Montag, 12 September 2022 07:29

Mayen genießt nach einem verkorksten Saisonauftakt leichten Aufwind

geschrieben von André Mergener / Bild: TuS Mayen

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Pokal-Aus in Runde eins – ein holpriger Saisonauftakt und ein sportlicher Motor, der noch nicht so richtig in Fahrt kommen möchte. Es knirscht – stottert und wackelt und dennoch bleibt der TuS Mayen standhaft. Rückschläge verkraften die Vulkanstädter gut. Die Mannschaft um Trainer Tobias Uhrmacher hat die nötige Professionalität – um auch solche Phasen einer Saison zu meistern.

Doch alles auf Anfang! Es begann mit dem Pokal-Aus in Runde eines gegen das unterklassige Team aus Cochem. Als blutleere Vorstellung betitelte Mayen damals selbst seinen Auftritt an der Mosel – als man dem Underdog mit 0:2 unterlag. Ein Unentschieden in der Liga gegen die Schneifel folgte – ehe man am zweiten Spieltag schließlich auch nach einem deutlichen 5:2 über Malberg den ersten Saisonsieg feiern durfte. Doch von nun an ließ man wieder Punkte und Federn liegen. Niederlagen gegen Morbach und Salmrohr folgten – vier Punkte damals also die mögliche Ausbeute, wollte man den Trend im schönen Nettetal dann doch irgendwie schnell in die Höhe schrauben. Qualität hat das Team – dass auch viele Jahre lang als Oberligist die Fußballplätze unsicher gemacht hat, aber allemal. Junge und erfahrene Spieler – ein junger Trainer der die Liga kennt und Träume und Ziele vor Augen, die zumindest im Hier und Jetzt wieder einen stabileren Fußball versprechen. So wie man ihn in Mayen kennt – liebt und auch schätzt.

Mit einem eisernen Blick nach vorne wollte man nun den verkorksten Saisonauftakt hinter sich lassen. Was zählt sind die Spiele die kommen – und waren jüngst, also am letzten Wochenende, gar nicht mal so übel. Es geht leicht aufwärts mit der Truppe aus Mayen – die am letzten Spieltag zuhause gegen Ellscheid nach einem soliden 3:1 wichtige Punkte ernten konnte. Ein Lebenszeichen für die einst überstarken Vulkanstädter – soll der Trend schließlich auch am kommenden Samstag anhalten, wenn man in einem schweren Auswärtsspiel beim FSV Trier-Tarforst aufläuft. Eine schwere Hürde für Mayen – die man mit Blick auf die Gesamtbilanz aber mit reichlich Selbstvertrauen stemmen möchte. Denn was die gemeinsame Vita angeht – hat der TuS die Nase vorn. Zwanzig Duelle ruhen bislang unterm Strich – aus denen Mayen schon elfmal als Sieger vom Platz ging. Während Tarforst erst fünfmal die volle Punktzahl landen konnte – stehen ferner vier Unentschieden auf der Liste. Eine harte Nuss – und das für beide Teams, dürfte aber auch die einundzwanzigste Auflage reichlich Spannung mit sich bringen. Beide Teams wollen den jüngsten Aufschwung fortsetzen. Neun Punkte und Platz sieben markieren die Trierer Höhenkicker – sieben Zähler und Rang neun dagegen der TuS Mayen.

Im Nettetal ist man optimistisch trotz holprigen Saisonauftakt mit einer doch soliden Saison abzurunden. Die Tristesse des Vorjahres – wo man die Spielzeit als Viertletzter abschloss, soll sich schließlich nicht wiederholen. „Die vergangene Saison war kräftezehrend und nervenaufreibend und mental sehr anstrengend – so etwas wollen wir nicht mehr erleben“, betont Uhrmacher mit Blick zurück. Der Anfang der Wiedergutmachung ist getan – und soll nun auch in Trier-Tarforst fortgesetzt werden. Fehler der Vergangenheit möchte man hinter sich lassen – was zählt, ist die restliche Saison, wo Mayen wieder angreifen und jubeln möchte, und das konstant über einen längeren Zeitraum. AM