André Mergener

André Mergener

Write on Mittwoch, 27 Mai 2020

Die 8. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz vom 25.05.2020 lässt weitere Lockerungen zu. Zum 27.05.2020 ist der Sport- und Trainingsbetrieb im Innenbereich unter Beachtung der Schutzmaßnahmen wieder zulässig. 

Aufgrund der Sensibilität des Themas und der damit verbundenen Vorlaufzeit zur Umsetzung der Auflagen wird der FSV Tarforst den Sport- und Trainingsbetrieb im Sportzentrum schrittweise wieder einführen: 

  • 28.05.2020: Badminton, Tennis und Squash für Vereinstraining und Abonnenten
  • 02.06.2020: Badminton, Tennis und Squash auch für Spontanbucher
  • 02.06.2020: Eigene und fremde Kurse
  • 02.06.2020: Gerätezirkel
  • Der Saunabetrieb ist bis auf weiteres geschlossen
  • Zeitpunkt Wiederaufnahme Kindergeburtstageist offen

Die Öffnungszeiten richten sich nach den geltenden Bestimmungen (aktuell bis 22:30 Uhr)!

Als Basis für den Sport- und Trainingsbetrieb dienen neben der Landesverordnung die Leitplanken des DOSB und die Empfehlungen der Spitzensportverbände.

 

-          Öffnungszeiten bis 22:30 Uhr

-          Mund- und Nasenschutz bei Betreten des Sportzentrums

-          Distanzregeln einhalten (mindestens 2 Meter im Sport- und Trainingsbetrieb)

-          Körperkontakte sind untersagt

-          Kontaktformulare bzw. Führen von Teilnehmerlisten ist obligatorisch

-          Einverständniserklärung im Mannschaftstrainingsbetrieb verpflichtend

-          Verkleinerte Trainingsgruppen

-          Es sind grundsätzlich nur Einzel erlaubt (bitte Sonderregelung Squash beachten)

-          Umkleiden, Duschen sowie Saunabereich bleiben geschlossen (Ausnahme: Toiletten)

 

 

Ebenso bitten wir um Verständnis, dass der Sport- und Trainingsbetrieb nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen zugelassen werden kann. Der Verein behält sich bei Nichteinhaltung der getroffenen Regelungen vor, diesen wieder auszusetzen.

Über allem steht: Die Gesundheit steht über allem! Wir werden unsere Übungsleiter und Mitglieder keiner Gefahr aussetzen!

Wir freuen uns riesig, Ihnen wieder ein umfangreiches Sportangebot anbieten zu können und wünschen Ihnen viel Spaß!

 

 

Alle weiteren Informationen, Downloads und sonstige Tipps, Regeln und vieles mehr zum Thema Corona, finden Sie auf unserer CORONA-SPEZIAL-SEITE

Write on Dienstag, 26 Mai 2020

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Wenn sich die Parkplatzsuche als schwer bis unmöglich gestaltet – eine lange Warteschlange sich vor dem Eingang tummelt, der eigentliche Anstoß aufgrund des Andrangs nach hinten verschoben werden muss, dann ist in Tarforst meist wirklich etwas los.

Freitagabend – 10. Oktober 2015, leicht laues Lüftchen und der 10. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga-Saison 15/16. Zu Gast war die SG Schoden – damals noch euphorischer Aufsteiger in Deutschlands höchste Verbandsklasse. Die Truppe von der Saar brachte nämlich nicht nur eine dynamisch muntere Mannschaft in den Trierer Höhenstadtteil mit – sondern auch reichlich Anhang. Die Ränge füllten sich stetig. Kaum noch Platz und ein Durchkommen gar unmöglich – zählte man am Ende unglaubliche 800 Zuschauer. Der Rekord im Hause des FSV von einst 600 war geknackt. Die Kulisse einzigartig und traumhaft zugleich – konnte es jetzt nur noch sportlich mit einem Derby der besonderen Art getoppt werden.

Beide Teams brannten auf dieses Prestige-Duell. Schon im Vorfeld schaukelte man dieses Unterfangen auf allen Plattformen an. Hitzig sollte es werden – nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen, die kaum sichtbare Lücken zugelassen haben. Man kuschelte sich demnach mit reichlich Emotionen warm. An diesem Abend wohl keine große Kunst – da auch das Spiel bereits schon in den ersten Minuten eine gesunde Würze pflegte.

