Mittwoch, 01 August 2018 23:58

„Gedanken sind frei und schaffen Platz für Großes“

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36721186 138774477016221 434308372871774208 nAuftakt-Niederlage in der Liga am letzten Samstag – Rheinlandpokal-Aus am Mittwoch. Eine Woche der getrübten Gefühle – wollen die Trierer Höhenkicker nun endlich auf Liga-Ebene für eine Jubeltraube sorgen. Anstoß des ersten Heimspiels gegen die SG 99 Andernach ist am Samstag (04. August) um 17:30 Uhr in der 11Teamsports-Arena zu Tarforst.

Der Stachel der beiden zurückliegenden Pleiten im Hunsrück sowie im Ruwertal sitzt noch tief. Ein Auftakt – überhaupt nicht im heimischen Geschmack, möchten sich die Trierer Höhenkicker nach dem frühen und überraschenden Rheinlandpokal-Aus gegen die klassentiefere SG Ruwertal, nun voll und ganz auf den Ligaalltag konzentrieren. Obwohl die vier Gegentore in Morbachs Wohnzimmer und zuletzt die beiden ''fauligen Eier'' im Ruwertal ziemlich am eigenen Ego kratzten – liegt das Selbstvertrauen gar nicht mal so tief im Keller. Nach wie vor hält man die optimistische Fahne stets nach oben. Man glaubt an sich – an den Erfolg und auf eine positive Wende in Deutschlands höchster Verbandsklasse.

Zu viel Kritik schadet

Ein gewisses Fingerspitzengefühl ist derweil auch auf vom dreiköpfigen Trainergespann gefordert. Keine einfache Phase – wo zu viel Kritik schon den nächsten Dämpfer auf die Reise schicken könnte. Ein Drahtseilakt der Gefühle und Gedanken – gilt nun eine Mischung aus gesunder Selbstkritik und reichlich Aufmunterung. Die jungen Kerle sind sensibel und dank des glanzlosen Auftakts auch ziemlich verunsichert. Fußball spielen kann man – jetzt ist der Kopf gefordert, auf sowie auch neben dem Platz.

„Sicherlich ist die Stimmung in der Mannschaft getrübt und die Verunsicherung groß. Doch meine Aufgabe liegt nun darin – nicht die Kritikkeule zu schwingen, sondern die Jungs Schritt für Schritt wieder aufzubauen. Natürlich schmerzt das frühe Pokal-Aus – doch was für uns letztendlich zählt ist nur die Liga. Wir wollen endlich ankommen in der Saison – uns für den wochenlangen Aufwand belohnen und uns so schnell wie möglich vom Tabellenkeller distanzieren. Wir können es packen – und zusammen werden wir es auch packen“, betonte Chef-Trainer Holger Lemke mit optimistischer Stimme.

Yannick Lauer hofft auf die Wende9492497

Auch für Tarforsts Nummer elf ist die momentane Phase nicht leicht. Er ackert – rennt sich die Seele aus dem Leib und wartet weiterhin auf einen Erfolg. Yannick Lauer (Bild rechts rotes Trikot) leidet – ähnlich wie der Rest vom Tarforster Schützenfest. Doch auch er ist guten Mutes – gegen Andernach den nervigen Bock umzustoßen. Er glaubt an sich – an sein Team und an den Erfolg, wie der 21-Jährige kämpferisch untermauert: „Wir haben uns in dieser Woche – gerade nach dem Pokal-Aus im Ruwertal, gemeinsam als Mannschaft noch einmal richtig Gedanken gemacht. Was läuft falsch – wo müssen wir uns verbessern und wie genau packen wir als Kollektiv den Sprung auf die Siegerstraße. Wir haben uns alle sehr selbstkritisch hinterfragt – sind natürlich auch verunsichert, wollen aber so schnell wie möglich die positive Kehrtwende, für uns, für den Verein und natürlich auch für die Fans“.

Andernach nimmt Favoritenrolle ein

Doch Andernach kommt nicht mit Mitleid. Die Bäckerjungen wollen gewinnen – des eigenen Schicksals völlig egal. Stark und qualitativ besetzt – bereisen die Mannen um Trainer Franz Kowalski Triers Höhen mit breiter Brust. Auch wenn man selbst beim Liga-Auftakt glanzlos über Windhagen nicht über ein 1:1-Remis hinaus kam – der Favorit für Samstag ist und bleibt die Elf vom linken Rhein-Ufer, wie auch Holger Lemke neidlos anerkennt: „Wir müssen uns wieder einmal auf einen ziemlich starken Gegner gefasst machen. Andernach überzeugt vor allen Dingen bei Standards. Eckbälle und Freistöße – eine Stärke von dieser Truppe, hier müssen wir gehörig aufpassen. Aber auch spielerisch liegt die Leidenschaft am runden Leder in rheinischer Wiege. Ich traue ihnen in dieser Saison so einiges zu – wollen aber dennoch am Samstag die drei Punkte in Tarforst halten. Wir werden jetzt am Freitag im Abschlusstraining noch einmal allen ins Gemüt reden. Spielerisch müssen wir eine Schippe drauflegen – und ich bin mir sicher, dass uns dies gegen Andernach nun auch endlich gelingen wird“.

Veränderung der Startelf und sechs Ausfälle

Personell muss der Ex-Profi mit Sven Haubrich, Marc Picko, Jan Bauchmüller, Kapitän Bernhard Heitkötter, Joshua Bonn und Philipp Hahn, der sich im Ruwertal eine Blessur am zugezogen hat, auf sechs Spieler verzichten. Fraglich bleibt dagegen noch ein Einsatz bei Marcel Dammer – der zuletzt angeschlagen war und nur bedingt trainieren konnte. Ebenso kündigt Holger Lemke erneut Veränderungen der Startelf an – wie er abschließend betonte: „Nach dem Spiel in Morbach und im Ruwertal wird es mit großer Wahrscheinlichkeit erneut große Veränderungen bezüglich der Startelf geben. Die letzte Erkenntnis aber wie immer im Abschlusstraining am Freitagabend“. André Mergener

 

 

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Gelesen 806 mal Letzte Änderung am Samstag, 04 August 2018 21:10