
Was bei manchem als Redewendung für geistige Umnachtung herhalten muss, wurde am Samstagabend in Tarforst bittere Realität: Das Flutlicht hatte seine ganz eigene Agenda – und sorgte letztlich für einen vorzeitigen Abbruch des Bezirksliga-Duells zwischen dem FSV Trier-Tarforst und dem Tabellenletzten SG Geisfeld.
Dabei lief aus sportlicher Sicht zunächst alles nach Plan für die Gastgeber. Mit Spielfreude, Tempo und klarem Kurs Richtung Geisfelder Tor setzte Tarforst von Beginn an die Akzente. Luca Quint (13.) und Benedikt Decker (33.) sorgten noch vor der Pause für eine hochverdiente 2:0-Führung gegen defensiv massiv verteidigende Gäste. Ein Klassenunterschied war erkennbar – zumindest solange man genug sehen konnte.
Denn während auf dem Rasen vieles funktionierte, herrschte über dem Platz bald Stromchaos. Von den sechs vorhandenen Flutlichtmasten blieben nur vier dauerhaft in Betrieb – die übrigen verabschiedeten sich in eine frühe Nachtruhe. Bis zur Halbzeit reichte das Licht noch aus, doch nach dem Wiederanpfiff wurde es zunehmend ungemütlich in den dunkleren Ecken des Platzes.
Gerade als Luis Böhme in der 50. Minute auf 3:0 erhöhte und das Spiel endgültig in Richtung Tarforster Heimsieg abbog, ging sprichwörtlich das Licht aus – oder zumindest ein weiterer Mast. Besonders der Bereich rund um die Eckfahne wurde zur Schattenzone. Trotz mehrerer Versuche, die Anlage wieder vollständig zum Leuchten zu bringen, musste der Schiedsrichter die Partie nach rund einer Stunde abbrechen. Zu unsicher die Lichtverhältnisse, zu groß das Risiko für Spieler und Spielregeln.
Das Spiel wird aller Voraussicht nach wiederholt – die Entscheidung liegt nun bei der Spruchkammer. Ein neuer Termin wird zeitnah bekanntgegeben.
Und vielleicht wird beim nächsten Anlauf nicht nur sportlich, sondern auch elektrisch nachgelegt. Gerüchten zufolge denkt man in Tarforst schon über den Einsatz von Teelichtern, Stirnlampen oder einem eigenen Notstromaggregat nach. Sicher ist: Das Lichtspiel auf dem Platz verdient es, auch bis zur letzten Minute gesehen zu werden. AM






















