André Mergener

André Mergener

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Bis zum Schluss war der Glaube an den Klassenerhalt in den Köpfen aller Spieler und Trainer noch fest verankert. Tarforsts Zweitvertretung kämpfte – biss und ackerte, wenn auch am Ende ohne Nutzen. Der Abstieg wurde nun am letzten Sonntag schmerzhaft besiegelt. Traurige Mienen – sprachlose Gesichter und dennoch mit Würde und Moral akzeptiert. Die B-Liga ist sicherlich kein Weltuntergang – und dennoch hätte sich Trainer Steffen Hilmer ein Happy End gewünscht, der schließlich nach dieser Runde die Mannschaft als Trainer verlassen wird. Nun gilt es aber noch einmal alle Tränen abzuwischen und sich im letzten Spiel dieser Saison mit Anstand zu verabschieden. Ein letzter Tanz – zum einen in der Kreisliga-A und zum anderen für Steffen Hilmer, der trotz Abstieg vieles in den letzten Jahren sportlich und menschlich bewegen konnte.

Ein Prestige-Duell zum Abschluss – und das ausgerechnet beim benachbarten SV Trier-Irsch, der auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg auf eine starke Saison zurückblickt und aktuell vom sechsten Tabellenplatz grüßt. Für beide Mannschaften geht es in diesem finalen Duell nur noch um die Kür – natürlich auch Prestige, wollen beide sich immerhin mit einem letzten Sieg in die Sommerpause verabschieden. Mut dürfte dem FSV dagegen das Hinspiel machen – als man damals in eigener Stube die Irscher mit einem deutlichen 6:1 bezwingen konnten. Es geht um nichts mehr – und dennoch proben die Tarforster zum letzten Kampf in einer Liga, die man schnell wieder stürmen möchte. Ein schmerzhafter Abstieg zum einen – Mut und Hoffnung auf eine rosige Zukunft zum anderen. Erwartet wird ein kampfbetontes Spiel am Irscher Lärchenweg – dass nicht nur Würze, sondern auch Spannung mit sich bringen dürfte. Anstoß in Trier-Irsch ist am Sonntag um 15:00 Uhr. AM

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Traurige Mienen am Sonntag in Trier-Tarforst – wo eine schwierige Saison nun mit dem bitteren Abstieg in die Kreisliga-B besiegelt wurde. Vorausgegangen war eine 1:3-Heimniederlage gegen die SG Osburg.

Das rettende Ufer ist aufgrund einem zeitgleich siegreichen VfL Trier für Tarforsts Zweitvertretung nicht mehr zu erreichen. Dabei lag die Hoffnung am vorletzten Spieltag der Kreisliga-A Trier/Saarburg hoch angesiedelt – doch noch den Klassenverbleib zu sichern. Hochmotiviert ging man somit ins vorletzte Unterfangen dieser Runde – wo Osburg zunächst den besseren Start erwischte und bereits nach fünf Minuten aufgrund einer unglücklichen Tarforster Abwehraktion durch Florian Wiesenthauer zur 1:0-Führung aus Sicht der Gäste einschieben konnte. Doch die Freude bei der SG hielt nicht lange – Tarforst gab prompt Antwort und glich fünf Minuten später dank einem Tor von Alexandre Tabet, der stark von Paul Kersthold bedient wurde, zum 1:1 aus. Es folgten zwei weitere gute Möglichkeiten für den FSV – einmal von Joel Schneemilch und eine weitere Chance durch Matthias Finsterwalder. Am Ende ohne Glück und nur knapp verfehlt. Stattdessen ging Osburg wieder in Führung – als Jens Heimfarth nach einer Ecke via Kopf zum 2:1 für seine Osburger Truppe vollstrecken konnte. Tarforst war zwar spielerisch voll im Saft und hatte auch mehr Ballkontakte als die Gäste aus Osburg – im letzten Abschnitt jedoch zeigte man sich zu ungenau, sodass die Führung für die Gäste zur Pause hin schon in Ordnung ging.

Nach Wiederanpfiff agierte Osburg nun stärker. Gute Chancen der Gäste folgten – wenn auch zunächst ohne großen Nutzen. Erst kurz vor Schluss erhöhte die SG nach einer Ecke zum 3:1 – Torschütze hier war Alexander Schabo, der letztendlich auch den Endstand und den Auswärtssieg seiner Mannschaft in Stein meißeln konnte.

