Sonntag, 13 November 2022 20:29

„Uns fehlte der Mut“ – Zwote verliert Derby gegen Trier-Irsch mit 1:4

geschrieben von André Mergener / Bildrechte: Wolfgang Ziewers

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Im Hin – sowie auch im Rückspiel, gab es im Lokal-Derby gegen den Aufsteiger aus Trier-Irsch nichts zu holen. Am Sonntagnachmittag unterlag Tarforsts Zweitvertretung den Blau-Weißen mit 1:4.

Fünf Tore – reichlich Kampf, viele brisante Szenen und ein Tarforster Tross, der ähnlich wie auch schon im Hinspiel den Platz als Verlierer verlassen musste. Dabei war es aber der FSV – der die erste richtig dicke Chance des Spiels dank Noah Schuch auf der Strecke liegen ließ. Im Gegenzug aber auch Trier-Irsch – wo der Ex-Tarforster und spielender Trainer der Blau-Weißen, Tobias Spruck, die Möglichkeit Richtung Führung hatte. Es war ein offensives Hin und Her. Beide Teams schenkten sich nichts und die Chancen gaben sich die Klinke in die Hand. So scheiterte auf Seiten der Trierer Höhenkicker Jan Bauchmüller gleich doppelt – ehe die Gäste aus Trier-Irsch nach zehn Minuten durch einen Treffer von Marco Döring dann doch die nicht ganz unverdiente Führung erzielten. Das Tor schien Blau-Weiß noch mehr zu beflügeln. Die Gäste drückten auf das zweite Tor – Tarforst hielt dagegen, war aber kurz vor der Pause dann doch machtlos, als der Irscher Goalgetter Christoph Nickl nach einer tollen Vorlage von Marvin Theis, den zweiten Treffer für sein Team in Stein meißelte. Spielerisch war es ein intensiv geführtes Spiel und das von beiden Teams. Trier-Irsch agierte im Abschluss jedoch entschlossener – wodurch die Doppel-Führung zur Halbzeit auch fußballerisch in Ordnung ging.

Nach Wiederanpfiff spielten beide Mannschaften weiterhin auf einem sehr hohen Level – zumindest mit beiden Augen zugedrückt. Ein Derby was sich in beide Richtung drehen könnte – vergab Trier-Irsch, sowie auch der FSV weitere hochkarätige Chancen. Nach knapp einer Stunde verkürzte Tarforst schließlich auf 1:2 nach einem Treffer von Paul Kersthold. Die Spannung wuchs – da Tarforsts Zwote nun mit aller Macht den Ausgleich anstrebte, im Abschluss aber an einer gut sortierten Irscher Defensive scheiterte. Unnötige Ballverluste kamen hinzu – ebenso der oftmals fehlende Biss samt Mut im Abschluss. Hitzig wurden dagegen die Schlussminuten. Tarforst stürmte – die Räume in der Defensive wurden schließlich größer und Trier-Irsch nutzte diese keck aus und schob gut gekontert dank Nickl zum 1:3 aus Sicht der Hausherren ein. Zwei Minuten vor Schluss setzten die Blau-Weißen sogar noch einen drauf und trafen zum finalen 4:1 – dass Marvin Theis aus gut sechzehn Metern ins Gehäuse der Tarforster vollstrecken konnte. Ein unterm Strich verdienter Sieg für Trier-Irsch – wobei auch Tarforst viel Aufwand geboten hat, am Ende aber dann doch Fortuna und den letzten Biss in einigen Phase des Spiels vermissen ließ. „Ich als Trainer stelle mir die Leistung in einem Derby anders vor. Meine Jungs machten ihre Sache gegen Trier-Irsch nicht gut. Einfach schlecht – um es auf den Punkt zu bringen. In einem Derby kann und darf man sich nicht so verkaufen – besonders am Ende, wo wir uns gleich zwei Tore binnen kurzer Zeit gefangen haben. Fehlende Emotionen – mut- und ideenlos, mehr fällt mir zu diesem Auftritt einfach nicht ein. Sicherlich hatten auch wir unsere Chancen – doch am Ende, und so ist es leider im Fußball, zählt das was unterm Strich steht und das ist aus meiner Sicht ein deutliches und für Trier-Irsch auch verdientes 1:4. Ich bin enttäuscht und sauer zugleich. Gegen Föhren benötigen wir dringend eine Steigerung“, tadelt Zwote-Trainer Steffen Hilmer den erfolglosen Auftritt seiner Mannschaft. Weiter geht es für den FSV – der nun mit siebzehn Punkten Platz neun der Kreisliga- A Trier-Saarburg markiert, am Sonntag in einer Woche (20. November), wenn man um 15:00 Uhr beim SV Föhren aufläuft. AM