Nach nur zwei Minuten ein Abseitstor in den heimischen Farben – wirkten beide Teams jedoch sehr konzentriert und ließen im eigenen Sektor rein gar nichts anbrennen. Obwohl sich der Spielfluss relativ ausgeglichen zeigte – ging die Heimelf nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung dank einem starken Kopfballtor von Nicola Rigoni, der anschließend seinen allseits bekannten ''Ohrenschrauber-Jubel'' selten vor solch einer gut besuchten Kulisse aufs Parkett legen konnte. Der FSV lag in Front – jedoch nicht lange, da Schoden reichlich Druck entfachte und nach einer halben Stunde schließlich durch einen verwandelten Foulelfmeter von Lukas Kramp zum 1:1 ausgleichen konnte. Die Ränge feuerten ihr Team jeweils gehörig an. Die heimische Heide bebte – manch Kühe schauten verwundert Richtung Rasenplatz, den man so in der Vergangenheit noch nie erlebt hat. Es bäumte sich ein Hexenkessel auf – dass Bier floss, die Stimmung jedoch friedlich aber euphorisch, konnten beide Teams aber trotz rosiger Fußball-Atmosphäre kein weiteres Tor mehr erzielen. Die beiden Abwehrbollwerke standen sicher – eine Punkteteilung rückte somit immer näher, obwohl man Chancen und das in allen Farben, noch reichlich zählte.

Doch am Ende sollte kein Tor mehr fallen. Man war zufrieden. Eine starke Kulisse – ein ordentliches und faires Ergebnis, dass man so in Schoden und auch in Tarforst nicht mehr vergessen wird. Es war ein besonderes Spiel. Mehr als Fußball – mehr als Emotionen, mehr als Derby. Unvergessen wurde damals der Zuschauerrekord in Trier-Tarforst geknackt. Ein Erlebnis nicht nur für Spieler und Trainer – sondern auch der Rest vom glorreichen ''Schützenfest'' genoss diesen besagten Freitagabend im goldenen Oktober in allen Zügen. Das ist Fußball – wie er leibt und lebt. André Mergener

 

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Teil 2: Als Schweich den Lucky-Punch bejubelt und die Rivalität schürte

Teil 3: Tränenreicher 10-Tore-Abschied vor 600 Zuschauern

Write on Sonntag, 24 Mai 2020

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Trotz der Corona-Krise und des daraus resultierten Saison-Abbruchs – drehen sich die Zahnräder hinter den Kulissen aber nahtlos weiter und das in einem gesunden Takt. Die Kaderplanung mit Blick auf die kommende Saison – für den FSV zudem die ''Elfte'' in Folge in der Rheinlandliga, nimmt allmählich Konturen an und darf schon jetzt einiges in Stein meißeln.

Noch vor wenigen Tagen erfolgte das erste offizielle Training nach der Corona-Pause Mitte März. Eine Einheit unter strengen Auflagen – wo sich der Fußball nicht wie üblich leidenschaftlich entfalten konnte. Drei bis vier weitere ''Einheiten'' sind zudem noch geplant – ehe sich der FSV dann in die Sommerpause verabschiedet, die wohl Mitte Juni ihren Anfang nehmen wird.

Doch auch wenn der Fußball im Spielbetrieb wahrscheinlich noch bis Anfang September – zumindest im Wettkampfmodus, ruhen wird, laufen abseits des Rasens aber dagegen schon wichtige Entscheidungen zusammen. Der Großteil der Mannschaft bleibt – freut sich das Trainerteam besonders, dass nicht nur intern intensive Gespräche führt und auch noch führen wird, sondern auch die Fühler jenseits der FSV-Plätze ausstreckt und potenzielle Neuzugänge anwirbt.

