• Beitrags-Kategorie:Fußball
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Ein lauer, sonnendurchfluteter Frühsommerabend bildete die atmosphärische Kulisse für eine Partie, die am Ende zu einer eindrucksvollen Demonstration der Überlegenheit geriet. Der noch ungeschlagene Liga-Primus aus Trier-Tarforst ließ beim abgeschlagenen Schlusslicht SG Geisfeld/Rascheid keinerlei Zweifel an den Kräfteverhältnissen aufkommen und triumphierte in geradezu souveräner Manier mit 7:0. Ein Resultat, das nicht nur die Ambitionen der Gäste untermauert, sondern auch unmissverständlich signalisiert: Die Meisterschaft ist zum Greifen nah.

Dabei begann die Begegnung zunächst mit einer gewissen Zähigkeit. Die Gastgeber agierten aus einer kompakten Defensive heraus, verdichteten geschickt die Räume und zwangen die Trierer Höhenkicker zu geduldigem Ballbesitzspiel. Früh deutete sich jedoch an, in welche Richtung sich das Spiel entwickeln würde. Bereits in der 8. Minute prüfte Elias Heitkötter mit einem Abschluss knapp über das Gehäuse die Aufmerksamkeit der Hintermannschaft. Nur zwei Minuten später verpasste auch Luca Quint denkbar knapp die Führung – ein erstes Aufflackern der offensiven Durchschlagskraft der Tarforster.

Doch Geisfeld stemmte sich mit bemerkenswerter Moral gegen die drohende Übermacht, kämpfte um jeden Meter und ließ den Tabellenführer zunächst nicht zur Entfaltung kommen. Noch in der 33. Minute offenbarte sich eine gewisse Ungenauigkeit im Spiel der Gäste, deren Aktionen bis dahin nicht die letzte Präzision vermissen ließen.

Dann jedoch kippte die Partie binnen weniger Augenblicke – und zwar endgültig. In der 34. Minute scheiterte Benjamin Arnold nach feinem Zuspiel von Fabian Wey noch, doch nur eine Zeigerumdrehung später war es soweit: Florian Weirich zirkelte einen Freistoß mit technischer Raffinesse direkt ins Netz – ein Treffer von bemerkenswerter Qualität und zugleich der Dosenöffner.

Was folgte, war ein regelrechter Sturmlauf. In der 40. Minute erhöhte Elias Heitkötter nach mustergültiger Vorarbeit von Weirich auf 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff nutzte erneut Weirich einen folgenschweren Ballverlust der Gastgeber eiskalt aus und stellte auf 3:0 – die Vorentscheidung war gefallen, noch ehe der Halbzeittee gereicht wurde.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der FSV wie entfesselt. Mit spielerischer Leichtigkeit und wachsender Dominanz kontrollierten die Gäste das Geschehen nun nach Belieben. In der 52. Minute vollendete Fabian Wey eine präzise Hereingabe von Luca Heintel zum 4:0, ehe sieben Minuten später ein sehenswert herausgespielter Treffer folgte: Über Nils Kiesewetter und Luis Böhme landete der Ball schließlich bei Heitkötter, der mühelos zum 5:0 einschob.

Spätestens jetzt war aus einem Pflichtspiel eine Machtdemonstration geworden. Die Tarforster kombinierten flüssig, wirkten gelöst und spielfreudig – die Gegenwehr der Gastgeber war längst gebrochen. In der 70. Minute machte Benedikt Decker das halbe Dutzend voll, ehe Luis Böhme in der 74. Minute nach einem zunächst vergebenen Versuch von Wey den Abpraller zum 7:0 verwertete.

Trotz der klaren Verhältnisse bewahrte sich Geisfeld bis zum Schluss einen Funken Ehrgeiz. In den Schlussminuten bot sich sogar die Gelegenheit zum Ehrentreffer, doch zweimal scheiterten die Angreifer freistehend am glänzend reagierenden Keeper Luca Merling, der mit vollem Körpereinsatz und bemerkenswerter Entschlossenheit die Null festhielt.

So blieb es beim auch in dieser Höhe verdienten Kantersieg der Gäste, die damit ihre makellose Bilanz weiter ausbauen und mit breiter Brust dem Saisonfinale entgegenblicken.

Cheftrainer Patrick Zöllner brachte es nach Abpfiff nüchtern auf den Punkt:
„Ich glaube, es gibt da gar nicht viel zu sagen. Fakt ist, wir haben unsere Hausaufgaben erfüllt und standesgemäß 7:0 gewonnen und haben uns zudem eine gute Ausgangsposition gemacht für nächste Woche im Heimspiel gegen Ellscheid, die Meisterschaft klar zu machen.“

Und so richtet sich der Blick bereits nach vorne: Am kommenden Samstag um 18:00 Uhr empfängt der Tabellenführer die SG Ellscheid – ein Spiel, das zum finalen Schritt auf dem Weg zur verdienten Meisterschaft werden könnte. AM

Spiel-Infos

So spielte der FSV Trier-Tarforst: Merling – Quint (60. Scheuring) – Arnold – Heintel – Heitkötter – Suder – Stüber (67. Schmid) – Kiesewetter (67. Decker) – Gouverneur (46. Böhme) – Wey – Weirich

Tore: 1:0 (33. Weirich) – 2:0 (42. Heitkötter) – 3:0 (45. Weirich) – 4:0 (53. Wey) – 5:0 (60. Heitkötter) – 6:0 (71. Decker) – 7:0 (75. Böhme)

Schiedsrichter: Leon Boos

Zuschauer: 100

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