Mittwoch, 13 Dezember 2017 09:57

„Teamgedanke und Zusammenhalt wachsen“

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hilmer steffen kleinDas junge Team der Tarforster Fußball-Damen-Mannschaft durchlebt aktuell eine schwere Phase. Im Sommer diesen Jahres wichtige tragende Säulen verloren – kommen die Mädels von Triers Höhen nur mühsam in Fahrt. Im Interview mit Pressesprecher André Mergener stand Trainer Steffen Hilmer nun Rede und Antwort:

Hallo Steffen! Hinter dir und deinem Team liegt ein turbulentes Jahr. Verlief die Vorsaison noch stark und mit reichlich Punkten – blickt ihr nun in dieser aktuellen Spielzeit mit gemischten Gefühlen zurück. Viele Leistungsträger haben im Sommer diesen Jahres dein Team verlassen und konnten nur bedingt ersetzt werden. Viele Niederlagen reihten sich ein und viele Rückschläge galt es wegzustecken. Mager erweist sich auch euer momentanes Punktekonto – das erst sieben Zähler notiert. Wie blickst du auf die Zeit zurück – und wie sehr machst du den personellen Aderlass im Sommer diesen Jahres verantwortlich?

Steffen Hilmer: Hallo Andre. Das Jahr 2017 war sicherlich kein leichtes für uns. Dass die Vorsaison sehr positiv verlief ist Fakt. Aber auch da hat man gesehen, dass wir sehr von Einzelspielerinnen profitiert haben. Betrachtet man die Ergebnisse, ist auch in der Saison 16/17 ein Abwärtstrend in der Rückrunde zu erkennen. Man hat nicht nur von den Einzelspielerinnen profitiert – sondern wir waren sehr davon abhängig und einige Spielerinnen haben sich auch darauf ausgeruht. Dass wir nun mit erst sieben Punkten dastehen, ist äußerst unglücklich und auch zum Teil unverdient. Sicherlich hängt das mit den Abgängen zusammen, diese Ausrede ist mir persönlich aber zu einfach. Die Entwicklung, die wir gemacht haben und aktuell machen, ist dennoch positiv. Auch wenn die Ergebnisse noch nicht entsprechend sind, ist für alle eine klare Verbesserung auf und neben dem Platz zu erkennen. Das Zusammenspiel und auch das allgemeine Fußballverständnis hat sich enorm verbessert. Klingt immer etwas blöd, aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Wie hält man trotz diesem Negativtrend die Moral der Mannschaft aufrecht?

Steffen Hilmer: Wir hatten natürlich, gerade nach dem enorm enttäuschenden Saisonstart, eine kleine Krise. Das fing bei der Trainingsbeteiligung an und ging bis in die Leistungsbereitschaft sowie die Teambereitschaft. Wir haben uns, zu einem wie ich denke sehr günstigen Zeitpunkt, zusammengesetzt und jeder Spielerin die Möglichkeit gegeben, mal den ganzen Frust rauszulassen. Seitdem ist ein allgemeiner Aufwärtstrend zu erkennen und alle haben wieder mehr Spaß. Auch der Teamgedanke und der Zusammenhalt ist am wachsen, sodass nun auch vermehrt Mannschaftsabende stattfinden und auch deutlich öfter mal Sachen ausgesprochen werden, die vielleicht nicht immer freundlich sind. Alle erkennen den Aufwärtstrend und sind bereit, diesen Weg mitzugehen.

In wie fern wird sich dein Team im Winter verstärken?

Steffen Hilmer: Verstärkungen sind aktuell nicht geplant, aber wir sind weiterhin offen für jede interessierte Spielerin. Vielleicht wird es ja noch die eine oder andere Überraschung auf dem Spielberichtsbogen geben. ;) Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Kader, so wie er aktuell ist, zufrieden. Allerdings würden uns zwei bis drei Spielerinnen mehr sicherlich etwas entlasten, denn zuletzt haben wir durch Verletzungen oder anderen Verpflichtungen immer wieder aus den letzten Löchern gepfiffen.

Wo siehst du dein Team am Ende der Saison – was ist möglich?

Steffen Hilmer: Wir haben noch sieben Spiele der Rückrunde zu absolvieren. Das Ziel ist es sicherlich, sich in der Tabelle etwas weiter nach vorne zu orientieren. Für mich ist es aber am wichtigsten, dass wir das Langfristige im Blick haben. Und da gilt es, weiter zusammenzuwachsen, dass Zusammenspiel zu verbessern sowie eine richtige Einheit auf und neben dem Platz zu werden. Dass wir mit allen Mannschaften der Liga mithalten können, haben die Spiele gezeigt. Wir müssen aber die kleinen Fehler abstellen und Erfahrungen sammeln. Wenn ich jetzt ein Ziel ausgeben müsste, würde dies folgendermaßen lauten: Wir wollen jeden Gegner so gut ärgern wie möglich und vielleicht für die ein oder andere Überraschung sorgen.

Wo und wie feierst du Weihnachten und wie verbringst du den Jahreswechsel?

Steffen Hilmer: Weihnachten verbringe ich ganz ruhig im kleinen Kreis meiner Familie in Osnabrück. Den Jahreswechsel werde ich im Freundeskreis verbringen. Danken möchte ich an dieser Stelle noch allen Leuten im Verein, die unsere Damenmannschaft im Jahr 2017 unterstützt haben. Ganz besondere Grüßen sind hierbei an Karla und Elfi gerichtet, die bei unseren Heimspielen die Zuschauer mit Getränken versorgt haben und mitgefiebert haben. Auch Wahid vom Dolce Vita möchte ich an dieser Stelle danken, der uns mit seinem Sponsoring einen schönen neuen Trikotsatz ermöglicht hat! Großen Danke aber auch dir André, insbesondere für deine tolle Berichterstattung. Ein kleines Schmankerl erwartet unsere Damen bereits schon am 6. Januar, wenn wir uns bei einem Hallenturnier der SG Morscholz-Steinberg gegen Mannschaften u.a. aus der 2. Bundesliga messen dürfen.

Okay Steffen, ich danke dir für das Interview und wünsche dir und deinem Team besinnliche Weihnachtsfeiertage sowie viel Erfolg für das Jahr 2018.

Steffen Hilmer: Danke ebenfalls!

Das Interview wurde geführt von André Mergener

 

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