„Man hat bei meinen Jungs richtig gemerkt das der Druck einfach zu groß war. Spielerisch agierten wir sehr verkrampft. Wir haben viel versucht – am Ende hat es aber leider nicht gereicht. Ich persönlich bin natürlich sehr enttäuscht und niedergeschlagen Ich kann jetzt nur an die Jungs appellieren den Weg des Vereins weiter mitzugehen – gerade unsere jungen aber auch erfahrenen Spielern, sodass diese Mannschaft dann unter einem neuen Trainer eine geile Saison spielen kann. Das würde ich mir persönlich sehr wünschen“, betont Trainer Steffen Hilmer mit trauriger Stimme, dessen Mannschaft nun am letzten Spieltag am Sonntag einer Woche (26. Mai) um 15:00 Uhr beim benachbarten SV Trier-Irsch gastiert. In der Tabelle selbst markiert man nun 20 Punkte und den vorletzten Tabellenplatz. AM

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Erleichterung pur – riesige Freude und reichlich Jubel. Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst konnte am frühen Samstagabend den Klassenerhalt in der Rheinlandliga perfekt machen. Am Ende lag man sich mit einem Lächeln in den Armen. Ein Team – Ein Ziel und ein Erfolg. Das vorausgegangene 1:1-Remis gegen den SV Rot-Weiß Wittlich zwar entscheidend – wenn auch nur dank einer grenzenlosen Freude nebensächlich.

Es wurde jeder umarmt – abgeklatscht und ein tiefes Durchatmen war weit über die Tarforster Höhe zu hören. Der Liga-Dino lebt – tat sich aber dennoch im ersten Spielabschnitt gegen starke Wittlicher schwer. Nach vorne ging auf Seiten der Hausherren zunächst nicht viel. Rot-Weiß dominierte das Geschehen und ließ den FSV überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Viele und schnelle Ballverluste machten es den Gästen aus Wittlich leicht – die bereits schon nach einer Viertelstunde vor rund 350 Zuschauern dank dem Ex-Tarforster Matthias Heck mit 1:0 in Führung gingen (15.). Verdient und ohne Kompromisse entlud sich der Jubel bei Rot-Weiß – dessen Team nicht nur spritziger und stark agierte, sondern auch eine tragende Cleverness auf dem nassen Rasen in Tarforst freisetzte. Fünf Minuten später hatte Tarforst erneut mächtig Dusel – als Timo Wollny nach einer guten Ecke den Ball nur an die Latte köpfte (20.). In dieser Phase des Spiels taumelten die Gastgeber in den Weiten ihrer eigenen Festung. Wittlich war am Drücker und das nicht sparsam. Eine leichte Hoffnung ließ dagegen Elias Heitkötter nach knapp einer halben Stunde aufkeimen – als er im Anschluss eines Eckballs frei vor dem Tor an einem möglichen Ausgleich vorbeischrammte (27.). Dies war auch die letzte Aktion des ersten Durchgangs – in der sich Tarforst mehr als schwer tat.

Nach der Pause kamen aber auch die Trierer Höhenkicker besser ins Rollen. Chef-Trainer Patrick Zöllner stellte im Rahmen der Halbzeitpause auf zwei Positionen um – sodass nicht nur das heimische Spiel besser wurde, sondern auch die Moral und der Kampf. Zwar ließ auch Daniel Littau zunächst ein weiteres Tor für Wittlich liegen (56.) – am Drücker und ziemlich stark, waren aber auch die Tarforster, die den Druck noch einmal mehr in die Höhe schraubten. Nach einer Stunde hagelte dann erst einmal eine Schrecksekunde auf Wittlich nieder – als Ralf Rizvani nach einem groben Foulspiel den knallroten Karton sah und des Platzes verwiesen wurde (60.). Die Gangart des Spiels wurde härter – jener Platzverweis war nämlich nur der Anfang. Denn eine Viertelstunde vor Schluss nutzten die Tarforster ihr Überzahlspiel eiskalt aus – als Florian Weirich dank einer starken Ecke von Luca Herrig mit dem Kopf zum 1:1-Ausgleich einschieben konnte (75.). Tarforst war aber noch hungrig und versuchte die Führung zu malen – jedoch versäumte gleich zweimal Nathan Benndorf einen möglichen Einschlag (78.,80.). Kurz vor Schluss wurde es für Rot-Weiß aber noch einmal bitter – ein weiterer Platzverweis folgte, dieses Mal für Ayman Habbouchi, nachdem er wegen einem wiederholtem Foulspiel den gelb/roten Karton sah (87.). Ein doppeltes Überzahlspiel konnte Tarforst aber dann nicht mehr in ein Tor ummünzen – sodass man sich nach einem 1:1 die Punkte teilte und trotzdem mit einem riesigen Jubel die Klasse in der Fußball-Rheinlandliga halten konnte.

