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Was für ein Auftakt nach der Winterpause! Der FSV Trier-Tarforst meldet sich eindrucksvoll aus der spielfreien Zeit zurück und besiegt den SV Schleid am Samstagabend auf heimischem Platz mit 5:1. Vor heimischer Kulisse unterstreicht der Tabellenführer der Bezirksliga West einmal mehr seine Ambitionen und behauptet mit nun 46 Punkten souverän die Spitzenposition.

Von der ersten Minute an war zu spüren, dass Tarforst keine Zeit verlieren wollte. Mit hohem Tempo, klarer Körpersprache und großem Selbstbewusstsein ging der Spitzenreiter in die Partie. Doch auch der Tabellenvorletzte aus Schleid versteckte sich keineswegs. Statt sich nur hinten einzuigeln, suchten die Gäste immer wieder selbst den Weg nach vorne, setzten Nadelstiche und traten erstaunlich mutig auf.

Die frühe Entschlossenheit der Hausherren zahlte sich jedoch schnell aus: In der 9. Minute war es Luca Quint, der nach einem starken Angriff über die Seite den Ball sehenswert in den Winkel setzte. Ein Abschluss mit Präzision und Wucht – das frühe 1:0, das dem Spiel sofort seinen Stempel aufdrückte.

Nur drei Minuten später beinahe das nächste Highlight: Luca Heintel fasste sich aus der Distanz ein Herz und prüfte den Gästekeeper mit einem satten Schuss. Mit einer starken Parade lenkte dieser den Ball gerade noch über die Latte – eine Szene, die das Offensivpotenzial der Tarforster eindrucksvoll unterstrich.

Schleid blieb trotz des Rückstands engagiert und suchte weiter den Weg nach vorne, doch Tarforst präsentierte sich defensiv stabil und aufmerksam. In der 19. Minute folgte dann das 2:0: Fabian Wey nutzte einen Torwartfehler eiskalt aus und erhöhte für die Gastgeber. Zu diesem Zeitpunkt war Tarforst in nahezu allen Belangen überlegen – zweikampfstark, laufintensiv und mit klarer Spielstruktur.

Auch in der 26. Minute lag der nächste Treffer in der Luft. Benedikt Decker stieg nach einer Flanke hoch, doch sein Kopfball strich knapp über das Tor. In dieser Phase schien es nur eine Frage der Zeit, bis Tarforst weiter nachlegen würde.

Gegen Ende der ersten Halbzeit allerdings schlichen sich kleinere Ungenauigkeiten ins Passspiel der Hausherren ein. Die letzte Konsequenz im Offensivspiel fehlte, und Schleid blieb wachsam. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde dieser Mut belohnt: In der 45. Minute traf Salvatore Mule nach einem starken, schnellen Angriff und einem klugen Querpass zum 1:2-Anschluss. Frei vor dem Tor ließ er sich die Chance nicht nehmen – ein Treffer, der den Gästen neue Hoffnung gab und das Spiel zur Halbzeit noch einmal spannend machte.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine Partie, in der Schleid es dem Tabellenführer sichtlich schwer machte. Die Gäste standen nun tief, lauerten auf Konter und verteidigten konzentriert. Tarforst hatte weiterhin mehr Ballbesitz, doch die klaren Ideen im letzten Drittel fehlten zunächst.

In der 61. Minute bot sich Florian Weirich die große Möglichkeit: frei vor dem Tor scheiterte er jedoch am stark reagierenden Schlussmann der Gäste. Es war sinnbildlich für diese Phase – Überlegenheit ja, aber noch ohne zählbaren Ertrag.

Mit zunehmender Spielzeit wuchs jedoch der Druck der Hausherren. Tarforst blieb geduldig, glaubte an die eigene Qualität – und wurde belohnt. In der 83. Minute sorgte Felix Stüber für die Vorentscheidung. Frei vor dem Tor behielt er die Nerven und schob zum 3:1 ein. Ein Treffer mit enormer Wirkung.

Nun war der Bann gebrochen. Nur drei Minuten später erhöhte Elias Heitkötter nach einer präzisen Flanke von Luca Quint auf 4:1. Tarforst spielte die Partie nun mit Selbstverständnis und Spielfreude zu Ende.

Den Schlusspunkt setzte Leon Schmid in der 90. Minute – und wie! Direkt verwandelte er einen Eckball zum 5:1 ins Tor. Ein Kunststück, das an große Momente erinnerte, ausgeführt mit Mut, Technik und einer gehörigen Portion Klasse – ganz stark abgeschlossen.

Am Ende steht ein hochverdienter 5:1-Erfolg und ein gelungener Start in die Restsaison. Trotz der klaren Überlegenheit zeigte der SV Schleid über weite Strecken eine engagierte und mutige Leistung, verteidigte diszipliniert und setzte immer wieder offensive Akzente. Gerade in der Phase nach der Pause machte man es dem Spitzenreiter alles andere als leicht.

Doch Tarforst bewies Geduld, Qualität und Entschlossenheit. Mit Spielfreude, individueller Klasse und mannschaftlicher Geschlossenheit setzte der Tabellenführer ein deutliches Zeichen. Die Botschaft ist klar: Der FSV Trier-Tarforst ist bereit für die kommenden Aufgaben – und will ganz oben bleiben.

„Das Ergebnis klingt am Ende zwar souverän, doch ganz so eindeutig, wie es sich anhört, war es keineswegs. Wir sind gut in die Partie gestartet und haben uns in der Anfangsphase wirklich ordentlich präsentiert. Nach unseren beiden Treffern hatten wir allerdings aus meiner Sicht ein Stück weit die Nase zu hoch und haben nicht mehr mit der nötigen Konsequenz investiert. Dadurch haben wir es Schleid leichter gemacht – und das haben sie stark genutzt, indem sie kurz vor der Pause den Anschlusstreffer erzielt haben. In der Halbzeit habe ich deshalb klar und deutlich angesprochen, dass wir seriös weiterspielen und nicht fünf Gänge zurückschalten dürfen, nur weil wir mit zwei Toren führen. Im zweiten Durchgang ist es uns dann letztlich gelungen, unsere Stärke wieder konsequenter auszuspielen und in weitere Tore umzumünzen“, betont Cheftrainer Patrick Zöllner.

Weiter geht’s nun am Samstag in einer Woche mit einem weiteren Heimspiel um 18:00 Uhr gegen die SG Zewen. AM

Spiel-Infos

So spielte der FSV Trier-Tarforst: Kloy – Quint – Arnold – Heintel (87. Schmid) – Suder – Kiesewetter – Decker – Gouverneur – Wey (66. Heitkötter) – Scheuring (66. Schmid) – Weirich

Tore: 1:0 (9. Quint) – 2:0 (19. Wey) – 1:2 (45. Mule) – 3:1 (83. Stüber) – 4:1 (86. Heitkötter) – 5:1 (90. Schmid)

Schiedsrichter: Philipp Michels

Zuschauer: 110

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