
Die zweite Mannschaft des FSV Trier-Tarforst hat am Wochenende einen greifbar nahen Heimsieg gegen den VfL Trier in letzter Minute aus der Hand gegeben. In einer insgesamt engagierten und phasenweise überzeugenden Vorstellung reichte es am Ende trotz einer 2:1-Führung bis zur 85. Minute nur zu einem 2:2-Unentschieden. Ein später Foulelfmeter bescherte den Gästen aus der Südstadt dann den späten Ausgleich – und Tarforsts Zwote damit nur einen statt der erhofften drei Punkte.
Die Hausherren präsentierten sich von Beginn an konzentriert und mit klarer spielerischer Linie. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahm der FSV zunehmend die Kontrolle über das Geschehen und konnte in der 15. Spielminute erstmals jubeln: Nach feinem Zuspiel von Yahia Elgawady war es Paul Kersthold, der den Ball im Netz unterbrachte und die Tarforster mit 1:0 in Führung brachte.
Der VfL Trier zeigte sich jedoch keineswegs geschockt und bekam nur wenige Minuten später die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Foulspiel im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter – doch Tarforsts Torhüter bewahrte seine Mannschaft mit einer starken Parade gegen Matheus Maciell vor dem Gegentreffer und hielt damit die knappe Führung fest.
Nach dem Seitenwechsel blieb Tarforst zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Die Belohnung folgte prompt: Erneut war es Philipp Salm, der in der 52. Minute einen Angriff mustergültig abschloss. Nach einer präzisen Flanke von Paul Kersthold stand Salm goldrichtig und schnürte mit seinem zweiten Treffer des Tages den Doppelpack zum zwischenzeitlichen 2:0.
Doch die Gäste antworteten prompt. Nur fünf Minuten später gelang dem VfL der Anschlusstreffer: Tom Kruse nutzte eine Unachtsamkeit in der Tarforster Hintermannschaft eiskalt aus und verkürzte in der 57. Minute auf 2:1. Von da an entwickelte sich eine zunehmend offene und hartgeführte Partie, in der der VfL mehr Risiko ging und offensiv präsenter wurde.
Trotz der wachsenden Druckphase der Gäste schien Tarforst die knappe Führung über die Zeit bringen zu können. Die Defensive verteidigte kompakt, die Mannschaft kämpfte leidenschaftlich – doch der Fußballgott hatte andere Pläne: Fünf Minuten vor dem Ende zeigte der Unparteiische erneut auf den Punkt. Nach einem umstrittenen Zweikampf im Strafraum entschied er auf Foulelfmeter für den VfL.
Tom Brand trat an und verwandelte sicher zum 2:2-Ausgleich (85.). Die letzten Minuten brachten keine weiteren Höhepunkte mehr, sodass es bei der Punkteteilung blieb – ein aus Tarforster Sicht ärgerlicher Ausgang eines Spiels, in dem man lange wie der sichere Sieger ausgesehen hatte.
Mit nunmehr 10 Punkten bleibt die Zweitvertretung des FSV Trier-Tarforst auf dem vorletzten Rang der Kreisliga A. Am kommenden Sonntag, den 19. Oktober, gastiert das Team von derTrierer Höhe um 15:00 Uhr bei der FSV Ehrang/Pfalzel – eine weitere richtungsweisende Partie im Kampf um den Klassenerhalt.
Trotz guter Leistung und zwei Toren von Philipp Salm verpasst Tarforsts Zwote den erhofften Befreiungsschlag im Tabellenkeller. Ein später Strafstoß kostet dem FSV zwei wichtige Zähler – doch die gezeigte Moral und das spielerische Potenzial lassen Hoffnung für die kommenden Aufgaben aufkeimen.
„Natürlich ist das Ergebnis sehr bitter. Es gibt einige Parallelen zur Vorwoche: Wir spielen eine starke erste Halbzeit, gehen verdient in Führung, verpassen es jedoch, unsere zahlreichen Chancen konsequent und sauber auszuspielen – in diesem Bereich müssen wir definitiv effizienter werden. Nach dem Seitenwechsel waren wir zunächst weiter gut im Spiel, doch mit zunehmender Spieldauer häuften sich individuelle Fehler, wodurch der Gegner wieder besser ins Spiel kam. Die Partie wurde zunehmend hektisch, auch die Zweikampfhärte nahm deutlich zu. Kurz vor Schluss kassieren wir dann den Ausgleich per Elfmeter. Im direkten Gegenzug hätten wir selbst ebenfalls einen Strafstoß bekommen müssen – leider blieb die Pfeife diesmal stumm. Am Ende war es ein wildes Spiel mit offenem Schlagabtausch. Für den Aufwand, den wir Woche für Woche betreiben, ist das letztlich zu wenig. Daran müssen wir arbeiten“, resümierte Zwote-Trainer Alexander Becker. AM






















