• Beitrags-Kategorie:Fußball
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Ein Hauch von Neuanfang lag in der Luft, als der FSV erstmals in der neu benannten PEKI-Arena auflief – und die Trierer Höhenkicker lieferten genau die Geschichte, die zu so einem Abend passt. Von der ersten Sekunde an brannte der Liga-Primus ein kleines Offensivfeuerwerk ab, als wolle er keine Zweifel daran lassen, wer hier das Spiel bestimmen würde.

Kaum hatte die Partie begonnen, lag der Ball beinahe schon im Netz. Nach einer scharf getretenen Flanke von Fabian Wey kam Böhme frei zum Abschluss – doch der Moment verpuffte knapp. Es war der Auftakt zu einer Anfangsphase, in der Tarforst Tempo, Druck und Präzision kombinierte. Lüxem, die Grünewälder, wurden tief in die eigene Hälfte gedrängt, verteidigten leidenschaftlich, aber waren fast ausschließlich mit dem Reagieren beschäftigt.

Und dennoch: Der SVL versteckte sich nicht. Ein erster Distanzversuch von Max Mertes rauschte knapp am Tor vorbei – ein kurzes Aufbäumen in einer Phase, die ansonsten klar den Tarforstern gehörte. Der FSV kombinierte sich immer wieder sehenswert nach vorne, zeigte Struktur im Spielaufbau und Konsequenz gegen den Ball.

Die Führung war nur eine Frage der Zeit – und sie fiel spektakulär. Elias Heitkötter nahm sich in der 18. Minute den Raum und setzte den Ball aus spitzem Winkel sehenswert in den Winkel. Ein Treffer, der nicht nur das Spiel öffnete, sondern auch sinnbildlich für die Überlegenheit der Zöllner-Elf stand.

Doch Tarforst wollte mehr. Immer wieder rollten die Angriffe auf das Lüxemer Tor zu. Florian Weirich zwang den Keeper zu einer Glanzparade, Fabian Wey verpasste das zweite Tor nur um Haaresbreite. Auch ein Konter über Benedikt Decker und Luis Böhme ließ die Zuschauer kurz den Atem anhalten – wieder fehlte nur ein kleiner Tick.

Erst gegen Ende der ersten Hälfte fanden die Grünewälder mehr Mut. Sie schoben nach, suchten Abschlüsse und setzten kleine Nadelstiche. Doch zur Pause blieb das Gefühl: Das 1:0 war für Lüxem fast schon schmeichelhaft.

Nach dem Seitenwechsel blieb Tarforst zunächst eiskalt. Ein sauber vorgetragener Angriff, eine präzise Hereingabe von Fabian Wey – und Nicola Rigoni vollendete in der 53. Minute abgeklärt zum 2:0. Es war die logische Fortsetzung eines dominanten Auftritts.

Doch Fußball wäre nicht Fußball ohne seine Wendungen. Lüxem gab sich nicht auf, kämpfte sich zurück in die Partie. Als Felix Kloy wenig später im Eins-gegen-eins stark gegen Leon Backes parierte, war das bereits ein erstes Signal. Und plötzlich kippte die Dynamik ein wenig: Tarforst wurde fehleranfälliger, Lüxem mutiger.

Dann kam die Szene, die das Spiel noch einmal aufriss. Tilmann Meeth zog aus rund 30 Metern ab – zunächst scheiterte er noch am glänzend reagierenden Kloy. Doch nur Augenblicke später machte er es besser: Anschluss zum 2:1. Die Partie war wieder offen, die Hoffnung bei den Grünewäldern spürbar.

Doch genau in dieser Phase zeigte der FSV seine Reife. Statt zu wackeln, antworteten die Tarforster mit Klarheit. Luca Quint setzte zu einem starken Solo an, behielt den Überblick und legte perfekt für Leon Schmid auf – 3:1. Die Entscheidung.

Nun war die Leichtigkeit zurück. Tarforst spielte wieder mit Selbstverständnis, suchte weiter den Weg nach vorne. Pascal Probst hatte sogar noch das vierte Tor auf dem Fuß, ehe in der Nachspielzeit Benedikt Decker einen Konter eiskalt abschloss und den Abend endgültig vergoldete.

Als der Schlusspfiff ertönte, stand nicht nur ein 4:1 auf der Anzeigetafel, sondern auch ein klares Zeichen: Der FSV bleibt das Maß der Dinge. Lüxem hatte gekämpft, Phasen gehabt, in denen Hoffnung aufkam – doch am Ende war die Qualität des Liga-Primus zu groß.

Und so wurde aus einem besonderen Abend in eigener Stube genau die Geschichte, die man sich in Tarforst erhofft hatte: ein Spiel mit Tempo, Wendung und einem klaren Sieger.

„Ja, insgesamt bin ich mit unserer Leistung in der zweiten Halbzeit nicht zufrieden. Die Laufbereitschaft hat spürbar nachgelassen, und auch die Passqualität war deutlich zu ungenau. Nach dem 2:0 haben wir zu offensiv agiert, sind mit zu vielen Spielern nach vorne gegangen und haben die nötige Absicherung vermissen lassen. Dadurch haben wir den Gegner regelrecht zu Kontern eingeladen. Wenn Lüxem seine Chancen konsequenter genutzt hätte, hätte das Spiel durchaus noch einmal eng werden können. Am Ende steht zwar ein 4:1, was auf den ersten Blick sehr souverän wirkt, aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir vor allem in der zweiten Halbzeit zu wenig gezeigt haben. Die erste Halbzeit war dagegen wirklich ordentlich. Beim Stand von 1:0 hätten wir bereits deutlich höher führen können – die Chancen, die wir uns herausgespielt haben, waren gut, unter anderem durch Böhme, Wey und Quint. Das war insgesamt sauber und strukturiert herausgespielt. Für die Zukunft gilt es nun, diese starke erste Halbzeit über die gesamte Spielzeit zu bestätigen. Denn gegen kommende Gegner wird eine Leistung wie in der zweiten Halbzeit nicht ausreichen“, betont Cheftrainer Patrick Zöllner.

Viel Zeit zum Innehalten bleibt allerdings nicht – schon am Mittwochabend wartet auswärts die nächste Aufgabe beim FSV Salmrohr. Anstoß im Salmtalstadion ist dann um 19:30 Uhr. AMBilder: Maren Fey

Spiel-Infos

So spielte der FSV Trier-Tarforst: Kloy – Quint – Böhme (60. Schmid) – Rigoni (80. Probst) – Heitkötter (80. Raithel) – Suder – Kiesewetter – Decker – Gouverneur – Wey (70. Stüber) – Weirich

Tore: 1:0 (19. Heitkötter) – 2:0 (52. Rigoni) – 1:2 (82. Meeth) – 3:1 (85. Schmid) – 4:1 (94. Decker)

Schiedsrichter: Michael Kausch

Zuschauer: 120

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