hälfte aber nicht gelungen. Die kalte Dusche zum 0:1 folgte. Die erste Halbzeit hat mir grob gesagt überhaupt nicht gefallen. Dies habe ich auch in der Halbzeit deutlich angesprochen. Nach der Pause haben wir dann ein anderes Gesicht gezeigt – früh die Tore gemacht und am Ende dann auch verdient das Ergebnis heruntergespielt. Die Körpersprache – das Tempo und die Stärke waren im zweiten Abschnitt dann voll da“, resümiert Cheftrainer Patrick Zöllner den Auftaktsieg seiner Mannschaft, die nun am Freitag in einer Woche (15. August) um 19:30 Uhr im ersten Heimspiel der Saison den FSV Salmrohr empfängt. AM

Spiel-Infos

So spielte der FSV Trier-Tarforst: Kloy – Quint – Arnold – Heintel (77. Barbion) – Rigoni (77. Scheuring) – Finsterwalder – Stüber (85. Baltes) – Reh (57. Suder) – Hannappel (71. Wey) – Gouverneur – Weirich

Tore: 0:1 (6. Niedenführ) – 1:1 (15. Rigoni) – 2:1 (49. Hannappel) – 3:1 (70. Stüber) – 4:1 (78. Wey)

Schiedsrichter: Dominik Franklin

Zuschauer: 300

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