Mittwoch, 14 Oktober 2020 09:10

In Wissen, da war doch was...

geschrieben von

Unknownwissen

Erst zweimal trafen der FSV Trier-Tarforst und der einstige Drittligist aus Wissen aufeinander. Das Hinspiel im Vorjahr ging in Tarforst mit 0:1 verloren und auch im Rückspiel – dieses Mal vor Wissener Kulisse, unterlag der FSV am Ende mit 0:2. Es war ein Auswärtsritt den man so schnell nicht vergisst. Nicht aufgrund des Ergebnis, sondern viel mehr das Drumherum. Angefangen vom Auflaufen auf einem Hartplatz, bis hin zum Vergessen der eigenen Auswärtstrikots, was jedoch erst kurz vor dem Ziel den Trierer Höhenkickern auffiel. Demnach spielte man – des Gegners Dank, in den weißen Auswärtstrikots des VfB Wissen. Ein ungewohntes Bild, wenn auch am Ende mit einem Sieger, wo man als Fan und Zuschauer jedoch erstmal zweimal hinschauen musste.

Auch heute steht Wissen ligagleich dem FSV gegenüber. Hoffentlich in der eigenen Robe, soll es auch Sicht des FSV heuer klappen, den ersten Dreier gegen dieses Team zu landen. Wissen selbst rangiert aktuell im ruhigen Fahrwasser. Zwei Siege, zwei Remis und zwei Niederlagen trägt man seither auf dem Rücken, blinzelt man an der Sieg aber trotz allem ein wenig nach oben. Das Saisonziel steht im zweiten Jahr nach dem Aufstieg im Sommer 2019 dem schnellen Klassenerhalt zur Seite. Erreicht man dies schnell und mit der nötigen Punktzahl, darf man auch gut und gerne in Wissen einmal mehr das Saisonziel nach oben korrigieren.

Am Kader selbst nahm man keine all zu großen Veränderungen vor. Vier Abgänge wurden im Gegenzug mit sieben Neuzugängen kompensiert – sodass Trainer Thomas Kahler auch im zweiten Rheinlandliga-Jahr in Folge einer jungen und dynamischen Mannschaft sein Vertrauen schenken kann. Der Altersdurchschnitt zudem weiter Richtung Verjüngung, kommen gleich vier der insgesamt sieben Neuen aus Jugendteams.

Beim VfB soll etwas zusammenwachsen. Zum Teil auch schon geschehen, erhofft man sich somit auch sorgenfrei durch das zweite Jahr in Deutschlands höchster Verbandsklasse zu steppen, ganz egal wie viele Rückschläge noch folgen werden. In Wissen ist man schließlich Krisenzeiten erprobt, auch wenn Stand jetzt noch keiner über dunkle Zeiten nachdenkt.

Die gute Basis ist beim VfB momentan der Schlüssel zum Erfolg. Zwar sind die guten und alten Zeiten – wo man sich als Drittligist noch feiern lassen durfte, vorbei, doch die Zukunft spricht eine gute und vielversprechende Sprache, deren Grundstein man spätestens im Sommer letzten Jahres gelegt hat. Der Aufstieg in die Rheinlandliga war jedoch nur der Anfang. Schritt für Schritt steht die Weiterentwicklung im Fokus, die nicht nur Spieler und Mannschaft innehat, sondern auch das Drumherum im Verein und Umfeld. Das Gerüst steht, muss jetzt nur der Erfolg seinen Lauf nehmen und der VfB Wissen könnte schon bald wieder – zumindest kleinlaut, an alte Zeiten anknüpfen. (am)

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