Aktuell führen die Trierer Höhenkicker sieben Abgänge. Lukas Herkenroth – jüngst noch für das Amator des Monats nominiert, zieht es zum Bezirksliga-Aufsteiger FSG Ehrang/Pfalzel. Ins benachbarte Luxemburg wandern mit Pajtim Gashi – Julian Schmitz und Luca Sasso-Sant,DSC00187 gleich drei Akteure aus. Während Schmitz und Gashi zum CS Grevenmacher wechseln – verschlägt es Sasso-Sant zu Union Mertert/Wasserbillig. Torwart Sebastian Dahm und Yanick Lackas hören zudem aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen auf. Ein rot-weißes Trikot zieht sich dagegen Matthias Heck ab der kommenden Saison über – der die Bezirksliga-Mannschaft des SV Rot-Weiß Wittlich verstärken wird. Ferner den Verein verlassen wird Co-Trainer Michael Fuchs (im rechten Bild links neben Chef-Trainer Holger Lemke), der aus familiären bzw. privaten Gründen seine 11-Jährige FSV-Vita an den Nagel hängen wird. Bezüglich eines Nachfolgers ist allerdings noch nichts in trockenen Tüchern (mehr Infos zum Abgang von Michael Fuchs folgen gesondert). Den Verein zwar nicht verlassen – jedoch in die zweite Mannschaft rücken wird FSV-Urgestein Thorsten Oberhausen, der aus beruflichen Gründen im Fußball etwas kürzertreten muss.

Spruchreif und das gleich im dreifachen Stil – verstärken im Gegenzug Luca Quint (Bild links), Kevin Noll (Bild rechts) und Ayman Habbouchi (Bild Mitte) den FSV ab der kommenden Spielzeit. Mit Habbouchi – der seinen Platz in der Abwehr pflegt, kehrt quasi ein FSV-Eigengewächs zurück, der sich erst in der heimischen A-Jugend und anschließend in der A-Jugend von Eintracht Trier stetig weiterentwickeln konnte. Ebenfalls aus der Eintracht-Schmiede wechselt mit Luca Quint ein weiteres Abwehr-Talent in den Trierer Höhenstadtteil. Mit erst 19 Jahren durchlief Quint alle Stationen der 05er und bringt nicht nur Talent, sondern auch eine gewaltige Entwicklung mit nach Trier-Tarforst. Die Torwart-Position neben Keeper Yunus Akgül – nimmt zudem künftig Kevin Noll ein. 18 Jahre erst alt – kickte der talentierte Schlussmann erst in der A-Jugend der DJK St. Matthias Trier, ehe er anschließend in die Eintracht-A-Jugend wechselte und zuletzt für die JSG Saarschleife auflief.

Ein namhaftes Trio demnach künftig in den heimischen Farben – werden parallel aber auch noch weitere Gespräche geführt. Intensiv und vertraut – drehen sich die Zahnräder somit weiterhin im gesunden Takt und versprechen schon jetzt wieder einen starken und jung dynamischen Kader.

andreas gouverneur 228903 1„Wir sind natürlich weiterhin bemüht – den Kader qualitativ noch mit dem ein oder anderen Spieler zu erweitern, die Gespräche laufen diesbezüglich ziemlich gut. Wir werden an unserer Philosophie festhalten und freuen uns – mit einem jungen und motivierten Team in die nächste Saison zu gehen, wann auch immer diese startet“, untermauert der stellvertretende Fußball-Abteilungsleiter Andreas Gouverneur (Bild links).

Unklar ist bis dato noch wie sich die bevorstehende Sommervorbereitung gestalten wird. Auflagen bezüglich der Corona-Krise wird es geben – hofft man jedoch Mitte Juli wieder ins relativ ''normale'' Trainings-Geschehen eingreifen zu können. Wie streng die Auflagen dann sein werden ist noch unklar. Zumindest ist man sich sicher – dass der reguläre Spielbetrieb nicht vor September starten wird, da das Veranstaltungsverbot noch bis zum 31. August seine Gültigkeit pflegt.

Der gewohnt leidenschaftliche Fußball bleibt somit weiterhin auf Abwegen. Ein Training unter strengen Auflagen wird zumindest vorerst auch in Folge den ungewollten Platz einnehmen. Kein Grund jedoch abseits die Feder niederzulegen. Hinter den Kulissen wird mächtig gearbeitet – verhandelt, begrüßt und verabschiedet. Die rollende Kaderplanung ist noch nicht passé. Der FSV ist tüchtig – um auch in der elften Rheinlandliga-Saison in Folge, als ''Liga-Dino'' wieder eine starke Rolle einnehmen zu können. André Mergener

Write on Donnerstag, 21 Mai 2020

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Knallende Sektkorken – Aufstiegsshirts, reichlich Jubel und Freudentränen zugleich. So ähnlich sieht es meist bei Aufstiegsfeiern aus. Der Kater anschließend noch weit bis in die Sommerpause hinein – soll dieser Moment schließlich im Gedächtnis allen stets verankert bleiben.

