
Am Ende siegte nicht nur ein glücklicher FSV Trier-Tarforst – sondern viel mehr die Geduld, die in der schönen Eifel am Sonntagnachmittag mehr denn je gefragt war. Ein defensiver Gegner – viel Kampf und letztendlich ein 3:0-Sieg im Sinne des FSV, der bei einem zähen SV Schleid seinen dritten Ligasieg in Folge feiern konnte. Neun Punkte aus drei Spielen – führen die Trierer Höhenkicker nun stolz die Tabelle der Bezirksliga-West an.
Es war ein harter Kampf und das bis zum Schluss. Schleid machte es dem FSV gehörig schwer. Die Gastgeber rührten nicht nur dicken Beton in der eigenen Hälfte an – sondern störten den FSV an fast allen Ecken des Platzes. Spielerisch lag das Heft aber glasklar in den Händen des FSV und das ganz ohne rosarote Vereinsbrille. Tarforst gestaltete das Spiel – tat sich aber im letzten Abschnitt enorm schwer. Der letzte Pass – das Quäntchen Glück und letztendlich das Tor – fehlten den Gästen von der Trierer Höhe und das bis zum Halbzeitpfiff. Von Schleid selbst kam bis dato nicht viel – außer Kampf und Leidenschaft. Die erste gute Chance der Eifeler bot sich nach einer knappen halben Stunde – doch auch hier hatten die Gastgeber keinen Erfolg, sondern scheiterten letzten Endes an FSV-Torwart Felix Kloy (27.). Im weiteren Verlauf versuchten es die Tarforster aber dennoch. So vergab Caspar Suder gleich zweimal in Folge via Kopf. Beide Chancen schrieben sich jeweils nach einer Ecke (36., 37.). Kurz vor der Pause versuchte es auch Benedikt Decker aus der Distanz heraus – doch auch diese Chance auf das mögliche Glück blieb im Trikot der Gäste ungenutzt (43.). Es war eine schwere Kost gegen eine sehr harte Nuss – und das auch zu Beginn des zweiten Durchgangs.
Tarforst agierte weiterhin mit sehr viel Druck – der sich nun auch langsam, wenn auch spät, auszahlte. Zehn Minuten vor Schluss hagelte dann die Erlösung in Form der Führung, die Nico Neumann eiskalt vollstreckte (80.). Das tiefe Durchatmen aus Richtung der Tarforster Bank war lautstark zu hören. Und nun machte der FSV auch vor dem Tor kurzen Prozess mit dem Eifel-Club – dem auch langsam die Puste ausging. Das 2:0, und das nur einen Wimpernschlag später – dass Fabian Wey mit dem Kopf nach einem Pass von Felix Stüber keck markierte (81.). Wenige Minuten später fiel auch das dritte und letzte Tor – das erneut Neumann nach einem starken Pass von Youngster Phil Scheuring über die Torlinie drückte (88.). Weitere Chancen lagen auf dem Fuß – doch am Ende wollte kein Tor mehr fallen. Weder beim FSV – und erst recht nicht beim SV Schleid, der sich trotz eines langen Kampfes am Ende mit 0:3 geschlagen geben musste.
„Wir wussten, dass Schleid kein Fallobst ist und auch eine gute Truppe hat. Genau das hat man auch von Anfang an gesehen. Der Gegner hat uns wenig Räume gelassen und uns viel spielen lassen in unserer Hälfte. Hinten hat Scheid dichtgemacht – was für uns natürlich nicht leicht war, ein Schlupfloch zu finden. Wir wussten aber, dass genau in solchen Spielen viel Geduld erforderlich ist, und die hat sich dann letztendlich auch ausgezahlt. Nach dem 1:0 war der Bann dann auch gebrochen und die Körner des Gegners wurden auch immer weniger. Am Ende haben wir das Spiel dann auch tempomäßig sehr stark heruntergespielt und hatten sogar auch noch Chancen für weitere Tore. Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden mit diesem Ergebnis“, betont Cheftrainer Patrick Zöllner, dessen Mannschaft nun am kommenden Mittwochabend (27. August) um 19:30 Uhr im Rahmen der zweiten Rheinlandpokalrunde beim Ligakonkurrenten SG Zewen gastiert (Rasenplatz Igel). AM
Spiel-Infos
So spielte der FSV Trier-Tarforst: Kloy – Quint – Arnold – Rigoni – Finsterwalder (61. Neumann) – Suder (62. Kiesewetter) – Stüber (84. Scheuring) – Decker – Gouverneur (63. Heintel) – Wey – Weirich
Tore: 1:0 (80. Neumann) – 2:0 (81. Wey) – 3:0 (88. Neumann)
Schiedsrichter: Johannes Klingel
Zuschauer: 105






















