
Am Samstagabend setzte der bereits seit zwei Wochen feststehende Meister FSV Trier-Tarforst ein eindrucksvolles Ausrufezeichen hinter eine ohnehin außergewöhnliche Saison. Nach der ersten und einzigen Niederlage der Spielzeit in der Vorwoche beim 2:3 gegen Franzenheim präsentierte sich die Zöllner-Elf im letzten Heimspiel der Saison wieder in jener imponierenden Verfassung, die den Rheinlandliga-Aufsteiger über Monate hinweg zur dominierenden Kraft der Liga gemacht hatte. Gegen die SG Niederemmel triumphierten die Trierer Höhenkicker vor heimischer Kulisse hochverdient mit 7:1 und lieferten dabei eine offensiv berauschende Vorstellung ab.
Schon mit dem ersten Angriff entwickelte sich eine Partie, in der die Rollen frühzeitig verteilt waren. Der Tabellenführer übernahm unmittelbar die Kontrolle, kombinierte mit bemerkenswerter Präzision durch die eigenen Reihen und ließ den Gästen kaum Gelegenheit zum Durchatmen. Niederemmel stemmte sich zwar mit großer Moral gegen die spielerische Überlegenheit des Meisters, doch der permanente Druck der Hausherren erwies sich als nahezu erdrückend.
Bereits in der 8. Minute eröffnete der FSV den Torreigen. Nach einem schnellen Angriff wurde Benedikt Decker mit einer präzisen Flanke mustergültig in Szene gesetzt. Frei vor dem Tor blieb der Offensivakteur eiskalt und schob souverän zum frühen 1:0 ein. Es war der Auftakt zu einer furiosen ersten Halbzeit der Tarforster, die ihre spielerische Dominanz in beeindruckender Konsequenz auf den Platz brachten.
Die Gäste hielten kämpferisch dagegen, doch die Qualität der Zöllner-Elf war an diesem Abend schlichtweg zu groß. In der 10. Minute erhöhte erneut Benedikt Decker auf 2:0. Vorausgegangen war eine starke Vorarbeit von Phil Scheuring, der mit Übersicht und Präzision den perfekten Moment für den entscheidenden Pass fand. Tarforst kombinierte sich immer wieder sehenswert durch die gegnerischen Reihen und setzte Niederemmel unter Dauerbeschuss.
Nur vier Minuten später folgte bereits der nächste Wirkungstreffer. Nicola Rigoni vollendete in der 14. Minute nach exzellenter Vorlage von Elias Heitkötter zum 3:0. Besonders die offensive Variabilität der Trierer Höhenkicker war in dieser Phase bemerkenswert. Immer wieder entstanden gefährliche Situationen durch schnelles Umschaltspiel, dynamische Laufwege und technisch anspruchsvolle Kombinationen.
Trotz der deutlichen Überlegenheit der Hausherren gelang Niederemmel in der 37. Minute der zwischenzeitliche Anschluss. Nach einem Abwehrfehler des Meisters reagierte Dustin Geisler am schnellsten und brachte den Ball zum 1:3 im Tor unter. Doch echte Spannung wollte dadurch nicht aufkommen. Zu dominant agierte der Tabellenführer an diesem Abend.
Praktisch im direkten Gegenzug stellte Tarforst die alten Verhältnisse wieder her. Nachdem Benedikt Decker zunächst den Pfosten getroffen hatte, landete der Ball bei Elias Heitkötter, der in der 41. Minute mit einer sehenswerten Hackenbewegung zum 4:1 vollendete. Ein Treffer voller Eleganz und technischer Raffinesse, der die spielerische Klasse der Gastgeber eindrucksvoll unterstrich.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie fest in der Hand der Gastgeber. Der Meister kontrollierte Tempo, Ballbesitz und Spielgeschehen nahezu nach Belieben. In der 58. Minute war weiterhin klar zu erkennen, wer an diesem Abend die tonangebende Mannschaft stellte. Niederemmel verteidigte leidenschaftlich, doch die Angriffswellen der Tarforster rissen nicht ab.
In der 70. Minute krönte Nicola Rigoni seine starke Leistung mit seinem zweiten Treffer des Abends. Nach einem sehenswerten Solo setzte sich der Offensivspieler entschlossen durch und traf gekonnt zum 5:1. Die Begegnung war längst entschieden, doch die Zöllner-Elf blieb hungrig und spielfreudig.
Nur acht Minuten später durfte sich auch Christoph Nickl in die Torschützenliste eintragen. Mit dem Treffer zum 6:1 schnürte der Meister endgültig das halbe Dutzend und sorgte für ausgelassene Stimmung auf den Rängen. Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Benedikt Decker in der 80. Minute. Mit seinem dritten Treffer des Abends markierte er den 7:1-Endstand und machte den überzeugenden Heimauftritt der Trierer Höhenkicker perfekt.
Es war die passende Antwort auf die Niederlage der Vorwoche und gleichzeitig ein weiterer Beweis für die außergewöhnliche Qualität dieser Mannschaft. Der Rheinlandliga-Aufsteiger demonstrierte noch einmal eindrucksvoll jene Dominanz, Konstanz und Offensivkraft, die den Verein über die gesamte Saison hinweg ausgezeichnet hatten.

Cheftrainer Patrick Zöllner zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden und ordnete den gelungenen Heimabschluss emotional ein:
„Wir wollten uns natürlich nochmal mit einem schönen Abschluss zu Hause verabschieden und den Zuschauern ein ordentliches Spiel mit vielen Toren bieten. Gleichzeitig wollten wir zeigen, dass wir über die gesamte Saison hinweg hervorragende Leistungen gebracht haben. Es war ein schöner Abschluss vor heimischer Kulisse. Jetzt steht noch das Auswärtsspiel in Schweich an, und damit geht hier eine schöne Zeit zu Ende.“
Nach dem Schlusspfiff wurde es zudem emotional in der Tarforster PEKI-Arena. Spieler sowie das Trainerteam wurden würdig verabschiedet — ein besonderer Moment, über den allerdings noch ein gesonderter Artikel folgen wird.
Bevor die Saison endgültig endet, wartet nun allerdings noch ein letzter Höhepunkt auf den Meister. Am Samstag, den 23. Mai, gastiert der FSV Trier-Tarforst um 18:00 Uhr beim ewigen Rivalen TuS Mosella Schweich. Dort treffen die beiden besten Mannschaften der Liga aufeinander: der souveräne Meister aus Tarforst und der Tabellenzweite aus Schweich, der im Anschluss den Weg über die Relegation antreten wird. Ein würdiger Saisonabschluss zweier herausragender Mannschaften. AM
Spiel-Infos
So spielte der FSV Trier-Tarforst: Kloy – Arnold – Heintel – Rigoni (76. Baltes) – Heitkötter (72. Nickl) – Suder (60. Schmid) – Stüber – Kiesewetter – Decker (83. München) – Scheuring (46. Böhme) – Weirich
Tore: 1:0 (8. Decker) – 2:0 (11. Decker) – 3:0 (14. Rigoni) – 1:3 (37. Geisler) – 4:1 (42. Heitkötter) – 5:1 (68. Rigoni) – 6:1 (77. Nickl) – 7:1 (79. Decker)
Schiedsrichter: Tobias Kuba
Zuschauer: 120






