„Ich habe das meinen Jungs schon gesagt – seit meinen vier Wochen wo ich jetzt in Tarforst bin, haben sich alle meine Jungs richtig reingehangen und hart gearbeitet. Die mannschaftliche Geschlossenheit war von Anfang an da gewesen – Teamgeist wurde gezeigt und jeder hat immer einen vollen Einsatz gebracht. Wir haben zwar nicht immer einen glänzenden Fußball gespielt – aber Moral und Leidenschaft waren immer vorhanden gewesen. Auch wer gegen Wittlich die erste Halbzeit gesehen hat – hätte man durchaus mit einem anderen Ausgang des Spiels rechnen können. Hier sahen wir richtig übel aus. Nach der Halbzeitansprache lief es dann besser – haben mutiger agiert und auf einmal waren wir dann auch voll im Spiel gewesen. Am Ende wollten wir dann das Unentschieden halten und das ist uns dann auch sehr gut gelungen“, unterstreicht Patrick Zöllner mit freudiger Miene. Und der Kuchen? Wie groß wird er wohl nach dem erreichten Klassenerhalt im Hause Zöllners ausfallen? „Ja – es wird sicherlich ein Stück Kuchen geben, wahrscheinlich aber nur einen leckeren Erdbeerkuchen“, fügt Zöllner schmunzelnd hinzu, dessen Mannschaft nun mit 39 Punkten auf Platz 13 die aktuelle Runde der Fußball-Rheinlandliga abschließt. AM


Spiel-Infos

So spielte der FSV Trier-Tarforst: Merling – Schuch (46.Quint) – Herrig (88. Kiesewetter) – Arnold – Heitkötter (70. Jost) – Benndorf – Müller-Adams (57. Schmitt) – Clement (46. N. Neumann) – Schultheis – Gouverneur – Weirich

Tore: 0:1 (15. Heck) – 1:1 (75. Weirich)

Schiedsrichter: Mario Schmidt

Zuschauer: 350

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Fünf Punkte aus den letzten vier Partien – soll der positive Trend schließlich auch am Sonntag im vorletzten Saisonspiel anhalten, wenn Tarforsts Zweitvertretung dann um 15:00 Uhr in eigener Stube den Tabellenvorletzten SG Osburg empfängt.

Noch ist nichts verloren und selbst die Hoffnung geniest weiterhin einen Höhenflug. Ein 2:2 am letzten Wochenende gegen Pluwig brachte Stärke und Moral ins Tarforster Gemüt – auch wenn gegen die DJK weitaus mehr möglich gewesen wäre. Am Ende lag es nicht im Spielerischen – viel mehr an der Chancenauswertung, die wie schon so oft ins Leere führt. Gegen Osburg soll es nun besser laufen – besonders was die Tore betrifft. Treffen will man – kämpfen sowieso, dürfte dieses Spiel besonders emotional werden, ist nämlich Osburg als Vorletzter (18 Punkte) und Tarforst als Drittletzter (20 Punkte) praktisch zum Siegen verdammt. Das Hinspiel damals gewann Tarforst deutlich mit 7:2.

„Uns ist allen sehr bewusst das wir in diesem Spiel zum Sieg verpflichtet sind. Meine Jungs wirken momentan aber auch sehr gefestigt – was man mit der sehr guten Leistung jüngst gegen Pluwig auch sehen konnte. Ich rechne mit einem sehr emotionalen und intensiven Spiel. Viel Kampf und Leidenschaft. Dennoch freuen wir uns sehr auf dieses Heimspiel und wollen dieses natürlich auch mit aller Macht und Kraft gewinnen. Wir wollen beweisen das unsere Mannschaft in die A-Klasse gehört“, betont Zwote-Trainer Steffen Hilmer, der gegen Osburg mit Marcel Dammer jedoch auf eine tragende Säule verzichten muss. Fraglich ist bislang noch ein Einsatz bei Felix Nimmrichter. Wieder mit an Bord ist dagegen Jan Bauchmüller. AM

