• Beitrags-Kategorie:Fußball
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Es war ein Wochenende mit zwei Gesichtern für den FSV Trier-Tarforst. Während die Zwote am Sonntag bei der SG Welschbillig einen wilden Auswärtstag mit einem späten 3:2-Sieg krönte, musste die Dritte bereits am Samstag einen Dämpfer hinnehmen. 0:3 bei der SG Ruwertal III. Unterschiedlicher hätten die Geschichten kaum sein können. Hier ein Tarforster A-Ligist, der sich trotz Rückschlägen, Fehlern und zwischenzeitlichem Ausgleich bis zur letzten Minute durchbiss. Dort ein Tarforster C-Ligist, der diesmal nicht an die gute Leistung der Vorwoche anknüpfen konnte. Zwei Spiele. Zwei Geschichten. Und am Ende ein Wochenende, das für den FSV sowohl Grund zur Freude als auch Anlass zur Aufarbeitung bereithält.

In Welschbillig entwickelte sich von Beginn an eine Partie mit offenem Visier. Tempo. Fehler. Chancen. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne. Nach 15 Minuten schlug die SG erstmals zu. Marc Willems bekam einen Pass in die Tiefe, scheiterte zunächst an Rosenthal, blieb jedoch am Ball und schob anschließend ins leere Tor ein. 1:0 für Welschbillig. Ein früher Rückschlag für die Trierer Höhenkicker, die sich davon jedoch nicht beeindrucken ließen.

Die Antwort folgte zehn Minuten später. Nach einem Foul an Philipp Salm bekam der FSV einen Freistoß aus rund 18 Metern zugesprochen. Marcel Dammer nahm sich der Sache an. Fester Schuss. Zentral auf das Tor. Nicht unhaltbar, aber mit genügend Druck und Präzision, um den Ball im Netz unterzubringen. 1:1. Der Ausgleich war hergestellt.

Und Tarforst legte nach. In der 38. Minute drehte die Zwote die Partie. Leon Weinmeister spielte einen starken Ball auf die rechte Seite, wo Popp völlig frei stand. Viel Raum. Freie Bahn. Popp zog in den Strafraum und legte quer auf Philipp Salm. Der blieb ruhig und schob den Ball überlegt ins Tor. 2:1 für den Tarforster A-Ligisten.

Doch die Führung hielt gerade einmal drei Minuten. Welschbillig antwortete erneut. Furchner setzte sich mit einem starken Lauf durch das Mittelfeld bis in den Tarforster Strafraum durch und hob den Ball anschließend über die Abwehr. Wieder war Marc Willems zur Stelle. Am Fünfmeterraum völlig frei. Einschieben. 2:2.

Eine wilde erste Halbzeit. Welschbillig mit dem deutlichen Chancenplus. Begünstigt durch einige Tarforster Fehler im Spielaufbau. Der FSV hingegen effizient. Vor allem über die rechte Seite immer wieder gefährlich, weil die Gastgeber dort erhebliche Räume offenbarten. Ein Spiel, das jederzeit in die eine oder andere Richtung kippen konnte.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen. Welschbillig suchte die erneute Führung. Tarforst hielt dagegen. Beide wussten: Der nächste Treffer könnte entscheidend sein. Die Zeit lief. Die Spannung stieg. Und dann kam die 81. Minute.

Leon Weinmeister dribbelte quer durch den Strafraum und fand den eingewechselten Abdullah Alali. Der Joker fackelte nicht lange. Flacher Abschluss aus sechs Metern. Genau ins Eck. 3:2 für Tarforst. Ein Treffer aus dem Nichts. Ein Moment, mit dem wohl kaum noch jemand gerechnet hatte. Aber genau solche Momente entscheiden Fußballspiele.

Die Schlussphase wurde noch einmal zur Willensprobe. Welschbillig warf alles nach vorne. Die Zwote verteidigte die knappe Führung mit Leidenschaft und brachte den Vorsprung schließlich über die Zeit. Dann der Schlusspfiff. 3:2. Auswärtssieg. Drei Punkte. Und vor allem der zweite Sieg in Folge.

Für die Tarforster Zweitvertretung ist es damit ein Erfolg, der nicht unbedingt über die gesamte Spielzeit glanzvoll aussah, dafür aber umso mehr von Effektivität, Moral und dem Glauben an die eigene Chance geprägt war. In einer Partie, in der Welschbillig über weite Strecken das Chancenplus besaß, bewies der FSV die größere Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Am Ende zählt das Ergebnis. Und das spricht für die Trierer Höhenkicker.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt ohnehin nicht. Am Sonntag in einer Woche wartet bereits das nächste Highlight. Heimspiel. Lokal-Derby. Um 15:00 Uhr empfängt die Zwote die Zweitvertretung der TuS Mosella Schweich. Die nächste große Bühne für den Tarforster A-Ligisten. Und die nächste Gelegenheit, die aktuelle Serie weiter auszubauen.

Für die Dritte verlief das Wochenende dagegen deutlich ernüchternder. Bereits am Samstag gastierte der Tarforster C-Ligist bei der SG Ruwertal III. Nach der guten Vorstellung aus der Vorwoche sollte erneut etwas Zählbares her. Doch diesmal fand die Dritte nicht richtig in die Partie und blieb am Ende ohne eigenen Treffer. 0:3 hieß es aus Sicht des FSV.

Damit konnte die Mannschaft nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen und musste die Auswärtshürde in Ruwertal ohne Punkte verlassen. Ein Rückschlag. Mehr nicht. Denn auch für die Dritte ist die Saison noch lang und die nächste Gelegenheit zur Antwort wird kommen.

Allerdings heißt es zunächst warten. Erst am 13. September steht die nächste Partie auf dem Programm. Dann geht es erneut auswärts um Punkte. Um 11:00 Uhr gastiert die Dritte beim VfL Trier III.

So endet ein Wochenende, das unterschiedlicher kaum hätte verlaufen können. Die Dritte muss die Niederlage abhaken und den Blick nach vorne richten. Die Zwote dagegen darf mit breiter Brust aus Welschbillig zurückkehren. Später Treffer. Später Sieg. Zweiter Erfolg in Serie. Abdullah Alali als Joker zur richtigen Zeit. Und eine Mannschaft, die auch dann weiterarbeitete, als die Partie längst auf Messers Schneide stand.

Zwei Mannschaften. Zwei Ergebnisse. Zwei völlig unterschiedliche Geschichten. Doch eines bleibt gleich: Der FSV Trier-Tarforst bleibt in Bewegung. Die Zwote mit Rückenwind und einem Derby vor der Brust. Die Dritte mit dem klaren Ziel, beim nächsten Auftritt die passende Antwort zu liefern. Der Ball rollt weiter. Und damit auch die nächste Geschichte der Trierer Höhenkicker. AM

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