Doch im Lager der heimischen Fußball-Frauen-Mannschaft feiert man zweigeteilt. Als Tabellenführer der Bezirksliga-West dominierte man bisher in allen Belangen die Liga und stünde nun – mit Hilfe des coronabedingten Saisonabbruchs, als Aufsteiger in die Rheinlandliga fest.

Sportlich hätte man gerne die erfolgreiche Runde zu Ende gespielt. Da ist man sich im Kollektiv einig. Menschlich passte es an allen Ecken – trug man mit Harmonie und Leidenschaft so machen Punktesegen ins heimische Nest. Starke Spiele wurden bestritten – harte Kämpfe gewonnen und auch Rückschläge steckte man professionell in die eigene Tasche. „Wir sind ziemlich stolz – dass wir uns so lange auf dem ersten Tabellenplatz halten konnten. Das untermauert die Stärke und den Willen meiner Damen aufs Neue und gibt Mut für die Zukunft“, lobt Damen-Coach Steffen Hilmer rückblickend.

52445453 10156916885808903 8910219421478289408 nDoch die Freude hält sich aus Gründen der Corona-Pandemie in Grenzen. Der Fußball schweigt und macht demnach auch eine Fortsetzung der aktuellen Saison für unmöglich. Jüngst entschied sich der Verband nun für einen Saisonabbruch – die richtige Entscheidung, wie auch Hilmer bekundet: „Sicherlich hätten wir alle sehr gerne weitergespielt. Doch die ernste Lage rund um das Virus machte es schwierig – unter diesen Umständen für eine Fortsetzung zu plädieren. Von daher bin ich auch froh – dass der Verband letztendlich so entschieden hat. Für meine Mannschaft tut es mir natürlich sehr leid. Wir hätten uns so gerne sportlich als Meister gekürt – und eine bisher schon starke Saison am letzten Spieltag bestätigt.“

Neben einem weinendem Auge – blinzelt aber auch mit freudigem Anschein, ein lachendes Auge hervor. Der Aufstieg wäre trotzdem sicher in der Tasche – wenn man ihn dann auch antreten würde. Denn genau dort liegt die große Frage begraben – die auch Steffen Hilmer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten kann und auch will: „Das Thema Aufstieg ist momentan eine sehr schwierige Frage – die wir uns alle im Verein und im Team stellen. Wir müssen abwägen ob wir es wirklich wollen – da wir auch in der kommenden Saison eine komplett neue Mannschaft haben werden. Viele Leistungsträger haben uns schon lange im Vorfeld bekundet – unter diesem Aufwand nicht mehr für die FSG spielen zu können. Somit müssten wir erstmal alle diese Abgänge kompensieren – und das ist in meinen Augen auch nicht ganz einfach. Hinzu kämen weitere Fahrten – wo auch die Zeit jeder einzelnen Spielerin auf dem Prüfstand stünde. Unterm Strich ist es eine sehr schwierige Entscheidung – mit der wir uns noch etwas Zeit lassen wollen. Sicherlich reizt ein Aufstieg und eine neue Liga schon – nur man muss auch halt abwägen, welche neuen Probleme dann wieder auf einen warten“, erklärt Hilmer die nicht ganz einfache Situation.

Auch Hilmer selbst wird ab der kommenden Saison – ganz egal ob Bezirks- oder Rheinlandliga, der Frauen-Elf nicht mehr als Trainer zur Verfügung stehen. Er wird dort künftig die Rolle des Koordinators38926282 10156481557378903 6477252849251123200 o einnehmen – wichtige Entscheidung mittragen, jedoch abseits der Seitenlinie. Sein Amt als Jugendleiter und Trainer der B1 wird Hilmer aber noch weiterhin ausüben. „Meine Reise als Damen-Trainer ist beendet – werde diesem Team aber weiterhin in einer Art Beraterrolle zur Verfügung stehen. Somit liegt ein weiteres Hindernis vor uns – dass sich Trainersuche nennt. Auch hier müssen wir erstmal die Fühler ausstrecken und abklären – welche Person in den Verein und auch zum Team passt. Aber ich bin positiv gestimmt – dass wir für diese Position den oder die Richtige finden werden“, gab Hilmer optimistisch zu Protokoll.

