• Beitrags-Kategorie:Fußball
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Es gibt Phasen in einer Saison, da fühlt sich jedes Spiel an wie ein Endspiel. Für die SG Zewen ist genau dieser Moment gekommen. Der Blick auf die Tabelle der Bezirksliga West zeigt Rang 14, drittletzter Platz, 14 Punkte. 37 erzielte Tore stehen 75 Gegentreffern gegenüber – eine Bilanz, die deutlich macht, wie schmal der Grat zwischen Hoffnung und Rückschritt derzeit ist.

Und doch: Wer in diesen Tagen rund um den Platz in Zewen zuhört, spürt keinen Fatalismus. Sondern Trotz. Entschlossenheit. Den festen Glauben daran, dass diese Geschichte noch nicht zu Ende geschrieben ist.

37 Tore sind kein Wert eines Teams, das sich nur hinten einigelt. Zewen sucht den Weg nach vorne, scheut kein Risiko. Immer wieder blitzen spielerische Qualität und Offensivdrang auf. Doch die andere Seite der Medaille ist schmerzhaft sichtbar: 75 Gegentore sind zu viel. Zu oft wurde guter Aufwand nicht belohnt, weil in entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz fehlte.

Die vergangenen Monate verliefen holprig. Aus den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft lediglich vier Punkte. Die jüngste Niederlage am vergangenen Sonntag zuhause gegen den FSV Salmrohr war bereits die dritte Pleite in Folge (1:6). Wieder ein Spiel, in dem Phasen Hoffnung machten – und am Ende doch Ernüchterung zurückblieb.

Dabei hat der Verein im Winter reagiert und personell nachgelegt. In der Winterpause verstärkte sich die SG Zewen gezielt – unter anderem mit zwei Spielern, die das Umfeld in Tarforst bestens kennen: Joel Schneemilch und Jonas Witz tragen nun das Zewener Trikot. Zwei Ex-Tarforster, die nicht nur Qualität, sondern auch zusätzliche Motivation mitbringen – gerade mit Blick auf das kommende Duell.

An der Seitenlinie bleibt Stefan Castello ruhig. Der Ex-Tarforster weiß, dass Hektik im Abstiegskampf selten ein guter Ratgeber ist. Seine Botschaft ist klar: weiterarbeiten, zusammenbleiben, an die eigene Stärke glauben.

Denn trotz Tabellenplatz 14 ist die Situation alles andere als aussichtslos. Zewen notiert einen Zähler weniger zum rettenden Ufer. Ein Sieg kann die Tabelle neu sortieren, eine kleine Serie das Selbstvertrauen zurückbringen. Castello fordert vor allem Stabilität – weniger einfache Gegentore, mehr Konsequenz in den entscheidenden Momenten.

Nun steht ausgerechnet am kommenden Samstag um 18:00 Uhr das schwerste Auswärtsspiel der Saison bevor. Es geht zum noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Tarforst. Das Hinspiel endete deutlich mit 0:5 – eine schmerzhafte Erinnerung. Doch genau solche Aufgaben bergen auch Chancen.

Denn was hat Zewen zu verlieren? Gegen den Primus erwartet kaum jemand Punkte. Vielleicht ist genau das die Freiheit, die es braucht. Leidenschaft, Disziplin, Geschlossenheit – Tugenden, die im Abstiegskampf oft mehr zählen als Tabellenstände.

Für die SG Zewen geht es in den kommenden Wochen nicht nur um Punkte. Es geht um Haltung. Um die Frage, wie man reagiert, wenn Gegenwind stärker wird.

Abstiegskampf schreibt keine leichten Geschichten – aber oft die intensivsten. Und manchmal reicht ein einziges Spiel, um eine neue Richtung einzuschlagen.

Zewen steht am Scheideweg. Jetzt entscheidet sich, welchen Weg diese Saison nimmt. AM

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