
Mit einem 3:1-Sieg beim Ligakonkurrenten SG Zewen sprang Fußball-Bezirksligist FSV Trier-Tarofrst am späten Mittwochabend in die dritte Runde des Bitburger Rheinlandpokals.
Zewen bot dem Rheinlandliga-Absteiger einen harten Kampf. Man stand sicher und kompakt – störte früh den Spielaufbau des FSV und versuchte immer wieder, mit kleinen Nadelstichen die Elf von der Trierer Höhe zu ärgern. Spielerisch allerdings machte Tarforst das Spiel und das ziemlich dominant. Sand im Getriebe hatte man allerdings offensiv – wo dem FSV bis dato nur wenig gelang. Die guten Ideen fehlten wie so oft und was die Abschlüsse betrifft, machte man sich das Leben ebenfalls selbst schwer. Tarforst stand sich oftmals selbst auf dem Fuß – ganz zur Freude der SG Zewen, die bislang nur mit Konterangriffen offensiv überzeugen konnte, letztendlich aber an einer gut sortierten Tarforster Defensive meist den Kürzeren zog. Erst kurz vor der Pause trafen die Gäste aus Tarforst zur Führung, und das nach einem Standard. Benedikt Decker führte einen Freistoß in Richtung Matthias Finsterwalder zielgenau aus, der sich anschließend lang machte und mit dem Kopf zum 1:0 traf (41.). Eine Führung mit Köpfchen – mehr war im ersten Durchgang auch nicht drin.
Auch nach der Pause taten sich die Tarforster im Vorwärtsgang und im letzten Abschnitt schwer. Vor dem Tor packte man Zirkel und Geodreieck aus – statt einfach mal den Ball eiskalt auf die Reise zu schicken. Das übliche Problem des FSV – somit auch in Igel allgegenwärtig. Bei den Hausherren stand aber weiterhin der Kampf ganz oben. Noch war alles möglich und auch die Chancen im Trikot der SG Zewen konnten sich sehen lassen. Zweimal versuchte es nun der Platzhirsch nach Konterangriffen. Einmal ging der Ball knapp drüber – ein anderes Mal war FSV-Keeper Felix Kloy zur Stelle. Eine Viertelstunde vor Schluss trafen die Gäste aber erneut – als der zuvor eingewechselte Nico Neumann zum 2:0 vollstreckte (75.). Kurz vor Ende der regulären Spielzeit durfte auch Decker den Torjubel proben – als er nach einem steilen Pass von Luca Quint frei vor dem Tor das 3:0 markierte (89.). Zewen selbst kam aber noch einmal heran – wenn auch eher im Charakter eines „Ehrentreffers“. Ein Foulelfmeter ging voraus – den Routinier Dennis Thon schließlich gekonnt zum 1:3 ins Tarforster Tor hämmerte (92.). Am Ende half aber auch dieser Treffer nicht mehr zum erhofften Erfolg – das Pokalaus gegen den FSV Trier-Tarforst war besiegelt, der zwar verdient, wenn auch glanzlos, die dritte Runde eintüten konnte.
„Ein glanzloser Sieg meiner Mannschaft – aber unterm Strich zählt nur, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Und diese Aufgabe haben meine Jungs gut erfüllt. Auch ein dickes Kompliment an Zewen – deren Mannschaft hat mit Kampf und Leidenschaft überzeugt“, so Cheftrainer Patrick Zöllner, dessen Team am kommenden Sonntag (31. August) erneut auf die SG Zewen trifft, dann allerdings in der Liga und in Langsur, wo der Anstoß um 15:30 Uhr ertönt. AM
Spiel-Infos
So spielte der FSV Trier-Tarforst: Kloy – Arnold – Heintel (77. Scheuring) – Rigoni (81. Baltes) – Finsterwalder (64. Neumann) – Reh (64. Quint) – Kiesewetter – Decker – Gouverneur – Wey (82. Suder) – Weirich
Tore: 1:0 (41. Finsterwalder) – 2:0 (75. Neumann) – 3:0 (89. Decker) – 1:3 (92. Thon/Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Naemi Breier
Zuschauer: 110






















