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Nach dem Schützenfest gegen Franzenheim steht dem FSV Trier-Tarforst am kommenden Samstag erneut ein Aufsteiger gegenüber. Diesmal führt die Reise an die Mosel, wo der SV Niederemmel in Piesport auf die Höhenkicker wartet. Anstoß ist um 17:30 Uhr – und die Rollenverteilung scheint bereits vor dem Anpfiff klar.

Gerade erst hat der Tabellenführer der Bezirksliga West eindrucksvoll bewiesen, dass er auch gegen Liganeulinge keine Gnade kennt: Mit einem satten 10:0 fegte Tarforst die SG Franzenheim vom Platz – ein Ergebnis, das in der Liga für Aufsehen sorgte und die Dominanz des FSV weiter unterstrich. 34 Punkte, keine Niederlage, dazu die mit Abstand beste Offensive – der Tarforster Motor schnurrt aktuell wie ein gut geölter Sechszylinder.

Ganz anders die Gemütslage beim kommenden Gegner. Niederemmel, mit 13 Punkten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz (12), steckt mitten im Kampf ums sportliche Überleben. Drei Niederlagen in Serie, darunter gegen die Topteams aus Schweich und Salmrohr, haben die Stimmung im Moseltal zuletzt spürbar eingetrübt. Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus, und nun steht ausgerechnet der ungeschlagene Tabellenprimus vor der Tür – keine leichte Aufgabe für die Elf von der Mosel. Immerhin kann sich Niederemmel auf den Heimvorteil berufen und dürfte alles daransetzen, dem Favoriten mit Leidenschaft und Kampfgeist Paroli zu bieten.

Der FSV Trier-Tarforst hingegen reist mit breiter Brust an. Das Selbstvertrauen ist nach einer bislang makellosen Saison grenzenlos, die Stimmung im Team entsprechend gelöst. „Wir nehmen jeden Gegner ernst – auch Niederemmel. Natürlich wollen wir unseren Lauf fortsetzen und die nächsten drei Punkte einfahren, aber wir wissen, dass wir dafür erneut konzentriert auftreten müssen“, betont Cheftrainer Patrick Zöllner kurz und bündig.

Trotz des klaren Favoritenstatus gibt es beim Spitzenreiter Grund zur Vorsicht – und zwar personeller Natur. Gleich acht Ausfälle muss Zöllner kompensieren: Luca Heintl, Nicola Rigoni, Christoph Nickl, Neil Müller-Adams, Matthias Finsterwalder, Lewin Raithel, Luca Quint und Moritz Hannappel stehen allesamt nicht zur Verfügung. Ein beachtliches Lazarett, das dem Trainer einiges an Improvisationskunst abverlangt.

Doch selbst mit einigen Ausfällen bleibt Tarforst derzeit das Maß aller Dinge in der Bezirksliga West. Die mannschaftliche Geschlossenheit, gepaart mit individueller Klasse und unbändigem Siegeswillen, machen die Trierer Höhenkicker zu einem kaum zu stoppenden Gegner. Sollte der FSV auch in Piesport seine gewohnte Durchschlagskraft entfalten, dürfte der nächste Dreier nur Formsache sein.

Und wer weiß – vielleicht gibt’s nach dem Abpfiff an der Mosel ja den nächsten Grund zum Feiern. Tarforst jedenfalls will den eigenen Höhenflug nicht abbremsen lassen – schon gar nicht von einem Aufsteiger, der sich bislang tapfer gegen den Absturz stemmt. AM

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