40406638 10156521289358903 5837324695199809536 oWas bleibt ist einfach die quälende Frage nach einem möglichen Aufstieg. Man grübelt – möchte aber stets in der Realität verankert bleiben, wie Steffen Hilmer abschließend betont: „Sollten wir den Aufstieg antreten – bräuchten wir ein konkurrenzfähiges Team, was wir aktuell nicht aufbieten können, blicken wir auf unsere Abgänge. Nehmen wir den Aufstieg in Kauf – wollen wir ja nicht direkt wieder gegen den Abstieg spielen, sondern uns als gute Truppe in dieser neuen Liga festbeißen. Und genau da haben wir derzeit auch unsere Zweifel – dass wir das alles im Sinne aller nicht stemmen können. Noch ist die Entscheidung aber nicht gefallen. Wir lassen uns Zeit und werden alles stets mit einem sehr realistischen Blick betrachten. Ich bin mir aber sicher – dass wir am Ende auch die richtige Entscheidung treffen werden.“

Somit gilt es weiterhin abzuwarten und die Gedanken noch einmal Revue passieren zu lassen. Es war die zweite starke Saison in Folge im Bund der vereinten aus Kernscheid und Tarforst. Neben einer tadellosen Leistung auf dem Platz – machte man aber auch abseits des Rasens eine sehr professionelle Figur. Das Kollektiv passt zusammen und notierte schon früh seit Gründung der FSG reichlich Erfolge. Die frühzeitige Meisterschaft dank Corona ist zwar erfreulich – wenn auch mit einem leicht bitteren Beigeschmack. Was bleibt ist jedoch die Tatsache – dass man sich bis zu diesem Augenblick, aus eigener Kraft an die Tabellenspitze gezogen hat. Eine Leistung die stolz macht und Mut für die Zukunft geben könnte. Das Projekt einer gemeinsamen FSG ist aufgegangen. Man fand sich – man spielte Fußball, feierte Erfolge, steckte Rückschläge bestens weg und dominierte nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Das Projekt ist noch lange nicht am Ende. Nach Corona soll es wieder weitergehen – so wie man sie kennt und liebt, dass Frauenteam aus Kernscheid und Tarforst, ganz egal in welcher Liga. André Mergener

Write on Dienstag, 19 Mai 2020

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Gesperrte Duschen und Umkleiden – ein strenges Kontaktverbot und trotzdem absolvierte Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst am frühen Dienstagabend unter Auflagen das erste offizielle Mannschaftstraining nach der coronabedingten Spielpause Mitte März.

Ungewohnt und doch vertraut – betraten die Trierer Höhenkicker am sonnigen Dienstagabend den Kunstrasenplatz am heimischen Trimmelter Hof. Schon startklar und in voller Trainingsmontur – traute man sich wieder, wenn auch zaghaft, an den Ball, der seit 68 Tagen endlich wieder im Trainingsstil rollte

97812151 2920920781324793 7638245954616819712 oZumindest herrscht Klarheit in puncto Saison. Wie der Fußallverband Rheinland jüngst mitteilte – wurde die aktuelle Runde mit sofortiger Wirkung abgebrochen. Der Erstplatzierte darf aufsteigen – Absteiger dagegen wird es keine geben. Die richtige Entscheidung – wie auch Chef-Trainer Holger Lemke unterstreicht: „Grundsätzlich halte ich es für die richtige Entscheidung die vom Verband getroffen wurde. Man hätte ja quasi weiterhin in der Luft gehangen und nicht gewusst – wann es wieder weitergehen könnte. Von daher bin ich über diese Entscheidung froh – da man sich jetzt nun voll und ganz auf die kommende Spielzeit vorbereiten kann.“

Und trotzdem war das erste Training anders. Die strengen Auflagen immer stets in der Hinterhand – kickte man mit geltendem Abstand. Kein Abklatschen – kein enger Körperkontakt, Training geht98346728 2920921031324768 7073915323828666368 o anders, da war man sich im coronageplagten Kollektiv einig.