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Rechnerisch gesehen würde ein Punkt reichen – kämpferisch jedoch möchte man drei. Für das große Saisonfinale am Samstag um 17:30 Uhr in eigener Stube gegen den SV Rot-Weiß Wittlich ist alles angerichtet. Sportlich und mental ist man auf dem Trierer Berg mehr als bereit – könnte Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst auch den Klassenverbleib endgültig eintüten und Platz 13 der Fußball-Rheinlandliga festigen. LIVE-TICKER

Ein 2:2-Remis unter der Woche auswärts in Wirges kostete einiges an Kraft. „Eine gute Regeneration war hier extrem wichtig“, betont Chef-Trainer Patrick Zöllner, der seine Jungs aber trotz einer strammen finalen Woche gut gerüstet sieht. Gegen Wittlich soll es nun einen letzten Kraftakt geben. Eine schwere und hohe Hürde – wo man schon damals im Hinspiel eine bittere Pille schlucken musste, als man Ende November „Rot-Weiß“ knapp mit 1:2 unterlag. Während Wittlich fernab der Abstiegszone mit 51 Punkten auf dem achten Rang thront – zählen die Tarforster mit 38 Zählern Platz dreizehn.

„Ich kenne Wittlich ja noch aus meiner Zeit in der Bezirksliga und habe auch jüngst einige Videos gesehen und mir einige Infos einholen können – sodass ich uns für Samstag sehr gut vorbereitet sehe und wir den Klassenerhalt save machen können“, unterstreicht Zöllner abschließend, der wohl auch gegen Wittlich personell fast aus den Vollen schöpfen kann. So muss Tarforst mit Sebastian Szimayer – Ammar Cisse, Jeremy Kaiser und mit Maximilian Hoffmann nur auf vier Spieler verzichten.

Man rechnet mit einem harten und umkämpften Derby. Während Wittlich als Aufsteiger eine starke erste Rheinlandliga-Saison abschließen möchte – läuft man in Tarforst nach einer schwierigen Runde dem angepeilten Klassenerhalt entgegen, um schließlich auch das fünfzehnte Rheinlandliga-Jahr in Folge einläuten zu können. Man ist bereit und gewillt die letzten guten Ergebnisse mit einem weiteren Erfolg zu bestätigen. Die Stimmung intern der Mannschaft ist bestens – der Wille riesig, gilt es jetzt noch einmal fußballerisch abzuliefern, wenn möglich mit einem schönen „Happy End“. AM

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Der frühzeitige Klassenerhalt im fernen Wirges blieb am Mittwochabend aus – als Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst beim Vorletzten der Rheinlandliga nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus kam.

Sportlich erwies sich der Ritt 150 Kilometer fernab der Heimat als schwere Kost. Wirges kämpfte – stand sicher und kompakt, überzeugte zielgenau bei Standards und schaltete blitzschnell in Konterangiffe um. Grob gesagt – Tarforst tat sich schwer und „Blau-Weiß“ setzte alles daran die Gäste von der Trierer Höhe zu ärgern. Dabei fing das Spiel für Tarforst gar nicht mal so übel an. Die Gäste in rot spielten zunächst agiler und aggressiver – und kamen auch schon früh zur ersten Chance, als Elias Heitkötter bereits nach sechs Minuten frei vor dem Tor an einer möglichen Führung vorbeischrammte (6.). Aber auch Wirges überzeugte sechs Minuten später nach einem Eckball mit einem Pfosten-Kracher. Tarforst genoss nach dieser Aktion eine riesengroße Portion Glück. Der Platzhirsch stand tief und das ziemlich sicher. Spielerisch dominierte der FSV zwar ein wenig mehr – kurz vor dem Tor war aber meistens Endstation. Wirges störte früh und lauerte mit allen Sinnen auf mögliche Konterangiffe. Nach knapp einer halben Stunde gingen die Jungs vom Trierer Berg aber dann doch in Führung – als Elias Heitkötter den Ball aus dem Gedränge heraus mit geballter Kraft über die Torlinie zur 1:0-Führung drücken konnte – zuvor scheiterte zudem Nico Neumann (27.). Tarforst war da – Wirges aber auch, denn im Gegenzug versäumte der einstige Oberligist den Ausgleich, den FSV-Keeper Luca Merling mit einer starken Parade noch gerade so verhindern konnte (29.). Einen Hauch später war aber auch Merling machtlos – als Wirges einen starken und schnellen Angriff einleitete und Marlon Leidenbach, den der FSV defensiv nicht stoppen konnte, zum nicht ganz unverdienten 1:1-Ausgleich einschob (37.). Kurz vor der Pause versuchte es auch Tarforst noch einmal – doch einen „Strahl“ aus der Distanz schoss Luca Merling nur einen Hauch über das Tor (40.).

