• Beitrags-Kategorie:Fußball
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Vier Wochen Wintervorbereitung liegen inzwischen hinter dem FSV Trier-Tarforst – Wochen, die zunächst von zunehmender personeller Not geprägt waren. Was mit stabilen Trainingsgruppen und intensiver Arbeit begann, entwickelte sich zwischenzeitlich zu einer echten Belastungsprobe. Die Liste der Ausfälle wuchs kontinuierlich an, zeitweise fehlten gleich mehrere Stammkräfte. Besonders schmerzhaft war zuletzt der Ausfall von Routinier Florian Weirich, dessen Erfahrung und Präsenz auf und neben dem Platz nur schwer zu ersetzen sind.

Die angespannte Personalsituation stellte Mannschaft und Trainerteam vor große Herausforderungen. Die Kaderdecke war spürbar dünn, Alternativen begrenzt. Trainingseinheiten mussten angepasst, Belastungen genau gesteuert und Inhalte reduziert werden. In den ersten Testspielen standen ungewohnte Formationen auf dem Platz, Spieler übernahmen Rollen außerhalb ihrer gewohnten Positionen, während man auf eingespielte Automatismen häufig verzichten musste.

In den vergangenen Tagen war jedoch eine leichte Entspannung der Lage zu erkennen. Nach und nach kehrten einzelne Akteure ins Training zurück, die Trainingsgruppen wurden wieder etwas größer – ein wichtiger Schritt, der sich nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ bemerkbar machte. Diese Entwicklung wirkte sich spürbar positiv auf die Abläufe und die Trainingsintensität aus.

Trotz aller Widrigkeiten blieb der Blick stets nach vorne gerichtet. Der FSV hielt seinen Kurs – ohne Ausreden, ohne Jammern. Vielmehr rückte das Team enger zusammen, Verantwortung wurde neu verteilt, jüngere und bislang weniger eingesetzte Spieler traten verstärkt in Erscheinung. Gerade in dieser Phase zeigte sich, dass der bisherige Saisonverlauf kein Zufall ist, sondern auf einer stabilen Basis aus Zusammenhalt, Disziplin und Mentalität beruht.

Natürlich sind noch nicht alle personellen Sorgen verschwunden. Die Vorbereitung auf den Pflichtspielauftakt Ende Februar verläuft weiterhin unter erschwerten Bedingungen, wichtige Feinabstimmungen sind nur eingeschränkt möglich. Gleichzeitig wachsen mit der Rolle des ungeschlagenen Tabellenführers der Bezirksliga West die Erwartungen. Fragen nach der vollständigen Rückkehr der Verletzten, nach Belastbarkeit und Rhythmus begleiten den Weg in Richtung Rückrunde.

„Mit Blick auf die Rückrunde möchte ich ehrlich gesagt noch nicht zu weit vorausblicken, vor allem aufgrund unserer aktuellen Ausfälle. Wir versuchen, Woche für Woche mit den angeschlagenen und verletzten Spielern zu arbeiten und sie Schritt für Schritt wieder heranzuführen. Die Jungs, die aktuell trainieren und in den Testspielen zum Einsatz kommen, sind grundsätzlich alle auf einem sehr guten Weg. Sie sind lernfähig, hören aufmerksam zu und versuchen, die angesprochenen Punkte konsequent umzusetzen und sich deutlich zu verbessern. Unterm Strich lässt sich aber sagen: Es gibt noch viel zu lernen“, betont Cheftrainer Patrick Zöllner.

Dass sich der eingeschlagene Weg auszahlt, zeigte sich eindrucksvoll im Testspiel am vergangenen Samstag gegen den klassenhöheren Rheinlandligisten SG Vordereifel. Im Vergleich zum vorherigen Auftritt präsentierte sich die personelle Situation spürbar stabiler – ein Faktor, der sich auch im Spiel widerspiegelte. Der FSV agierte von Beginn an selbstbewusst, spielfreudig und konzentriert und belohnte sich am Ende mit einem auch in dieser Höhe verdienten 4:1-Erfolg.

Maßgeblichen Anteil hatte Leon Schmid, der mit einem sehenswerten Doppelpack seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte. Die weiteren Treffer erzielten Fabian Wey und Luca Heinel und rundeten eine geschlossene Mannschaftsleistung ab. Mit schnellen Kombinationen, hohem Tempo und guter Organisation gegen den Ball ließ Tarforst dem Gegner über weite Strecken kaum Raum zur Entfaltung.

In der kommenden Woche starten die Kicker von der Trierer Höhe nun in die fünfte Woche der Wintervorbereitung. Ziel bleibt es, die Abläufe weiter zu verfeinern und den letzten Feinschliff vor dem Pflichtspielstart zu erarbeiten.

Das nächste Testspiel steht bereits am Aschermittwoch, den 18. Februar, um 19:30 Uhr an. Gegner ist der A-Ligist SV Föhren. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz in Bekond, wo der FSV die nächste Gelegenheit erhält, den aktuellen Trainingsstand unter Wettkampfbedingungen zu überprüfen. AM

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