Mittwoch, 18 November 2020 16:44

„Vertrauen und Selbstdisziplin sind wichtig“ – Zwote weiter auf Distanz

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Fast drei Wochen Fußballstillstand und die Sehnsucht nach dem runden Leder wächst ins Unermessliche. Während einige Mannschaften und Vereine getreu den erlaubten Mitteln auf Online-Training und Co. umschwenken, geht die in der Kreisliga-A Trier/Saarburg angesiedelte Tarforster Zweitvertretung einen anderen Weg und setzt auf den Individualsport jedes einzelnen Spielers. Praktisch eigenverantwortlich trainieren – wie Zwote-Coach Daniel Will unterstreicht:

„Meine Jungs haben individuelle Übungen von mir an die Hand bekommen, die wir gemeinsam mit dem Verein erstellt haben. Bisher strahlte auch nur positives Feedback zurück und alle erfüllen ihre Hausaufgaben bestens. Online-Training streben wir derzeit nicht an – sei es Videokonferenzen oder sonstiges. Wir vertrauen einzig und allein den Übungen, die wir für die Bereiche Stabilisierung und Ausdauer ausgearbeitet haben. Vertrauen und Selbstdisziplin sind hier enorm wichtig.“

Und genau die hochgelobte Selbstdisziplin dürfte die Trierer Höhenkicker noch eine längere Zeit begleiten, zumindest noch für dieses Jahr. Zu dieser Entscheidung kam nämlich das Präsidium des Fußballverbands Rheinland, dass den Pflichtspielbetrieb von der Rheinlandliga abwärts vorerst Mal bis Anfang Januar ruhen lassen will. Fünf mögliche Szenarien liegen zudem auf dem Tisch – wie eine Wiederaufnahme der unterbrochenen Saison aussehen könnte (wir berichteten). Bis dahin gilt weiterhin ein ''Training'' auf Distanz, die eigene Fitness stets halten oder falls möglich verbessern und die Hoffnung nie aus den Augen verlieren.

Auch wenn die Distanzen groß sind, ein offenes Ohr hat das Trainerteam um Daniel Will aber zu jeder Zeit. Fragen zu Übungen, oder einfach nur ein normaler Austausch, trotz Corona möglich und gerne angenommen von Spielern und Co. – wie der Trainer abschließend untermauert: „Für die nächsten Wochen müssen wir prüfen, ob kleinere Lauftreffs getreu der Corona-Verordnung möglich sind. Immerhin könnte man sich dann wieder sehen, was für ein Team natürlich enorm wichtig ist. Für die restlichen Tage und Wochen, wo dies jedoch nicht möglich ist, werden wir unseren Spielern aber zur jeder Zeit, wenn auch nur über Handy oder soziale Medien, für Fragen oder Anregungen zur Verfügung stehen. Wir versuchen den Kontakt so gut es geht aufrecht zu erhalten. Nicht immer schön und einfach in dieser schweren Zeit, die wir aber denke ich auch gemeinsam überstehen werden.“

AM

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