• Beitrags-Kategorie:Fußball
  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit

Ein Blick auf die Tabelle genügt, um die Lage klar einzuordnen: Der SV Schleid steht auf dem vorletzten Platz der Bezirksliga-West. 13 Punkte, 28 erzielte Tore, 36 Gegentreffer – Zahlen, die den Abstiegskampf schwarz auf weiß dokumentieren. Die vergangenen Wochen und Monate waren für die Kicker aus der tiefen Eifel schwierig, die Resultate blieben hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Doch wer nur auf die Tabelle schaut, sieht nicht das ganze Bild.

Denn diese Mannschaft ergibt sich nicht.

28 Tore sind kein Zufallsprodukt. Sie sind Ausdruck einer Offensive, die mutig nach vorne spielt, die Chancen kreiert und immer wieder zeigt, dass sie Spiele gestalten kann. In vielen Begegnungen agierte Schleid auf Augenhöhe, war keineswegs die unterlegene Mannschaft. Oft fehlten nur Nuancen – ein präziserer letzter Pass, ein konsequenterer Abschluss.

Auf der anderen Seite stehen 36 Gegentore. Sie erzählen die Geschichte von Phasen, in denen kleine Unaufmerksamkeiten teuer bezahlt wurden. Von Momenten, in denen die letzte Konsequenz fehlte, um enge Spiele über die Zeit zu bringen. Es sind Details, die im Abstiegskampf den Unterschied machen. Details, an denen gearbeitet wird.

Trainer Taner Weins bleibt ruhig. Keine Hektik, keine öffentlichen Schuldzuweisungen. Stattdessen Kontinuität, harte Trainingsarbeit und der feste Glaube an die eigene Qualität. Für ihn ist klar: Das Potenzial ist da – es muss nur konstanter abgerufen werden. Und genau daran arbeitet die Mannschaft Woche für Woche.

Drei Punkte aus den letzten fünf Spielen, zuletzt zwei Niederlagen in Serie – die Formkurve zeigt nach unten. Doch im Abstiegskampf geht es nicht um Perfektion. Es geht um Timing. Darum, im entscheidenden Moment zu punkten. Und genau hier liegt die große Chance: Der Abstand zum zwölften Tabellenplatz beträgt lediglich zwei Punkte. Zwei Zähler trennen Schleid vom rettenden Ufer. Das ist kein Abgrund – das ist eine realistische Aufgabe.

Ein Sieg kann die Tabelle drehen. Eine kleine Serie kann Dynamik und Selbstvertrauen freisetzen. Vieleicht schon am kommenden Samstag im schweren Auswärtsspiel beim noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Tarforst?

Das bislang einzige Pflichtspiel gegen den FSV Trier-Tarforst endete damals im Hinspiel mit einer 0:3-Niederlage. Ein klares Ergebnis – aber kein einseitiges Spiel. Über weite Strecken begegnete man sich auf Augenhöhe, lange war die Partie offen und intensiv geführt. Schleid stand tief und machte es dem Favoriten von der Trierer Höhe sichtlich schwer. Erst in den letzten zehn Minuten nutzte Tarforst seine Chancen konsequent und entschied das Duell für sich. Bis dahin war es ein Spiel, das ebenso gut mit einem Hauch Glück für Schleid in eine andere Richtung hätte kippen können. Und genau das macht Mut.

Der SV Schleid steckt mitten im Abstiegskampf – aber er ist keineswegs abgeschlagen. Die Mannschaft kennt ihre Schwächen, aber sie kennt auch ihre Stärken. 13 Punkte sind eine Herausforderung. 28 Tore und 36 Gegentore stehen für Licht und Schatten. Doch zwei Punkte Rückstand auf Rang zwölf bedeuten vor allem eines: Alles ist möglich.

Jetzt zählt der Glaube. Der Wille, in jedem Spiel an die Grenze zu gehen. Die Überzeugung, dass sich Einsatz auszahlt.

Der SV Schleid hat die Chance, diese Saison neu zu schreiben.
Nicht mit großen Worten – sondern mit Punkten. AM

Sponsoren und Partner

Peki
Fitness First
Lay Dachdecker
Sparkasse Trier
Volksbank Trier Eifel
Zurich Schmitt

11teamsports
Allianz Versicherung Michael Fuchs
Bierverlag Kessler
Bitburger
CL-Rolladen
Elektro Porn
Galileo Lebensmittel
Herres Immobilien
Immobilien Franzen
Köhler Sonderbau
Fleischerei Martin
sbt Kenn
Reifen Meuser
Restaurant Tarforst
Schreinerei Adams
save IT first
Gauer-Dahm Verkehrsbetrieb
Vet-Concept