Montag, 22 November 2021 08:12

In Bitburg hat man noch längst nicht ausgeträumt

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Mit sechzehn Siegen aus achtzehn Spielen – erhob der FC Bitburg seinen Traum zur Wirklichkeit und stieg trotz Corona-Abbruch in die Rheinlandliga auf. Ein großer Erfolg eines Vereins, dessen Ambitionen weitaus höher liegen, als sich die Rheinlandliga spruchreif schmückt.

Für den FCB ist es der erste Aufstieg ins neugegründete Oberhaus des Verbandes, auch wenn die Vereinshistorie der Bierstädter schon so manche Anekdote erzählen könnte. Die sportlich erfolgreichste Zeit der Bitburger war schließlich in den 70er Jahren – wo der FCB damals in der höchsten deutschen Amateurklasse, der Rheinlandliga, spielte. Oft kamen mehrere 1000 Zuschauer zu den Spielen der Roten – die sich womöglich auch noch an den bisher größten Erfolg erinnern. Es war die Teilnahme an der deutschen Amateurmeisterschaft im Jahre 1977 – aus der man allerdings erst im Halbfinale knapp am späteren Meister Fortuna Düsseldorf ausschied. Den letzten großen überregionalen Erfolg konnte der Verein im Jahr 1988 mit dem Gewinn des Rheinlandpokals gegen den späteren Zweitligisten FSV Salmrohr erringen.

Anschließend folgten schwierige Jahre – deren Tiefpunkt der Abstieg in die Kreisliga-A im Jahr 1994 war. Anschließend konnte sich der FC Bitburg wieder in der Bezirksliga-West etablieren. Nach der Neueinteilung der Spielklassen und dem Wegfall der Landesliga – schaffte der FCB im Sommer 2003 jedoch nicht die Qualifikation für die neue Bezirksliga und spielte seither wieder in der Kreisliga-A. Hier gelang in der Saison 2007/2008 endlich mit dem Meistertitel der erhoffte Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Dort konnte sich der Verein schließlich schnell etablieren und bekanntlich nach dem coronabedingten Abbruch im März 2020 – den erlösenden Aufstieg in die Rheinlandliga feiern.

Seither kicken die Schützlinge aus der Bierstadt auch munter mit. Ein qualitativ starker Kader – namhafte regionale Spieler in den Reihen, hat man in Bitburg noch längst nicht ausgeträumt. Die um Fabian Ewertz trainierten Roten wollen sich schnell in dieser Liga festigen – sportliche Erfolge schreiben und schon bald den Blick, zumindest in der Tabelle, ein weiteres Stück nach oben heben. Wichtig ist auch die Konstanz – die gerade aktuell auch Gefallen findet. Platz fünf – 25 Punkte, acht Siege, ein Unentschieden und erst fünf Niederlagen. Eine Ausbeute auf die der FCB stolz sein darf – der sich vor der aktuellen Runde mit sieben Neuzugängen eingedeckt hat. Im Gegenzug standen nur zwei Abgänge geschrieben.

Erfolgreich und das am liebsten mit einem Auswärtssieg – möchten die Roten auch am Freitagabend ihren Auftritt beim FSV Trier-Tarforst untermalen. Bislang trafen beide Clubs im Rahmen eines Pflichtspiels noch nicht aufeinander. Eine ligamäßige Jungfernfahrt im Charakter eines Lokal-Derbys – dürfte die Spannung samt Würze im Vorfeld nicht höher sein. Erster gegen Fünfter – wenn auch nur ein „kleines“ Spitzenspiel, was am Freitagabend unter Flutlicht erstmalig über die Bühne gehen wird. AM

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