Ein etwas anderes Programm als üblich – wo der Spaß, weniger der Ernst, im Vordergrund stand. Das Training war freiwillig und dennoch waren die meisten – nur wenige fehlten berufsbedingt, anwesend. An der ersten Station – die große Händedesinfektion, mussten quasi alle vorbei. Erst dann durfte man sich mit genügend Abstand auf den Zuschauerrängen umziehen.

Das Sportliche war letztendlich der schwierigen Situation bestens angepasst. Ein breites Aufwärmen – alle hielten sich auch brav an den 2-Meter-Abstand, galt es als erstes zu meistern, ehe Fußballtennis, Passübungen und Co., dass erste Training schließlich abgerundet haben. Kopfbälle und den Ball mit den Händen anfassen waren ebenfalls tabu. Aber auch an diese Auflage hielten sich alle sehr professionell. Die Jungs lachten trotz Einschränkung. Fast wie in alten Zeiten – wo man Fußball noch unbeschwert spielen konnte. „Sicherlich war es anders als man es bisher gewohnt ist. Doch wir müssen uns an die Vorgaben halten – und ich finde, dass der Verein dies auch sehr gut umgesetzt hat. Trotz diversen Einschränkungen hatte ich aber trotzdem das Gefühl – dass meine Jungs wieder froh waren zusammen trainieren zu können. Das Wir-Gefühl stand für mich im ersten Training ganz oben – und ich denke, dass ist uns auch sehr gut gelungen“, resümiert Chef-Trainer Holger Lemke das erste Aufbäumen nach der Corona-Zwangspause.

98475579 2920921504658054 2422278455916756992 oTrainiert werden darf jeweils nur einmal die Woche – ebenfalls eine Auflage, die zur Umsetzung aufruft. Für die Trierer Höhenkicker stünde der Dienstag demnach im Fokus – jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bis zur Sommerpause – die Lemke seinen Jungs auch verspricht, soll noch mindestens drei- bis viermal unter diesen Umständen trainiert werden, wie der Ex-Profi klarstellt: „Der Trainingsplan aller Mannschaften ist klar strukturiert und auf eine Stunde begrenzt. Ich denke wir können uns noch drei- bis viermal treffen – ehe meine Jungs dann auch Mitte Juni in die Sommerpause gehen können. Mitte Juli – sofern die Virus-Lage sich nicht wieder verschlechtert, würden wir dann in die rund sechswöchige Vorbereitungsphase zur neuen Saison starten, die dann wohl Anfang September starten könnte. Es ist jedoch nichts in Stein gemeißelt – sodass alle Aussagen noch unter Vorbehalt getroffen werden müssen. Wir rechnen nämlich auch damit – dass die komplette Vorbereitung unter strengen Auflagen erfolgen wird“.

Eine Zeit – alles andere als fußballfreundlich. Und dennoch nimmt man die Krise an und versucht wie so oft – das Beste daraus zu machen. Der Optimismus überwiegt – auch im Lager des FSV, der zumindest ein wenig wieder in gewohnter Umgebung trainieren kann. André Mergener

Write on Samstag, 16 Mai 2020

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Weißer Rauch über der Schaltzentrale am Koblenzer Oberwerth – die Entscheidung ist gefallen. Nach Wochen des Grübelns – wie man die aktuelle Saison, die aufgrund der Corona-Krise Anfang März unterbrochen wurde, beenden würde, sprach der Fußballverband Rheinland nun das letzte Wort und entschied sich in Abstimmung mit Beirat und Vereinsvertretern dafür, die Spielzeit 2019/2020 abzubrechen.

Für Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst ist die Saison passé. Die Corona-Krise macht es möglich – die Leidenschaft am runden Leder womöglich bis Anfang September ruhen zu lassen. Dabei wurde lange diskutiert – ob es eine Saisonverlängerung oder gar einen Abbruch geben wird. Zahlreiche Videokonferenzen zwischen Verband und Vereinsvertretern wurden geführt – am Ende war man aber auch nach diesen Cyber-Gesprächen nicht wirklich schlauer. Erst eine digitale Umfrage – die seitens des FVR an alle 614 aktiven Vereine via Email geschickt wurde, brachte eine deutliche Meinung ins Rollen, die letztendlich in die abschließende Entscheidung des Verbands eingeflossen ist.

