
Nach dem jüngsten 5:1-Erfolg im Auswärtsduell mit der SG Ruwertal sowie dem vorzeitigen Abbruch des Heimspiels gegen die SG Geisfeld vor einer Woche (neuer Termin: 12. November, 19:30 Uhr) richtet sich der Fokus des FSV Trier-Tarforst nun auf die bevorstehende Herausforderung im Rahmen des nächsten Spieltags der Fußball-Bezirksliga West. Am Sonntag gastiert der souveräne und noch ungeschlagene Spitzenreiter der Liga um 14:45 Uhr bei der ambitionierten SG Ellscheid – einem Kontrahenten, mit dem der FSV in der Vergangenheit bereits zahlreiche emotionale und sportlich hochintensive Duelle austrug.
Die SG Ellscheid stellt für den Tarforster Traditionsverein keineswegs ein unbeschriebenes Blatt dar. Beide Mannschaften verbindet eine gemeinsame Historie in der Rheinlandliga, wo es wiederholt zu leidenschaftlich geführten und mitunter hitzigen Aufeinandertreffen kam. Die statistische Bilanz dieser Konfrontationen fällt dabei eindeutig zugunsten des FSV aus: Acht Siege bei lediglich zwei Niederlagen sowie drei Remis sprechen eine deutliche Sprache. Auch wenn sich beide Klubs mittlerweile in der sportlichen Realität einer Liga unterhalb der Rheinlandliga wiederfinden, bleibt die gewachsene Rivalität ein konstanter Begleiter – und verspricht erneut ein Spiel mit hohem Intensitäts- und Reibungspotenzial.
Die Rollenverteilung vor dem bevorstehenden Kräftemessen erscheint klar definiert: Der FSV Trier-Tarforst rangiert nach zehn absolvierten Partien ungeschlagen auf dem ersten Tabellenplatz. Mit imposanten 28 Zählern im Gepäck reisen die Schützlinge von Cheftrainer Patrick Zöllner mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein in die Vulkaneifel. Die gastgebende SG Ellscheid indes verweilt mit 14 Punkten aktuell auf Rang 9 der Tabelle – hat jedoch im bisherigen Saisonverlauf bereits ihr disruptives Potenzial unter Beweis gestellt.
Besonders prägnant war dabei der jüngste Achtungserfolg gegen das Spitzenteam aus Salmrohr, das Ellscheid mit einem überraschenden 1:0-Sieg in die Schranken wies – ein Resultat, das auch im Lager der Tarforster nicht unbeachtet blieb. „Ellscheid verfügt über eine gut ausbalancierte Mischung aus jungen Eigengewächsen und erfahrenen Leistungsträgern wie Becker und Spielertrainer Boos. Der jüngste Sieg über Salmrohr dokumentiert, dass diese Mannschaft in der Lage ist, auch klar favorisierte Gegner zu bezwingen. Wir rechnen mit schwierigen äußeren Bedingungen sowie einem äußerst engagierten Gegner“, betont Zöllner mit Blick auf das anstehende Auswärtsspiel.
Erschwert wird die bevorstehende Aufgabe zusätzlich durch eine angespannte personelle Konstellation auf Seiten des Tabellenführers. Mit Luca Heintl, Nicola Rigoni, Christoph Nickl, Neil Müller-Adams, Moritz Hannappel, Matthias Finsterwalder und Lewin Raithel fallen gleich sieben Akteure aus dem etablierten Stammkader aus – ein signifikanter Substanzverlust, der die ohnehin hohe Komplexität des Auswärtsspiels weiter potenziert. Hoffnung auf personelle Entlastung macht indes eine potenzielle Rückkehr von Leo Reh, der zuletzt aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stand und nun womöglich wieder in den Kader zurückkehren könnte.
Trotz dieser nicht unerheblichen personellen Disparitäten bleibt die Ambition im Lager des FSV unverändert hoch: Die bemerkenswerte Erfolgsserie soll auch in Ellscheid nahtlos fortgeführt werden. „Unser Anspruch ist es, den positiven Lauf weiterhin zu untermauern und auch in Ellscheid den nächsten Sieg einzufahren“, bekräftigt Zöllner.
Die Ausgangslage vor dem Aufeinandertreffen in der Vulkaneifel ist somit klar konturiert: Der FSV Trier-Tarforst geht als favorisierter Akteur in die Partie, trifft jedoch auf einen heimstarken und kampfbereiten Kontrahenten, der gewillt ist, dem Ligaprimus Paroli zu bieten. Für die Gäste aus der ältesten Stadt Deutschlands wird es maßgeblich darauf ankommen, die personellen Engpässe durch kollektive Geschlossenheit und eine fokussierte Gesamtperformance zu kompensieren. Gelingt dies, könnte der FSV nicht nur seine Tabellenführung weiter konsolidieren, sondern mit einem weiteren Erfolgserlebnis im Gepäck die Heimreise als unangefochtener Primus antreten. AM






















