Montag, 20 April 2020 08:35

„Blaue Flecken sollte man in Kauf nehmen können“

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In unserer Serie ''Das bietet der FSV'' – stellen wir Ihnen jetzt in gewissen Abständen unsere verschiedenen Abteilungen, Kurse und Angebote vor. Neben Fußball – Tennis und Badminton, hat Triers zweitgrößter Verein nämlich noch viele weitere schöne und sportliche Angebote in petto. Im siebten Teil unserer Serie stellen wir nun Martina Staab und Felix Klormann vor – Vorstand der Abteilung Rugby:

 

Ist dieser Sport wirklich so hart wie man ihn sich vorstellt?

Martina Staab/Felix Klormann: Anders als gerüchteweise oft behauptet wird, ist die Sportart überhaupt nicht nur für knallharte durchtrainierte, große, kräftige Männer (und Frauen) geeignet. Ein gutes Team baut auf große sowie kleine, träge sowie flinke Spieler (und auch Spielerinnen). Nur im Zusammenspiel von den verschiedenen Spielertypen zeigt sich die Stärke einer Mannschaft. Aber machen wir uns nichts vor, der Sport ist nun mal körperbetont. Blaue Flecken sollte man in Kauf nehmen können. Vor größeren Verletzungen schützen einem die Regeln. Die Einhaltung dieser obliegt dem Schiedsrichter, welchem hierdurch – entgegen anderen Sportarten – sehr viel Respekt entgegengebracht wird. Er wird zu keinem Zeitpunkt beschimpft, seinen Entscheidungen werden ohne zu murren Folge geleistet.

 

94267200 2846745192075686 3008393843730022400 oWieso Rugby - was macht dieser Sport aus?

Martina Staab/Felix Klormann: Wir schätzen den Zusammenhalt, den diese Sportart verlangt. Wenn ein Spieler angegriffen wird, können wir uns darauf verlassen, dass ihn die Mitspieler vor den Gegnern schützen, ihn aus der misslichen Lage befreien, während die andere Hälfte der Mannschaft sich darum kümmert, den Ball zu sichern und ihn weiterzuspielen. Dieses gegenseitige Schützen und Helfen auf dem Spielfeld führt auch dazu, dass wir uns auch außerhalb des Spielfelds nahestehen. Respekt vor dem Spiel und vor den Regeln stellt sich als weiterer wichtiger Aspekt im Rugby dar. In dem Moment, wo wir die Regeln nicht befolgen, können wir uns und unseren Mitspielern unter Umständen schaden, Verletzungen sind da nicht ausgeschlossen. Man lernt, dass Regeln einen Sinn machen, und dass Fairplay höchstes Gebot sein muss. Nicht zu vergessen ist die internationale Atmosphäre dieser Sportart. Rugby wird vor allem im Ausland gespielt. So kommt es, dass sich auch in Trier immer wieder internationale Spieler einfinden. Wir schätzen sehr den interkulturellen Austausch, der dabei entsteht.

 

Wie lauten eure Ziele und mit welchen Gefühlen blickst ihr auf die letzten Monate und Jahre zurück?rugby damen trier

Martina Staab/Felix Klormann: Uns als Mannschaft hat es sehr getroffen, als wir vermehrt aufgrund personeller Veränderungen Stammspieler gehen sehen mussten. In dieser Krise haben sich ein paar aktive mit ehemaligen Spielerinnen und Spielern zusammengetan, um die Führung der Rugby-Abteilung des FSV Tarforst zu übernehmen und wieder einige Dinge ins Laufen zu bringen. Seit Dezember letzten Jahres gibt es einen neuen Vorstand, und wir haben auch schon einige Ideen und Strategien entwickelt, wie wir unseren Verein wieder auf eine solide Basis stellen können. Es gelang uns bisher, den laufenden Spielbetrieb weiter aufrecht zu erhalten, doch uns ist klar, dass wir unbedingt neue Spieler werben oder auch ehemalige Spieler auf und neben dem Spielfeld einbinden müssen. In diesem Zusammenhang planen wir ein Charity-Turnier, um eine breitere Masse auf unseren Sport aufmerksam zu machen. Auch die Jugendarbeit wurde ins Laufen gebracht. Im Moment verteilen wir noch viele Aufgaben auf wenigen Schultern, aber wir glauben fest daran, dass wir unser Team wieder stärken können, wenn wir zusammen dieses Projekt angehen.

 

Wie sieht es bei euch Kinder- und jugendmäßig aus - ist etwas im Aufbau und was genau plant ihr in diesem Bereich?

Martina Staab/Felix Klormann: Es gab schon „Schnuppertrainings“ für Kinder, welche alle gut angenommen wurden. Mit Brina Jackson und David Dewald haben wir zwei in der Jugendarbeit erfahrene Trainer in unseren Reihen. Sobald uns ein geeigneter Platz zur Verfügung steht, werden wir mit einem wöchentlichen Training für Kinder von 3 bis 6 Jahren beginnen (voraussichtlich mittwochs 17-18 Uhr). Wenn die Nachfrage kommt, lässt sich bestimmt noch eine zweite Trainingsgruppe für Jugendliche organisieren. Darüber hinaus haben wir auch Begegnungen mit den Jugendgruppen der Luxemburger Rugby-Mannschaften ins Auge gefasst.

 

Weitere Informationen inklusive Kontaktdaten zur Abteilung Rugby, finden Sie auf der FSV-Homepage, oder auf der extern rugbyeigenen Homepage

 

 

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