Dienstag, 06 November 2018 20:40

4. Platz im Visier! Tarforst empfängt Windhagen

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11064734Eine Woche nach dem starken 4:2-Sieg bei der SG Neitersen – läuft Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst am kommenden Samstag nun wieder vor heimischer Kulisse auf, wenn man um 17:30 Uhr den Drittletzten SV Eintracht Windhagen empfängt (Rasenplatz).

Seien Sie ehrlich – hätten Sie das vor der Saison für möglich gehalten? Zum Abstiegskandidaten einst verdonnert – den jungen Wilden wenig zugetraut und die geglaubten Rückschläge fast schon im Geschichtsbuch verewigt. Die Trierer Höhenkicker starteten schlecht – keine Frage. Das frühe Aus im Bitburger Rheinlandpokal und die – naja nennen wir sie mal Leerstunde in Morbach, wo man damals gegen den jetzigen Tabellenführer brotlos mit 1:4 unterlag. Die Vorzeichen standen schlecht – die Stimmung im Team und auch im Umfeld war stark angekratzt. Die denkwürdige Sommervorbereitung – wo Ergebnisse nicht all zu große Freude machten und ein Saisonauftakt, der den heimischen Haussegen schon früh in der Runde schief beäugte.

Doch es kam anders. Wie so oft im Fußball – so kam auch der FSV steil in die Pötten. Erfolge reihten sich ein – die Mannschaft wuchs zusammen und zeigte all den nörgelten Kritikern die Siegerfaust im sportlichen Sinne. Chef-Trainer Holger Lemke packte mit dieser jungen Truppe sensationell die Wende und rangiert nun ganz oben unter den fünf besten Teams der Liga. Die 30er-Marke nur noch einen Punkt entfernt – die Abwehr mit zwanzig Gegentoren neben Eisbachtal die Zweitbeste und seit nun mehr als acht Spielen in Folge sogar ohne Niederlage.

„Vor Saison hatte man uns in keinster Weise mit solch einer Stärke auf der Rechnung. Ich finde es einfach toll – dass sich meine Mannschaft trotz einer schweren Rückrunde der Vorsaison, einer nicht einfachen Sommervorbereitung sowie einer großen Umstrukturierung im Team selbst, so gefunden hat. Hier ist ein richtiger Haufen zusammengewachsen und das macht mich und natürlich auch meine Trainerkollegen ziemlich stolz. Einige Spieler die zuvor nur in der zweiten Reihe aufliefen – übernehmen nun immer mehr Verantwortung. Natürlich konnten wir auch über unsere Neuzugänge reichlich neue Qualität dazugewinnen. Wichtig ist das die Chemie stimmt – der Erfolg wie zuletzt kommt dann von ganz allein. Natürlich dürfen wir uns jetzt nicht auf unseren bisherigen Erfolgen ausruhen. Wir genießen diese Momentaufnahme – wollen aber auch genau dort anknüpfen, wo wir die letzten acht Spiele aufgehört haben. Aktuell rangieren wir auf einem ziemlich starken fünften Tabellenplatz – Platz vier ist sogar zum greifen nah. Dennoch müssen wir die Kirche im Dorf lassen und der Euphorie keinen all zu großen Spielraum lassen. Wir sind alle noch nicht satt und geben somit weiterhin Vollgas“, lobte Chef-Trainer Holger Lemke die jüngste Vergangenheit seiner Mannschaft, die nun mit einem weiteren Sieg und einem Patzer des TuS Mayen, Platz vier der Rheinlandliga erobern könnte.11064735

Zuhause übrigens weiterhin eine alleinige Macht – hier steppt der Bär, wo die Gegner in dieser Spielzeit bislang noch ohne dreifachen Erfolg die Heimreise antreten mussten. Als einziges Team der Rheinlandliga somit weiterhin im eigenen Wohnzimmer noch ungeschlagen – soll der Trend demnach auch am Samstag gegen Windhagen anhalten. Dennoch warnt Holger Lemke vor einem ''Kellerkind'' im Aufwind. Zwölf Punkte notiert das Konto der Eintracht – drittletzter Rang und den Klassenverbleib stets im Blick.

„Wir müssen das Selbstvertrauen und auch die aggressive Spielweise aus den letzten acht Spielen auch am Samstag abrufen – nur dann werden wir auch gegen Windhagen den Platz als Sieger verlassen. Windhagen steht zwar im Vergleich zu meinem Team weit unten in der Tabelle – dennoch denke ich, werden sie uns das Leben ziemlich schwer machen. Starke Einzelspieler wie etwa Ex-Profi Johannes Rahn tragen noch das Trikot der Eintracht – diese gilt es in Schach zu halten. Wir müssen quasi einfach nur unser gewohntes Spiel abrufen – hinten sicher stehen und vorne wie auch zuletzt in Neitersen eiskalt die Tore machen. Dann dürfte einem weiteren Jubel mit dreifacher Ausbeute nichts mehr im Wege stehen“, gab der 31-Jährige abschließend zu Protokoll.

Personell fehlen werden gegen Windhagen Julian Schneider, Nicola Rigoni, Thorsten Oberhausen, Benedikt Resch und Sven Haubrich. Fraglich bleibt dagegen noch ein Einsatz bei Stürmer Lukas Herkenroth – der zuletzt leicht angeschlagen war. André Mergener

 

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Gelesen 285 mal Letzte Änderung am Samstag, 10 November 2018 20:36