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Die Brust ist breit, die Stimmung gut – und der Hunger auf den nächsten Dreier ungebrochen. Am kommenden Samstag empfängt der FSV Trier-Tarforst zum vierten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga den TuS Immendorf in der heimischen PEKI-Arena. Nach einem starken Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen sowie dem jüngsten Einzug in die dritte Rheinlandpokalrunde wollen die Trierer Höhenkicker nun auch im Ligaalltag nachlegen. Zwei Siege, ein Remis und dazu das erfolgreiche Pokalspiel am vergangenen Mittwoch: Der Auftakt der neuen Spielzeit kann sich sehen lassen. Aktuell rangiert der FSV auf Platz sechs (punktgleich mit allen oberen Plätzen) – und möchte diesen positiven Trend vor heimischer Kulisse fortsetzen.

Doch bevor die Hausherren über den nächsten Dreier sprechen dürfen, wartet mit den Koblenzer Vorstädtern eine Mannschaft, die keineswegs unterschätzt werden darf. Immendorf erwischte einen furiosen Start und setzte gleich am ersten Spieltag mit einem 6:0-Erfolg gegen die SG Schneifel ein dickes Ausrufezeichen. Anschließend allerdings folgten zwei Niederlagen, sodass der TuS drei Punkte und Rang elf notiert. Zahlen, die auf den ersten Blick eine klare Rollenverteilung vermuten lassen – doch genau darin könnte die Gefahr liegen. Denn angeschlagene Mannschaften sind oftmals besonders unangenehm, und die Immendorfer werden zweifellos darauf brennen, nach den jüngsten Rückschlägen wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Auch die bisherige gemeinsame Bilanz unterstreicht, dass den Tarforstern kein Spaziergang bevorsteht. Viermal standen sich beide Teams bislang gegenüber. Ein Sieg ging an den FSV, einmal jubelte Immendorf – zweimal trennte man sich torlos. Viel Aussagekraft für den kommenden Samstag besitzt diese Statistik zwar nicht, sie zeigt jedoch, wie eng die Duelle zwischen beiden Mannschaften bislang verlaufen sind. Tore waren in der Vergangenheit Mangelware, Spannung dagegen reichlich vorhanden.

FSV-Cheftrainer Moritz Hannappel weiß daher genau, was seine Mannschaft erwartet. „Immendorf hat natürlich direkt am ersten Spieltag mit dem 6:0 gegen die SG Schneifel für Aufsehen gesorgt. Danach hatten sie zwei schwierigere Spiele und konnten nicht den Ertrag einfahren, den sie sich zu Beginn erspielt hatten“, blickt der Tarforster Coach auf den Saisonstart des kommenden Gegners. Gleichzeitig warnt Hannappel davor, den TuS anhand der aktuellen Tabellenposition zu beurteilen. „Trotzdem sind sie eine Mannschaft, die vom Trainer immer sehr gut eingestellt wird und uns vor eine unangenehme Aufgabe stellen wird. Sie haben sich auch fußballerisch in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich weiterentwickelt. Von daher erwartet uns wieder eine schwere Aufgabe – aber das wird letztlich jedes Spiel.“

Eine Herausforderung, die zusätzlich durch einige personelle Ausfälle erschwert wird. Nico Neumann, Nils Kiesewetter und Jan Niedenführ stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Zudem fehlen Neil Müller-Adams, Felix Stüber und Niklas Gouverneur aus privaten Gründen. Hannappel wird seine Startelf somit zwangsläufig verändern müssen – sieht darin allerdings keinen Grund zur Sorge. „Wir sind auf ein paar Änderungen angewiesen. Aber wir haben es schon oft gezeigt: Die Jungs, die reinkommen, ganz egal, ob aus der A-Jugend oder der zweiten Mannschaft, haben ihre Sache bisher ziemlich gut gemacht“, betont der Trainer. Eine Aussage, die zugleich für das gewachsene Vertrauen innerhalb des gesamten Kaders spricht. Gerade in einer langen Saison wird es nicht allein auf elf Spieler ankommen. Vielmehr sind Breite, Bereitschaft und die Fähigkeit gefragt, im richtigen Moment Verantwortung zu übernehmen.

Und genau diese Mentalität wollen die Gastgeber am Samstag erneut auf den Platz bringen. Der Pokalerfolg unter der Woche dürfte dabei zusätzliches Selbstvertrauen verliehen haben, gleichzeitig gilt es, die Belastung schnell aus den Beinen zu bekommen und den Fokus wieder vollständig auf die Rheinlandliga zu richten. Die Ausgangslage ist klar: Tarforst will den eigenen Lauf fortsetzen, Immendorf möchte nach zwei Niederlagen zurückschlagen. Zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Ausgangssituationen – aber mit demselben Ziel.

Für die Trierer Höhenkicker geht es dabei um mehr als nur drei Punkte. Ein weiterer Erfolg würde den gelungenen Saisonstart unterstreichen und die Mannschaft im oberen Tabellenbereich festigen. Dafür braucht es Geduld, Konzentration und jene Energie, die den FSV in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat. Immendorf wird den Hausherren nichts schenken, doch genau solche Spiele können am Ende den Charakter einer Mannschaft prägen.

Wenn am Samstag in der PEKI-Arena der Anpfiff ertönt, beginnt damit die nächste Bewährungsprobe für die Tarforster. Der FSV hat sich in den ersten Wochen eine gute Ausgangslage erarbeitet – nun gilt es, daraus weiteren Rückenwind zu gewinnen. Die Hausherren wollen Gas geben, den nächsten Dreier einfahren und ihren eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. Einfach wird es nicht. Aber vielleicht sind es gerade die unangenehmen Spiele, die am Ende die schönsten Geschichten schreiben. AM

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