Nach der Pause passierte zunächst nicht viel. Erst zwanzig Minuten vor Schluss setzten die Trierer Höhenkicker zum erneuten Jubel an – als Florian Weirich eine von Moritz Jost ausgeführte Ecke mit dem Kopf in eine erneute Führung zum 2:1 ummünzen konnte (70.) Tarforst wieder auf der Siegerstraße – wenn auch leise gesagt wacklig, da Wirges gerade im Endspurt weiterhin für mächtig Gefahr sorgte. Riesen Dusel hatte der FSV demnach sieben Minuten später – als wieder Luca Merling im „1gegen1“ große Klasse bewies und seinem Team weiterhin die knappe Führung verteidigte (77.). Viel Kampf – viele Emotionen und ein Foulelfmeter obendrein – den Wirges fünf Minuten vor Ende zugesprochen bekam. Lasse Bieg trat den Strafstoß an und verwandelte ihn eiskalt zum 2:2-Ausgleich in die Tarforster Maschen (85.). Wirges spielte frech – schnell und am Ende schließlich erfolgreich, während Tarforst noch versuchte in den Schlussminuten das große Wunder in Form des Siegtores zu erzielen. Auch nach fünf Minuten Nachspielzeit gab es an diesem Abend aber keinen Sieger und Tarforst musste den großen Jubel des Klassenerhalts nun auf das Saisonfinale am kommenden Samstag um 17:30 Uhr zuhause gegen Wittlich vertagen.

„Ich denke das wir auf jeden Fall besser Fußball spielen können. Man muss aber sagen – dass Wirges uns das Spiel auch nicht leicht gemacht hat. Hinten standen sie sicher und vorne haben sie uns nicht richtig zur Entfaltung kommen lassen. Damit hatten wir unsere großen Probleme gehabt. Nichtsdestotrotz konnten wir ja auch zweimal in Führung gehen – wobei unsere Gegentore auch relativ einfach gefallen sind. Hinten heraus war es dann schon noch ein wenig dramatisch gewesen – da auch Wirges alles versucht hatte, um dieses Spiel noch zu gewinnen. Unterm Strich war dies dann schon ein gerechtes Ergebnis“, betont Chef-Trainer Patrick Zöllner, dessen Mannschaft nun mit 38 Punkten weiterhin auf Rang 13 der Rheinlandliga thront. AM


Spiel-Infos

So spielte der FSV Trier-Tarforst: Merling – Quint – Herrig (90. Schuch) – N. Neumann (78. Böhme) – Heitkötter (67. Jost) – Benndorf – Müller-Adams (73. Schmitt) – Kiesewetter (59. Arnold) – Clement – Gouverneur – Weirich

Tore: 1:0 (27. Heitkötter) – 1:1 (37. Leidenbach) – 2:1 (70. Weirich) – 2:2 (85. Bieg / Foulelfmeter)

Zuschauer: 80


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Nach zuletzt zwei Siegen in Folge sind die Tarforster dem Klassenerhalt einen riesigen Schritt näher gekommen. Spätestens seit dem jüngsten Derbysieg gegen Salmrohr ist nun klar – am Mittwochabend könnte der FSV auswärts in Wirges mit einem weiteren Sieg und einem Patzer der Konkurrenz den Klassenverbleib in der Rheinlandliga endgültig perfekt machen. Anstoß im Westerwald ist um 20:00 Uhr. LIVE-TICKER

Groß den Rechenschieber auspacken ist nicht nötig. Ein Sieg aus eigener Produktion sowie ein patzender FSV Salmrohr – der zeitgleich spielt, und das Ding aus Tarforster Sicht wäre durch. Ein Gedanke der gefällt – könnte der Begriff „Bergfest“ in Wirges somit am Mittwochabend ganz hoch im Kurs stehen. Doch die vorletzte Aufgabe der Saison wird alles nur kein Selbstläufer werden. Zwar rangiert Wirges mit erst 29 Punkten auf dem vorletzten Rang der Rheinlandliga – dennoch hat das Team um Trainer Sven Baldus schon oft in dieser Saison bewiesen, dass es mit großen Teams der Liga Schritt halten kann. Weniger Schritt halten konnte Wirges aber im Hinspiel beim FSV – als „Blau-Weiß“ damals mit 0:3 in Tarforst unterlag. Für Tarforst unter der Woche eine „Weltreise“ von knapp 150 Kilometern – die man um jeden Preis siegreich gestalten möchte. Der zweite Sieg in Folge hat den Trierer Höhenkickern nun noch mehr Mut und Selbstvertrauen einverleibt. Das Grinsen auf dem Trierer Berg ist zurück – ebenso die gute Stimmung und das „Wir-Gefühl“. Tarforst ist in Feierlaune und möchte nun auch in Wirges fußballerisch zünden.

