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Im Nachholspiel der Kreisliga A musste sich der FSV Trier-Tarforst im Lokalderby beim direkten Nachbarn SV Trier-Irsch mit 0:3 geschlagen geben. Für Tarforst war die Ausgangslage bereits vor der Partie schwierig, denn im Kampf um den Klassenerhalt war die Mannschaft dringend auf Punkte angewiesen. Allerdings wartete mit dem Tabellenführer aus Irsch ausgerechnet einer der stärksten Gegner der Liga. Eine Überraschung wäre möglich gewesen, blieb am Ende jedoch aus.

Von Beginn an übernahmen die Gastgeber die Kontrolle über das Spielgeschehen und zeigten, warum sie aktuell an der Tabellenspitze stehen. Trier-Irsch ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und versuchte, die Tarforster Defensive mit viel Ballbesitz und Druck früh zu beschäftigen. Tarforst stellte sich jedoch gut auf den Favoriten ein und präsentierte sich vor allem defensiv sehr konzentriert. Mit einer kompakten Ordnung, großem Einsatz und viel Laufarbeit gelang es den Gästen, die Räume eng zu halten und klare Torchancen zunächst weitgehend zu verhindern.

Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieb Irsch zwar spielbestimmend, doch Tarforst verteidigte diszipliniert und hielt das Derby lange offen. Die Gastgeber kamen immer wieder gefährlich in Strafraumnähe, fanden jedoch zunächst kein Durchkommen gegen die engagierte Tarforster Defensive. So ging es torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild zunächst fort. Trier-Irsch bestimmte weiterhin das Tempo der Partie und erhöhte nach und nach den Druck, während Tarforst versuchte, mit viel Kampfgeist dagegenzuhalten und gelegentlich für Entlastung zu sorgen. Mit zunehmender Spieldauer machte sich jedoch bemerkbar, dass die Gäste viel Defensivarbeit leisten mussten. Rund zwanzig Minuten vor dem Ende wurde der Druck schließlich zu groß.

In der 70. Minute gelang den Gastgebern der längst überfällige Führungstreffer. Joah Wallerius nutzte eine Offensivaktion des Tabellenführers und brachte Trier-Irsch mit 1:0 in Führung. Für Tarforst war dieser Treffer ein spürbarer Rückschlag, und nur wenige Minuten später folgte bereits der nächste. In der 75. Minute erhöhte Paul Thommes auf 2:0 und sorgte damit für eine Vorentscheidung in diesem Derby. Tarforst versuchte zwar noch einmal zu reagieren, fand offensiv jedoch kaum Mittel gegen die weiterhin stabile Mannschaft aus Irsch. Kurz vor dem Abpfiff setzte Luca Klupsch schließlich den Schlusspunkt und traf in der 86. Minute zum 3:0-Endstand.

Für die Zwote des FSV Trier-Tarforst bleibt die Situation damit weiterhin schwierig. Die Mannschaft wartet noch immer auf den ersten Sieg im neuen Jahr und belegt mit 15 Punkten aktuell den ersten Abstiegsplatz der Kreisliga A (Rang 12). Trotz der Niederlage zeigte Tarforst über weite Strecken eine engagierte Leistung und hielt die Partie gegen den Tabellenführer lange offen, ehe die Gastgeber in der Schlussphase ihre Überlegenheit entscheidend ausspielen konnten.
„Irsch hatte zwar mehr Spielanteile, ohne dabei jedoch wirklich gefährlich zu werden. Die vielen Diagonalbälle haben wir gut verteidigt. Nach vorne hatten wir zwar unsere Umschaltmomente, haben diese aber nicht sauber ausgespielt. Genau das ist aktuell unser größtes Manko: selbst mehr Gefahr zu entwickeln. Wir hatten im Grunde keine echte Torchance, das war insgesamt zu wenig. In einigen Situationen – etwa im Zwei-gegen-eins – haben wir es zu kompliziert gespielt, statt den Abschluss zu suchen. Defensiv war unsere Leistung dagegen sehr gut. Trotzdem kassieren wir zwei unnötige Gegentore nach zweiten Bällen. Das zweite war dann auch noch zudem ein richtiger Sonntagsschuss. Insgesamt waren Auftritt und Einsatz der Mannschaft aber gut“, so Trainer Alexander Becker.

Nun richtet sich der Blick auf das nächste Spiel, das für Tarforst im Kampf um den Klassenerhalt große Bedeutung hat. Am Sonntag in einer Woche trifft die Mannschaft um 14:45 Uhr auf den direkten Tabellennachbarn SG Kanzem, der derzeit den elften Tabellenplatz belegt. In diesem Kellerduell wird Tarforst alles daran setzen, endlich den ersten Sieg des Jahres einzufahren und wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. AM

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