So votierten die teilnehmenden Vereine mit 83,5 Prozent für einen direkten Abbruch der bisher unterbrochenen Saison. Nur 16,5 Prozent dagegen plädierten für eine Fortführung. Die Umfrage-Beteiligung datierte 67,7 Prozent. „Nach mehrfachem Austausch mit vielen Vereinen – auch im Rahmen unserer Online-Dialoge, haben wir solch ein Ergebnis in etwa erwartet. Das Resultat spiegelt die Meinung der Vereinsvertreter aus den Dialogen wider“, gab FVR-Präsident Walter Desch jüngst auf der verbandseigenen Homepage bekannt.

Nun wurde entschieden – der FVR-Beirat hatte das letzte Wort und gab der Mehrzahl jener Umfrage ein tragendes Übergewicht. In den jeweiligen Ligen selbst sollen nach der Entscheidung des Verbands die aktuellen Tabellenersten aufsteigen. Sportliche Absteiger wird es keine geben. Dies würde demnach auch für Tarforsts Zweitvertretung gelten – die zwar mit vier Punkten den letzten Tabellenplatz in der Kreisliga-A Trier/Saarburg pflegt, dank des Corona-Abbruchs jedoch ''gerettet'' wäre. „Selbstverständlich werden wir diese Chance wahrnehmen. Wir sind die zweite Mannschaft einer Rheinlandliga-Elf und es ist am idealsten dann in der höchstmöglichen Kreisklasse anzutreten“, bekundet Zwote-Coach Daniel Will

Für die Rheinlandliga-Truppe dagegen fließt die Entscheidung ohne bitteren Beigeschmack ins heimische Fass. Platz dreizehn und dreiundzwanzig Punkte im Gepäck – blickt man demnach sorgenfrei bereits schon auf die kommende Saison – die sofern das Virus samt Auflagen es zulassen, Anfang September in die Vollen gehen kann. Bisher laufen die Planungen auf Hochtouren und ein Großteil der Mannschaft gab bereits schon die Zusage für eine weitere Saison im Tarforster Trikot. Inwieweit ein Training in den kommenden Tagen bzw. Wochen und Monaten wieder möglich ist – muss erst geprüft werden. Bislang sind zwar leichte Einheiten wieder möglich – jedoch mit Kontaktverbot, wie es die aktuelle Hygiene-Verordnung des Landes Rheinland/Pfalz vorgibt. Somit bleibt der gewohnte Trainingsbetrieb im Fußball weiterhin im Wartemodus – auch wenn man den Blick hoffnungsvoll wieder in Richtung Zukunft richten kann. Solange wird die Individualität jedes einzelnen Spielers also weiterhin groß geschrieben – für sich selbst verantwortlich die Vorgaben des Trainerteams aus der Ferne umzusetzen. Bisher machte der FSV auch eine sehr professionelle Figur – der zwar das Kicken am Ball vermisst, mit der Krise aber stets verantwortungsvoll umgeht.

Die vorstehenden Regelungen gelten demnach mit der Maßgabe auch für den kompletten Jugendspielbetrieb – dass der Verbandsjugendausschuss für die folgende Spielzeit in Absprache mit den Kreisen die Neueinteilung der Staffeln vornehmen wird. Dabei können zur Ermittlung von Aufsteigern nach Wiederaufnahme des Spielbetriebes Relegationsspiele nach § 7 Nr. 1 d, e SpielO durchgeführt werden. Daran kann bei Verzicht des Tabellenersten der jeweilige Tabellenzweite und bei dessen Verzicht der Tabellendritte teilnehmen. Ferner unterstreicht der FVR – dass hinsichtlich der Saison 2020/21 sowohl für Senioren-, Frauen-, Juniorinnen- als auch Junioren-Betrieb keine Regelungen festgelegt wurden, da derzeit noch völlig offen ist, wann der Spielbetrieb unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz wieder aufgenommen werden darf. Demnach kann bezüglich des Saisonbeginns und damit auch in Bezug auf einen eventuell zu verändernden Spielmodus – zum aktuellen Zeitpunkt, keine endgültige Entscheidung getroffen werden. Weitere Infos und Stimmen aus dem Verein folgen in den kommenden Tagen. (am)

 

Hier geht’s zur offiziellen Pressemitteilung des Fußball-Verbands Rheinland

 

Alle Infos zu den Corona-Regeln innerhalb des Vereins, gibt es auf unserer Corona-Spezial-Seite zu lesen