„Für uns war es erst einmal wichtig zu regenerieren. Wirges selbst konnte ich bislang nur auf Videos studieren. Aber wir werden sehr gut vorbereitet sein“, unterstreicht Chef-Trainer Patrick Zöllner, der in Wirges wie auch schon gegen Salmrohr personell fast aus den Vollen schöpfen kann, wie er weiter betont: „Meine Jungs kennen die Wichtigkeit des Spiels und ich glaube auch alle haben sich extra frei genommen. Gegen Salmrohr hatten wir zwanzig Spieler im Kader gehabt – auch die Jungs die nicht zum Einsatz kamen haben sich riesig gefreut. Und genau das ist auch ein Grundstein das man mannschaftlich so stark zusammenrückt und das man auch wirklich als Team agiert, ob man spielt, später reinkommt oder überhaupt nicht zum Einsatz kommt. Genau das ist Mannschaftssport.“

Ausfallen werden demnach mit Sebastian Szimayer – Ammar Cisse, Jeremy Kaiser und mit Maximilian Hoffmann nur vier Spieler. AM

Match Day

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Bestes Fußballwetter und Muttertag noch obendrein – kamen aber nicht nur die Mütter beim Auswärtsritt in Pluwig auf ihre Kosten. Ein wichtiges Spiel für Tarforsts Zweitvertretung – was die Kicker um Trainer Steffen Hilmer am Ende trotz einer starken Leistung nicht gewinnen konnten. So stand am Ende nur ein 2:2-Unentschieden unterm Strich.

Ein guter Start – und das im Sinne der Gäste aus Trier-Tarforst, die bereits nach acht Minuten die Führung im Nachbarschaftsduell erzielen konnten. Vorausgegangen war ein langer Ball in den 16er wo Paul Kersthold via Kopf verlängerte und Dustin Knürr anschließend aus elf Metern eiskalt unter die Latte vollstreckte (8.). Tarforst in Führung und das völlig verdient – hatte aber auch Pluwig nach knapp einer halben Stunde eine gute Chance auf dem Fuß, die Julian Beyhl aber bestens zwischen den Tarforster Pfosten zur Ecke abwehren konnte. Wenige Minuten später gelang den Gastgebern aber dann doch der Ausgleich – als Christopher Monzel im Anschluss einer Ecke mit geballter Körperkraft den Ball über die Tarforster Torlinie drücken konnte (30.). Doch Tarforst gab prompt die passende Antwort – grob gesagt, drei Minuten nachdem Pluwig zum Jubel ausrückte, brachte Alexandre Tabet seinen FSV mit dem 2:1 erneut in Führung (33.). Bis zur Pause konnten die Gäste die knappe Kiste auch verteidigen – ehe Pluwig erneut zum Ausgleich einschob, als Saimir Zemblaku kurz vor dem Pausentee (45.) und frei vor dem Tor den 2:2-Halbzeitstand markierte.

Nach Wiederanpfiff stellte sich nun ein leichter Sommerkick ein – in dem Pluwig spielerisch zwar steiler kam, am Ende aber nichts ausrichten konnte. Wenige Highlights – keine Tore mehr und zwei Teams, die sich letztendlich mit einem Punktgewinn anfreunden mussten. „Bei den Gegentoren sehen wir halt noch nicht gut aus. Dies ist extrem ärgerlich. Es war ein intensives Spiel und meine Jungs haben gegen einen starken Gegner alles probiert und eine starke Leistung geliefert. Dieser Punkt hält uns natürlich weiterhin am leben und noch ist nichts verloren. Wir werden nun nächste Woche wieder alles versuchen um einen „Dreier“ zu landen“, betont Zwote-Trainer Steffen Hilmer, dessen Mannschaft nun am Sonntag in einer Woche (19. Mai) um 15:00 Uhr die SG Osburg empfängt. AM