Samstag, 30 November 2019 20:51

Nebliges Remis

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77233595 10158131273983010 7723725476073570304 oIm letzten Heimspiel des Jahres kam Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst gegen den Zweiten aus Emmelshausen nicht über eine 1:1-Punkteteilung hinaus.

Die Austragung des Spiels stand lange auf der Kippe. Eine dichte Nebelbank trug die Schuld auf dem Rücken – die sich eine Stunde vor Spielbeginn auf Triers Höhen breit machte. Erst eine Viertelstunde vor Anstoß gab Schiedsrichter Thomas Greßnich grünes Licht. Das letzte Heimspiel des Jahres konnte somit starten – auch wenn die Weitsicht der eigene Augen dieses neblige Schauspiel nur mühsam verfolgen konnte.

Die ersten Minuten einer ziemlich frostigen und ''blinden'' Partie gehörten den Hausherren. Zwei Chancen und das binnen weniger Minuten schrieb Luca Sasso-Sant auf sein Konto – der erst freistehend vor dem Tor und anschießend aus seitlicher Position heraus die Führung nur um Haaresbreite verfehlte (4., 8.). Die dritte Möglichkeit den ersten Jubel zu erzwingen landete schließlich Lukas Herkenroth – dessen Abschluss ebenfalls haarscharf am gegnerischen Kasten vorbeischrammte (15.). Der TSV tat sich schwer. Als Tabellenzweiter und bestes Auswärtsteam der Liga nach Trier-Tarforst gereist – ließ der Oberliga-Absteiger aus dem Rhein-Hunsrück bis dato so einiges vermissen. Die Trierer Höhenkicker dagegen gaben weiterhin Vollgas und erhaschten nach zwanzig Minuten schließlich die Führung – als Philipp Hahn nach einem Abpraller aus knapp achtzehn Metern den Nutznießer markierte und gekonnt zum 1:0 einschob (20.). Der Nebel weiterhin ein stiller Begleiter – blieb das Grauen in den eigenen Farben jedoch fern. Der FSV mühte sich trotz schlechter Sicht und schrammte nun oftmals am zweiten Treffer vorbei. Vor der Pause versuchte aber auch Emmelshausen freistehend vor dem Tor sein Glück – scheiterte aber an FSV-Keeper Yunus Akgül, der aus kurzer Distanz bravourös parierte (40.).78333206 10158131276918010 6214936785345052672 o

Nach dem Pausentee fanden die Gäste etwas besser ins Geschehen. Während der FSV sein Augenmerk verstärkt auf die Defensive richtete und nur noch vereinzelt einen Vorstoß wagte – roch der TSV dagegen Lunte, scheiterte aber meist an einem sicher stehenden Tarforster Abwehrbund. Die Trierer Höhenkicker ließen rein gar nichts anbrennen und sorgten gegen Ende dann selbst wieder für Gefahr – als Hahn den Ball nur knapp über das Tor lenkte (75.). Eine Minute später (76.) fiel der TSV in Unterzahl – als Eric Peters nach einem wiederholten Foulspiel die gelb-rote Ampelkarte sah. Trotz Überzahl und der Führung in petto – konnten die Tarforster jedoch nicht den Sack schließen. Am Ende grüßte der Ausgleich – den Emmelhausen via Standardsituation dank einem Kopfball von Kapitän Nils Bast ins heimische Tor unterbringen konnte (80.). Fast zeitgleich mit dem Abpfiff küssten die Gäste sogar noch die Latte. Glück für Tarforst und Pech für den TSV – der mit dieser Szene den Abschluss einer ziemlich nebligen Partie einleitete.

„Ich denke in der ersten Halbzeit haben wir unsere Aufgabe sehr gut gemacht. Der Nebel inklusive der Platzzustand erhöhten das Level natürlich enorm. Nichtsdestotrotz konnten meine Jungs gegen dieses Topteam sehr gut mithalten und notierten zudem auch zahlreiche Chancen. Ein Sieg wäre demnach keineswegs unverdient gewesen“, lobt Chef-Trainer Holger Lemke.

Weiter geht es für den FSV nun am Sonntag in einer Woche (08. Dezember) – wenn im letzten Pflichtspiel des Jahres um 15:00 Uhr bei der SG Neitersen gastiert.

 

Spiel-Infos

So spielte der FSV Trier-Tarforst: Akgül – Sasso-Sant – Schmitz – Schneider – Heitkötter – Hahn – Herkenroth – Resch – Heck – Gashi – Picko (46. Rashidi)

Tore: 1:0 (20. Hahn) – 1:1 (80. Bast)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Eric Peters nach wiederholten Foulspiel

Schiedsrichter: Thomas Greßnich (Gusterath)

Zuschauer: 66

 

André Mergener

Gelesen 244 mal Letzte Änderung am Sonntag, 01 Dezember 2019 10:39