Dienstag, 23 Juni 2020 08:53

Tarforst läutet Sommerpause ein

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zD0N63VsVkQEVYTN0LCxMYeV4jbVy0oFxXW3L0fBSo langsam wird das neue Gesicht der Fußball-Rheinlandliga erkennbar. Trotz des coronabedingten Spielabbruchs der Vorsaison – gehen auch in der kommenden Runde achtzehn Teams an den Start. Eine Aufstockung ist demnach nicht notwendig – verlassen dagegen im Gegenzug mit Salmrohr, Emmelshausen und Mülheim-Kärlich gleich drei Teams das Teilnehmerfeld in Richtung Oberliga. Neu dabei ist der FC Bitburg – der FC Metternich und der TuS Montabaur. Absteiger der zurückliegenden Runde wird es keine geben.

„Mit Salmrohr – Emmelshausen und auch Mülheim-Kärlich haben die drei Topmannschaften die Liga verlassen. Ich denke – dass die Liga nun noch ausgeglichener sein wird als zuvor. Besonders freuen wir uns natürlich – dass wir mit dem FC Bitburg ein weiteres Derby hinzugewonnen haben, bedauern aber auch auf der Gegenseite mit Salmrohr einen Lokal-Rivalen verloren zu haben“, betont Chef-Trainer Holger Lemke.

Doch noch herrscht Ungewissheit wann und in welcher Form es weitergehen wird. Bislang trainierten alle Teams unter strengen Auflagen – die ein normales Training gar unmöglich machen. Viel mehr dienen die Einheiten dem ''Wir-Gefühl'' – dass gerade aufgrund der Corona-Pause viel zu kurz kam.

„Wir haben vier Einheiten unter diesen Auflagen jüngst absolviert. Sicherlich war es wieder schön mit dem Ball zu kicken – auch wenn dies alles weit weg war von einem normalen Trainingsbetrieb“, erklärt Lemke weiter.

Auch im Lager von Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst ackerte man sich unter strengen Hygiene-Vorschriften in Richtung Sommerpause. Der Spaß bislang nur ein stiller Begleiter – soll es nach der Sommerpause wieder in gewohnter Form weitergehen, so zumindest die Hoffnung. Doch was die Realität mit sich bringen wird ist bislang nur reine Spekulation. Das nervige Kontaktverbot – im Fußball eigentlich undenkbar, soll in Kürze aufgehoben werden, schenkt man der Politik samt deren Aussagen Glauben.

Die Planungen jedoch ruhen auf dieser These. Sollte ein zweiter Lockdown ausbleiben – so würde es Mitte Juli wieder in die Vollen gehen. Sechs Vorbereitungs-Wochen blieben den Kickern dann Zeit – ehe Anfang September dann auch wieder der Wettkampfmodus erlaubt sein würde.

„Wir haben uns nun dafür entschieden – ab sofort in die Sommerpause zu gehen. Geplant ist eine Rückkehr zum Trainingsbetrieb am 20. Juli – wo wir dann in die sechswöchige Sommervorbereitung starten wollen. Aber auch hier ist nichts endgültig in Stein gemeißelt. Änderungen bezüglich auch wegen Corona sind durchaus möglich. Wir hoffen aber trotzdem das wir planmäßig unser Vorhaben mit Blick auf die Vorbereitung umsetzen können“, unterstreicht der Ex-Profi mit hoffnungsvoller Miene.

Aber auch in der Sommerpause steckt Lemke seinen Jungs diverse Hausaufgaben zu. Man will nicht untätig pausieren – wie der Chef-Trainer fortführt: „Es wird wie jedes Jahr einen zweiwöchigen Laufplan inklusive Kraftübungen geben – die meine Jungs in den letztenDSC00007 beiden Wochen der Sommerpause abzuarbeiten haben. Bislang hat man diese Hausaufgaben in all den Jahren auch bestens erfüllt.“

Bis dahin genießt man die Pause von der Pause. Das letzte Spiel fast schon vier Monate her – ehe einen die Krise mit voller Wucht aus dem Alltag riss. Den Fußball in gewohnter Form vermisst man an allen Ecken. Auch in Trier-Tarforst – wo man Leidenschaft noch großschreibt, erhofft man sich eine schnelle Rückkehr zur fußballerischen Normalität. „Ich glaube jeder ist heiß darauf wieder in einen normalen Alltag zu kommen und vor allen Dingen auch Fußball ohne Auflagen zu spielen. In dieser Zeit hat man sehr genau gemerkt – was einem gefehlt hat. Und gerade deshalb ist die Vorfreude auf die Sommervorbereitung und auf die neue Saison riesig“, betont Holger Lemke abschließend.

Neben den Schattenseiten der Corona-Misere – kann man beim FSV aber besonders in einem Punkt wieder dankbar durchatmen. Die vielen verletzten Spieler – teilweise auch mit Status ''Langzeit'', kehren nach und nach wieder in den Kader zurück. So sind alle Jungs – bis auf Sven Haubrich, der sich nach wie vor noch im Aufbautraining befindet, wieder an Bord und freuen sich schon jetzt auf Ende Juli, wenn der gewohnte Fußball wieder begeistern soll, im Training sowie auch in der Saison. Bis dahin feilt man noch am Kader. Hinter den Kulissen werden eifrig Gespräche geführt. Der FSV möchte schließlich auch in der kommenden Runde wieder eine gute Rolle in der Rheinlandliga einnehmen. Es wäre zudem die elfte Saison in Folge in Deutschlands höchster Verbandsklasse. Für den Liga-Dino aus Tarforst ein Grund zu feiern – müsste jetzt nur noch Corona weichen, und die fußballerische Leidenschaft hätte einen wieder. (am)

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