
Es war ein Spiel, in dem es nicht nur um drei Punkte ging, sondern um Hoffnung, Moral und den festen Glauben an den Klassenerhalt – und das auswärts im Trierer Süden. Die Tarforster Reserve lieferte im Duell gegen den VfL Trier eine leidenschaftliche Vorstellung ab und sicherte sich am Ende einen hart erkämpften 2:1-Erfolg in fremder Umgebung.
Von Beginn an präsentierten sich die Trierer Höhenkicker hellwach und zielstrebig. Bereits in der 6. Minute setzte Aaron Baltes ein erstes Ausrufezeichen: Nach einer präzisen und kraftvollen Flanke von der linken Seite stieg er entschlossen in die Höhe und köpfte zur frühen Führung ein. Die Zwote war sofort im Spiel – präsent in den Zweikämpfen, strukturiert im Aufbau und mit klar erkennbarer spielerischer Linie.
Auch in der Folge blieb der FSV tonangebend. Während der VfL Trier bemüht war mitzuhalten, offenbarten sich insbesondere in der Defensive immer wieder Lücken. In der 27. Minute nutzten die Tarforster diese Schwächen eiskalt aus: Baltes prüfte den gegnerischen Schlussmann aus der Distanz, der den Ball zwar abwehren konnte, ihn jedoch nicht entscheidend klärte. Christoph Nickl schaltete am schnellsten und staubte souverän zum 2:0 ab.
Mit dieser Führung im Rücken kontrollierten die Tarforster zunächst das Geschehen und überzeugten durch eine stabile Defensive sowie ein diszipliniertes Auftreten. Doch nach dem Seitenwechsel wandelte sich das Bild. Der VfL Trier kam mit neuer Entschlossenheit aus der Kabine, erhöhte den Druck und gewann zunehmend die Oberhand im Mittelfeld.
Die Partie nahm an Intensität zu, und acht Minuten vor dem Ende wurde es nochmals spannend: Matheus Maciell nutzte eine Gelegenheit und verkürzte auf 1:2. Plötzlich war die Begegnung wieder völlig offen, und die Nervosität auf Seiten der Tarforster spürbar.
Kurz darauf folgte ein weiterer Rückschlag für den FSV: Yahia Elgawady sah nach einem harten Foul die Rote Karte. In Unterzahl mussten die Tarforster Reserve die verbleibenden Minuten überstehen – eine echte Bewährungsprobe im Abstiegskampf.
Der VfL warf nun alles nach vorne, drängte mit Vehemenz auf den Ausgleich und erspielte sich mehrere aussichtsreiche Chancen. Doch die Tarforster verteidigten mit Leidenschaft, Einsatz und dem Quäntchen Glück, das in solchen Spielen oft den Unterschied macht.
Als der Schlusspfiff ertönte, war die Erleichterung groß: Die Trierer Höhenkicker sicherten sich – auswärts im Trierer Süden – den zweiten Sieg in Folge und verschafften sich damit wertvolle Luft im Tabellenkeller.
„Es war ein verdienter Sieg, vor allem auf Grundlage der ersten Halbzeit. In dieser Phase hätten wir das Spiel bereits klarer gestalten können – ein drittes Tor wäre absolut möglich gewesen, wir haben unsere Chancen jedoch nicht konsequent genug genutzt. Nach der Pause war dann klar, dass der Gegner mehr Risiko gehen musste. Dadurch fiel das 2:1, wobei wir auch zuvor schon gute Umschaltsituationen hatten, die wir besser hätten ausspielen können, um frühzeitig alles zu entscheiden. Mit dem Anschlusstreffer wurde es natürlich ein offenes Spiel. Wenn der Gegner alles nach vorne wirft, kann immer etwas passieren. Insgesamt haben wir es jedoch gut verteidigt, uns geschlossen dagegen gestemmt und nur noch einen Pfostentreffer zugelassen. Die Mannschaft hat großen Einsatz gezeigt und sich in jeden Zweikampf geworfen – es war am Ende ein echtes Kampfspiel. Unterm Strich geht der Sieg absolut in Ordnung, und wir freuen uns über drei extrem wichtige Punkte“, so Trainer Alexander Becker.
Am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr wartet bereits die nächste richtungsweisende Partie, wenn die Tarforster im heimischen Wohnzimmer die FSG Ehrang/Pfalzel zum nächsten Abstiegskrimi empfangen. AM






















